Mal ein Parkhaus im Bau

Parkhaus im Bau. Bei Tappenbeck. 2 Sek. bei Blende 32. ISO 200.

Das Gebäude sieht zumindest wie ein Parkhaus aus. Weil das 150-300 noch in der Einschießphase ist, habe ich die Gelegenheit genutzt, das gute Stück mal in dieser Richtung anzutesten, um zu sehen, ob und wie stark es verzeichnet und eventuell die Einstellungen im derzeit noch verwendeten Lightroom mit der Pentax 645z zu verfeinern.

Parkhaus im Bau. Bei Tappenbeck. 1 Sek. bei Blende 36. ISO 200.

Das Problem dabei ist allerdings, dass ich meine Bilder auf einem normalen Windows- PC verarbeite, der derzeit sogar noch mit der guten alten Version 7 läuft. Alternativen wie Phocus von Hasselblad, die eigentlich am interessantesten sind, aber nur mir Apple- Rechnern wirklich funktionieren, lassen sich so nicht nutzen. Nur: wer mag schon mehrere unterschiedliche Systeme vorhalten und wer zahlt gern viel Geld an Adobe, wenn das eigentlich nicht notwendig ist? Ich gehöre nicht zu dieser Gruppe.

Parkhaus im Bau. Bei Tappenbeck. 1 Sek. bei Blende 36. ISO 200.

Die Lösung hierfür heißt bei Fuji und einigen anderen Capture One, das ich in Zukunft für die Fuji- Daten verwenden werde. Mit den Daten der Pentax geht es leider nicht. Theoretisch gibt es einen einen Trick, dem Programm die Rohdaten, hier als DNGs, unterzuschieben. Aber es ist eben nur halblegal und daher unterlassen wir das besser mal. Ich suche hier also noch. Zudem: Ich habe das gekaufte Lightroom ja noch. Und damit ist es legal. Nur wird es die kommenden Fuji- Kameras eben nicht mehr unterstützen..

Parkhaus im Bau. Bei Tappenbeck. 1/1,7tel Sek. bei Blende 36. ISO 200.

Mal wieder zum Thema zurück: Ich wollte wissen, wie es um die Verzeichnung des 5,6/150-300 steht. Mit dem Ergebnis, dass es gut darum steht. Man muss, wenn überhaupt, nur minimal korrigieren. Also diese Prüfung hat es bestanden. Was ich auch noch wissen wollte ist, wie es sich bei größeren Entfernungen verhält. Dieses Gebäude stand etwa 200 Meter von mir entfernt, was schon eine gewisse Entfernung darstellt. Zudem wollte ich noch ausgelotet wissen, wie weit man das Objektiv ohne allzugroßen Qualitätsverlust abblenden kann, ohne in die Beugungsunschärfe zu geraten. Das ist in der Tat wie bei den anderen Linsen: Man sollte nur bis zur vorletzten Stufe schließen. Danach lässt es nach.

Parkhaus im Bau. Bei Tappenbeck. 1/3 Sek. bei Blende 36. ISO 200. 150mm.

Aufgenommen wurden diese Bilder allesamt mit der 645Z und dem 5,6/150-300. Und natürlich vom Stativ. Nachgearbeitet habe ich in Lightroom 6.14.

Point Lobos 2018

Die Küste. Hier schon nach Sonnenuntergang. X-Pro2 mit dem 18-55. 1Sek. bei Blende 20. ISO 200.

Auch während dieser Tour zog es mich wieder nach Carmel. Genauer gesagt, sollte es wieder zum Point Lobos gehen, den ich nach wie vor für einen der interessantesten Plätze halten, wenn es darum geht auf kleinem Raum viele Motive zu finden. Am Point Lobos ist es mittlerweile wie im Yosemite- Nationalpark: Man muss Glück haben, wenn man das Auro noch irgendwo lassen will. Vor allem am Wochenende ist das der Fall. Ich konnte auch beobachten, dass es in Carmel Menschen gibt, die dort ihre Mittagspause verbringen. Ergo gibt es dort zwei Stoßzeiten, die man besser meidet.

Baum. Pacific Grove. X-T2 und 55-200. ISO 200. 1/8tel Sek. bei Blende 22.

Die Intention war, dort hinzufahren, neue Bilder zu suchen und eventuell schwache oder nicht ganz gelungene Bilder neu zu machen. Meine Route war bis hierher diese: Death Valley -> June Lake -> Yosemite  -> Point Lobos und ein bisschen Westküste auf dem Rückweg Richtung Los Angeles.

Baum. Pacific Grove. X-T2 und 55-200. ISO 200. 1/4tel Sek. bei Blende 16.

Point Lobos ist wie es ist; ich war seit 1995 insgesamt das vierte Mal da. Schön ist es immer noch und wenn man weiß, wo in der Nähe man für wenig Geld komfortabel unterkommen kann, kann man sich auch ein bisschen dort aufhalten und Carmel auch gleich besuchen. Die Galerien dort sind für ihre Qualität bekannt, so dass ein Besuch sich so oder so lohnt.

Noch ein Baum. Auch mit der T2 und dem 55-200. ISO s200 und 1/15tel Sekunde bei Blende 16.

Bei diesem Besuch hatte ich ein bisschen Pech mit dem Wetter: Es war zu viel Sonnenschein. Also musste ich meinen Stil den Verhältnissen anpassen. Man kann es vielleicht mit einem Regentanz versuchen, aber ich glaube nicht, dass das funktioniert.

Weston Beach. Mit der T2 und dem 18-55. ISO 400. Blende 16 bei 1/60stel Sekunde.

Die Aufnahmedaten gebe ich hier nicht ohne Grund an: Wer dort fotografieren will, dem ergeht es wie in den Wäldern hier in Norddeutschland: Es gibt relativ viel Schatten und man braucht selbst bei gleißendem Licht noch ein Stativ, um an scharfe Bilder zu kommen.

Weston Beach. Noch einer. Daten ähnlich dem letzten Bild.

Man muss also immer noch schleppen. Carbon macht es einem halt leichter.

Auch Weston Beach. Auch mit der T2 und dem 18-55. Aber ISO 100 und 1/25stel Sek. bei Blende 11.

Der gute alte Weston Beach ist immer noch einer der schönsten Plätze dort. Soviel kann ich sagen. Aber wie auch schon öfter kolportiert, muss man selbst hinfahren, um das Ganze mit allen Sinnen zu erfassen. Wichtig ist auch hier, dass ich nur deshalb nur zwei Tage dort war, weil sich meine Tour dem Ende zuneigte und ich noch ein paar Bekannte besuchen wollte. Diese Verabredung habe ich dieses Mal an das Ende meiner Tour gelegt.

Der Vorletzte. Hier mal keine Aufnahmedaten. Auch am Weston Beach.

Und noch einer:

Weston Beach der Vorletzte…

Was man auch wissen muss, ist, dass ich die Ergebnisse früherer Besuche und Recherchen mittlerweile als Infrastruktur nutzen kann. Als jemand, der den Platz mittlerweile recht gut kennt, habe ich den Vorteil, dass ich mir nicht alles neu erwandern muss, weil ich das schon getan habe. Das ist allerdings wie bei vielen Plätzen: Wenn man einen Ort immer wieder in gewissen Zeitabständen besucht, entdeckt man auch immer wieder mal Neues. Und wie man sieht, kann man auch Point Lobos in Farbe fotografieren, wenn man es kann und das Licht passend ist. Ich wollte das eigentlich in Schwarzweiß haben, aber zuviel Sonne bekommt dem nicht. Bewölkung ist dort das bessere Wetter dafür.

Der letzte unter den Mokikanern. Mit der Pro2 und dem 18-55. Blende 14 bei 1/20stel Sek. ISO 200.

Wie meistens: Aufgenommen wurde hier alles mit Fujis X-Pro2 und -T2. Objektive waren das 18-55 und das 55-200.

Die Bildbearbeitung erfolgte wahrscheinlich das letzte Mal mit Lightroom 6.14. Ich habe mittlerweile etwas besseres, in das ich mich gerade einarbeite. Lightroom hat zudem den Nachteil, dass es mit den neuen Fuji- Kameras wie der H1 und der T2 nicht mehr zusammenarbeitet. Wer sich davon abhängig machen will oder auf Adobe steht, kann das gerne abonnieren. Ich will aber keine Miete für ein Cloud zahlen, die ich nicht brauche und für eine Software, die dann das Dreifache kosten würde ohne wirklich besser zu sein als die Konkurrenz, zahle ich das erst recht nicht. Auch wenn man eine Photoshop- Vollversion mitbekommt.

Diät die Erste: Das 1:5,6/150-300 zur Pentax 645z

In Action. Die 645z mit dem 150-300. Aufgenommen mit einer Sony RX100.

Vieles muss. Vor allem muss die 645er Ausrüstung schlanker und damit flugreisetauglicher werden. Bisher sieht es so aus, dass ich mit der 645D, zwei Objektiven und einem 2-fach Konverter mit Laptop, Navigationssystem und einem bisschen Kleinkram in einem Billigrucksack bei rund neun Kg Gesamtgewicht angekommen bin. Das Packmaß war nicht das Problem; die Kamera passte in den Rucksack und dieser auch in die Gepäckablage im Flugzeug.

Bisher sah die Ausrüstung so aus:

  • Die Kamera, 1,6 Kg.
  • Ein 4,5/45-85, Gewicht rund 900 Gramm.
  • Ein 4,5/80-160, Gewicht rund ein Kg.
  • Ein manuelles 3,5/35, Gewicht etwa 600 Gramm.
  • Ein 4/300, das knapp 1,5 Kg auf die Waage bringt.
  • Dann kamen noch ein paar Filter dazu. Etwa 500 Gramm.

Das sind dann rund sechs Kilogramm. Der Rucksack wiegt noch einmal drei und damit kann das so schon nicht mehr bei allen Gesellschaften mitfliegen. Bei der Lufthansa sind z.B. nur acht Kg Handgepäck erlaubt, auch wenn eventuell darüber hinweggesehen wird, weil es sich um teures Fotogerät handelt, das da im Rucksack ist. Erkennbar wird, dass etwas dagegen getan werden muss.

Den Anfang machen bei mir ein sich in Reparatur befindliches 4,5/33-55 als flexiblerer Ersatz für das 3.5/35, das zudem ein paar Gramm leichter als das 35er ist und das hier genannte 5,6/150-300, das Gegenstand dieses Artikels sein soll.

Baumwurzel. Mit dem 150-300. 1/30stel Sek. bei Blende 16.

Der Kauf

Wer sich auskennt, weiß: Mittelformatoptiken sind teuer. Und sie werden schnell billiger, wenn man sie gebraucht kauft. Besonders bei Pentax ist das aus unerklärlichen Gründen deutlich der Fall, auch wenn die Preise, vor allem für mechanisches Altglas, langsam anziehen und Preziosen wie das 3.5/35 schon richtig teuer werden können. Ich denke, dass hier auch Spekulation im Spiel ist: Pentax scheint das Soriment schrittweise umzubauen und bringt allmählich neue(und deutlich teurere) Objektive auf den Markt. Ob sie wirklich besser sind, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Das wird sich erst zeigen.

Meines stammt, wie das meiste für meine Kamera, von der Gebrauchtrampe. Neu wäre es mir zu teuer. Ok, Hasselblad ist noch ein bisschen teurer und Fujis GFX ist auch nicht billig, aber Pentax ist eben im Mittelformat am günstigsten, ohne dass es deutliche Qualitätseinbußen gegenüber teureren Anbietern gibt. Schwerer als ein GFX- System, über das ich mal nachgedacht habe, ist die Pentax als System auch nicht. DIe Objektive sind am Ende dafür verantwortlich; nicht die Kamera selbst. Genau genommen wäre ein Fuji- Kit wie das von mir geplante am Ende massive und schlachtentscheidende 50 Gramm(!) schwerer und je nach Rechenweise um den Faktor zwei bis drei teurer.

Auch ein Baumstumpf. Mit dem 150-300. 1/5tel Sek. bei Blende 22. ISO 400.

Wie abspecken?

Das mit dem Abspecken geht schon bei der Wahl des Ladegeräts los. Man kann das Original hernehmen oder sich ein paar USB- Ladeschalen anschaffen. Meine Entscheidung fiel, wie schon öfter beschrieben, zugunsten der USB- Schalen aus. Die Gründe:

  • Bessere Konnektivität: Man kann damit im Auto, am Laptop, im Hotel und an einer Powerbank laden.
  • Sehr günstig zu haben.
  • Ein USB- Ladegerät ist ohnehin meistens im Gepäck: Ob das nun mit ein paar Anschlüssen etwas mehr wiegt, fällt kaum ins Gewicht, wenn es nebst Kabeln im Koffer mitreist.
  • Mit einer zweiten Ladeschale hat man entweder ein Redundanzsystem oder kann mehr Akkus laden.

Die Redundanz ist allerdings der Hauptgrund für die zweite Schale. Mehr als etwa 300 Bilder kann man mit einer Kamera wie der 645Z kaum an einem Tag machen. Ein Akku sollte pro Ladung etwa 650 Aufnahmen liefern. Gewicht lässt sich hier allerdings kaum einsparen.

Weiter mit der Diät.

Das 5,6/150-300 ist als Zoomobjektiv relativ flexibel einsetzbar. Zudem ist es leicht und kompakt; zumindest im Vergleich mit den 4/300er Linsen. Und man kann in Verbindung mit einem 33-55 und einem 55-110 sehr flexibel arbeiten. Nur mit den 40mm „Gap“ von 110-150mm muss und kann man leben. Denkbar und physikalisch schwerer wäre auch der Verzicht auf das Weitwinkel zugunsten des 4,5/80-160. Dabei kommt es allerdings auch darauf an, was wie fotografiert werden soll. Geht es in die USA, braucht man eigentlich alles Genannte. Spinnt man den Gedanken weiter, kann zudem auch noch auf verschiedene Filtergrößen verzichtet werden: Es reicht dann ein einziger Polfilter mit 67mm Durchmesser für alle Objektive. Das sind schließlich auch ein paar Gramm.

Ähnlich wie das Bild oben. Mit dem 150-300. Blende 36 bei einer Sek. ISO 200.

Das kann das 150-300.

Die Fertigungsqualität ist trotz der ausgiebigen Verwendung von Kunststoff ordentlich, reicht aber in dieser Hinsicht nicht ganz an die anderen FA- Objektive heran. Die wichtigen Dinge wie die Zoomen, Fokussierung und Blendeneinstellung laufen zumindest bei meinem praktisch neuwertigen Erwerb soweit einwandfrei und sind leichtgängig.

Das Objektiv ist also besser als oft beschrieben, aber nicht so leicht zu händeln, wie es zuerst aussieht. Das liegt unter anderem an der sehr geringen Schärfentiefe bei der längsten Brennweite. Man muss sehr weit abblenden und sollte zudem auch hier nicht weiter als bis etwa 32 abblenden(also bis zur vorletzten Stufe), um nicht in den Bereich der Beugungsunschärfe zu geraten und damit unscharfe Bilder zu generieren. Hier ist Vorsicht geboten: Bei diesen Objektiven geht das sehr plötzlich und nicht allmählich, wie man das von den meisten Kleinbildobjektiven her kennt.

Man sollte wissen, dass es in der Abbildungsleistung insgesamt nicht ganz so gut wie die kürzeren Zooms ist; vor allem im langen Brennweitenbereich ist das der Fall. Aber es liefert deutlich bessere Bilder als ein Telekonverter, den ich in der Zweifach- Version hatte und dessen Bilder wirklich schlecht waren: Damit konnte ich die Auflösung der 645D immerhin auf unter 10 Megapixel drücken. Croppen ist dann sinnvoller. Große Bilder kriegt man aber auch mit diesem Objektiv hin.

Zudem kann es sinnvoll sein, per Hand nachzufokussieren. Das Objektiv soll, wie ich von zwei Mitfotografen weiß, eine Tendenz zum Fehlfokus haben. Man muss also auf die Linse aufpassen.

Es ist empfehlenswert, das Objektiv nur vom Stativ aus zu benutzen. 300mm als längste Brennweite ergeben mit der Auflösung der 645z schon ein hohes Verwacklungsrisiko; zumal der Bildstabilisator bei den meisten Pentax- Objektiven eine unbekannte Größe ist. Der weitere Vorteil sollte klar sein: Wenn man ohnehin vom Dreibein aus arbeitet, kann man die ISO der Kamera auch gleich in Richtung 100 einstellen und erzielt einen zusätzlichen Qualitätsgewinn.

Das soweit dazu. Am Ende das Übliche: Die Bilder stammen von der 645z. Alle Bilder sind mit dem 150-300 entstanden. Aufgenommen wurde alles in einem Waldstück bei Eickenrode. ISO um 200-400. Nachgearbeitet und verkleinert habe ich in Lightroom.