Artist’s Palette

Eine Übersicht.

Das Death Valley wollte ich schon seit einigen Jahren genauer untersuchen und sehen und dieses Jahr habe ich das auch mal hinbekommen. Meine Tour ging am ersten Tag vom Flughafen in Los Angeles nach Ridgecrest(günstiges Hotel!). Drei Stunden Fahrt sind nach einem 14stündigen Flug, der Einreiseprozedur(auch wenn sie problemlos war, danke liebe Amis) und der Aufnahme des Mietwagens und dann dem Kriechtempo über die am frühen Abend gut ausgelasteten Highways rund um Los Angeles einfach genug. Von dort waren es dann noch drei Stunden bis Pahrump, wo eigentlich meine erste Station war.

Normalerweise ist der Weg über Ridgecrest länger, wenn man ins Death Valley will; aber trotzdem gibt es da einen kleinen Vorteil: Man muss, um nach Pahrump zu kommen, durch das Death Valley fahren; und bekommt schon mal ein bisschen zu sehen und weiß, wo die eine oder andere Sehenswürdigkeit zu finden ist. Es ist also relativ zeitsparend.

Auch hier konnte ich wieder ein Phänomen beobachten, das mich ein bisschen genervt hat: Ein paar meiner Landsleute glaubten wirklich, jemanden mit einem kleinen Auto Tipps für das Verhalten in der Wüste zu geben zu müssen. Die meisten Leute wissen ohnehin nichts und ganz besonders, wenn sie das erste Mal da sind, scheinen einige Leute das zu brauchen. Wichtig war denen eigentlich nur das dicke Auto. Obwohl: Wenn es ein neuer Chevy Tahoe ist, sitzt entweder ein Deutscher oder ein Chinese drin und der Säufer ist ohnehin gemietet. Andere Leute setzen eben andere Prioritäten. Ein dezenter Hinweis auf meine Wasservorräte genügte dann. Diese Leute waren offensichtlich auch aus der „Schatzi stell dich mal vors Motiv“- Fraktion.

Wenn man durch das Valley fährt, sollte einem klar sein, dass die meisten Sehenswürdigkeiten nicht so einfach von der Straße zu erreichen sind. Man muss auch mal die eine oder andere Dirt Road benutzen, was aber bei vorsichtiger Fahrweise kein Problem sein sollte. Auch mit einem Mietwagen nicht und meistens auch nicht mit einem Fahrzeug wie dem von mir gemieteten Nissan. Wer das nicht will, schließt sich schon von vielem aus.

Zu den Bildern

Auch wenn manche das anders sehen: Die Kontraste im Death Valley sind niedriger, als man sich das vorstellen mag und einige dieser Bilder mussten heftig nachbearbeitet werden. Die Ursache liegt einmal in der Gesamthelligkeit und zum anderen in den immer irgendwo auftretenden kleinen Sandstürmchen. Ein Polfilter ist in so einem Fall übrigens ziemlich wirkungslos. Es handelt sich halt um Staub und nicht um den bei uns bekannten Dunst. Man muss also meistens ohne auskommen.

Besucht habe ich Badwater, Dante’s View, Artist’s Palette, die Mesquite Dunes, Rhyolite, Devil’s Golf Course, Devil’s Corn Field. Salt Creek, Stovepipe Wells und zwei Canyons habe ich auch noch durchwandert, die beide auf ihre Art sehr schön waren. Und natürlich den Zabriskie Point, den man einfach gesehen haben muss, wenn man schon mal da ist. Im Death Valley ist es wie in Yosemite. Man muss ein bisschen herumfahren, wenn man alles sehen will. Das reduziert die Bildausbeute deutlich, aber die Bilder werden tendenziell besser.

Kurz beschrieben…

Es handelt sich dabei um eine Gebirgsformation, die in vielen, meistens warmen, Farben schimmert. Das herauszuarbeiten erwies sich als schwierig. Der dezente Hinweis auf die doch recht niedrigen Kontraste gilt auch hier.

Alle Farben auf einen Blick. Man muss nicht einmal weit dafür laufen.

Diese Gegend kann man sich weitgehend mit dem Auto erfahren. Es gibt einen Rundkurs, der asphaltiert ist. Das macht es mit dem Mietwagen ein bisschen leichter.

An der Ausfahrt. Diese Farbgebung ist sehr typisch für die Gegend.

Schwieriger war die richtige Einstellung des Suchers. Das Licht ist sehr hell dort, auch  verglichen mit den sommerlichen Lichtverhältnissen hier in Deutschland. Es ist so hell, dass man auf jeden Fall schon nicht mehr mit dem Kameramonitor arbeiten kann und dass selbst der Sucher zu dunkel sein kann. Mann muss ihn zumindest bei den Fujis sehr hell einstellen, um Bilder machen zu können.

Ein bisschen bunter.

Was diese Ecke ausmacht, ist genau das, nämlich die eher niedrigen Kontraste, die es allerdings auch notwendig machen, die Bilder ausschweifend nachzuarbeiten, vor allem im Hinblick auf die Kontraste. Zudem muss man auch mit der Belichtung vorsichtig sein.

Noch mehr Farben.

Mit dem Blick auf die Objektive gilt auch hier das immer wieder von mir Kolportierte: Man braucht „alles“ von etwa 15 bis 300 mm in Kleinbild. Auch hier und trotz oder gerade wegen der Weite der Landschaft. Wer sich davon beeinflussen lässt, dass „Weitwinkel reicht“, vergibt die Chance auf gute Bilder.

…und noch mehr davon.

Ich habe hier zwar die meisten Bilder mit dem 18-55 und dem 10-24 gemacht, aber auch das 55-200 wird später noch zu Ehren kommen.

Nochmal im Hochformat.

Auch bei diesen Bildern hatte das Stativ Freizeit. Es war später Nachmittag und sehr hell. Ich musste selten mehr als 1/250stel Sek. als Belichtungszeit einstellen.

…und noch einer in Quer.

Nachgearbeitet habe ich, wie eigentlich immer, in Lightroom. Man muss schon ein bisschen an den Kontrasten und der Farbintensität herumschrauben, um an diese Ergebnisse zu kommen.

Der Letzte. Man sieht, worum es geht. Mit dem 10-24, Blende 8 bei 1/250stel Sek. Brennweite 18mm.

Zur Technik: Alles mit Fuji X-T2 oder Pro2 aufgenommen. Mit dem wohlbekannten „Kit-Dreisatz“ aus 18-55, 55-200 und dem noch relativ neuen 10-24, das hier zum ersten Mal wirklich von mir eingesetzt wurde, obwohl ich es bereits seit zwei Jahren mein Eigen nennen kann.

 

 

 

 

 

Neues aus Amerika

Das Death Valley von Dante’s View aus gessehen.

Es war mal wieder Zeit, in die Staaten zu fliegen, um Bekannte zu besuchen und ein bisschen herumzutouren, wie ich das immer tue, wenn ich dort mal bin.

Dieses Mal im Gepäck:

  • Zwei Fujis, die T2 und die Pro2.
  • Ein 4/10-24.
  • Ein 2,8-4/18-55.
  • Ein 3,5-4,8/55-100.
  • Drei passende Polfilter. Also ein 58er, ein 62er und ein 72er.
  • ND-Filter: 8 (Cokin), 64, 1000; die letzten beiden aus Glas und von Zomei.
  • Graduelle ND-Filter: 4 und 8 aus Kunststoff von Cokin.
  • Drahtauslöser.
  • Die Kameras bekamen je einen L-Winkel mit Arca- Schienen.
  • 5 Ersatzakkus.
  • Ladegeräte für vier Akkus.
  • Ein Togopod- Carbonstativ.
  • Ein Lenovo- Laptop.
  • Zwei USB-Laufwerke zu Datensicherung. Eines als SSD zum Arbeiten und eine 1TB-Festplatte.
  • Ein Hochleistungs- USB-Netzteil nebst einiger Kabel und einen Dreifachstecker für das Auto.
  • Natürlich ein Smartphone mit einer US-Simkarte im zweiten Slot, um sofort telefonieren zu können..
  • Unterwegs wurde das Ganze in einem Manfrotto- Rucksack transportiert.

Wie unschwer zu erkennen ist, habe ich das Ganze ziemlich strategisch organisiert. Es sind genug Akkus vorhanden und sie können ziemlich simultan nach- bzw. aufgeladen werden. Die Lader waren die bekannten USB-Billiggeräte, die sich an jedes Netzteil mit zwei Ampere Abgabeleistung anschließen lassen. Es handelte sich um ein Gerät für zwei Akkus und um zwei Einzellader.

Die Kameraakkus: Auch für T2 und Pro2 habe ich mir wieder günstige Chinaakkus beschafft. Und auch dieses Mal haben sie weitgehend so funktioniert wie die Originale.

Zwei Kameras machen Sinn, wenn man mit mehr als einem Objektiv in der Wüste arbeiten will(Staub!) und weil man so schneller arbeiten kann. Zusätzlich ist die Ausfalllwahrscheinlichkeit des Systems so geringer. Gleiches gilt so auch für die Festplatten: Wenn man nur eine davon hat, kann das schnell zu einem Problem werden. Die USB- Sticks sind dazu derzeit zu teuer und zu langsam, wenn der Fokus auf Kapazität und Geschwindigkeit liegen soll.

Was das Telefon angeht: UMTS/HSPA gibt es in den USA kaum noch. Ein günstiges Gerät mit zwei SIM-Slots kann man daher in der Praxis nur noch zum Telefonieren gebrauchen. Ich habe als Ersatz ein Highend- Auslaufmodell von Sony, das auch in den USA mit LTE funktioniert und das in dieser Form in Deutschland nur als Grauimport zu haben ist. Was das Netz angeht, ist AT&T immer noch die erste Wahl.

Der Mietwagen: Die richtige Wahl

Wenn man die USA besucht, braucht man ein Auto. Die Auswahl ist groß, also was tun?

Man kann immer über irgendwelche Preis- oder Reisesuchmascheinen gehen und sich so einen eigenen Überblick verschaffen: Ich hatte vom Kleinwagen in Gestalt eines Kia Soul, der in den USA aber zu Mittelklasse gehört, weil Fahrzeugklassen in den USA über das Innenraumvolumen definiert werden, bis zu einem Jeep schon einges dabei. Im Allgemeinen reicht für zwei Personen schon der Kia, der aber wegen seines Verbrauchs nicht die erste Wahl ist(in USA ca. 7l/100 km). Dieses Mal sollte es ein Toyota Corolla werden, der als der sparsamste Nichthybrid auf dem US- Markt gilt und schon die Maße eines ausgewachsenen hiesigen Mittelklassewagens hat. Das wurde aber nichts: Das einzige vorhandene Fahrzeug dieses Typs hatte einen Reifendefekt und wurde umgetauscht. Mitgenommen habe ich dann einen Nissan Sentra, der im Verbrauch aber ähnlich liegt(ca. 6l/100 km). Diese Verbrauchsdaten sind für die Strecke. In der Stadt steigt der Verbrauch bei beiden Fahrzeugen vor allem im Raum Los Angeles schnell auf 8-9l bei ungünstiger Verkehrslage. Zudem ist der Tank beider Fahrzeuge ausreichend groß, so dass man nicht alle 200-250 Meilen nachfüllen muss. Selbst den kleinsten Jeep kann man über Land dagegen nur mit mindestens 8-9 Litern fahren, bei einem Verbrauch in der Stadt, der entsprechend höher ist. Fährt man wirklich „Hardcore“, also etwa 200-250 Meilen pro Tag oder 4500 Meilen in drei Wochen, stehen da etwa 450 Liter einem Verbrauch von 600-650 Litern gegenüber, wenn man das kleinste SUV mietet. Auf die ganze Tour macht das in Kalifornien immerhin rund 150-200 Dollar aus, je nach aktuellem Benzinpreis. Vom Umweltaspekt mal ganz abgesehen…

Der Flug

Mein Flug ging ab Hannover. Die Anfahrt habe ich einfach mit dem Auto erledigt und das gute Stück auf einem bewachten Parklplatz in Hannover abgestellt. Dieses Mal habe ich die Lufthansa mit Gegenwart und Geld beehrt und hatte einen Codeshare- Flug mit Swiss. Hin ging es mit Swiss über Zürich, wie auch schon beim letzten Mal und zurück über München mit der Lufthansa. Zu den Flügen kann man nicht viel sagen. Das war alles soweit in Ordnung; und die Sitze in der Holzklasse sind bequemer als gerne kolportiert wird. Die Lufthansa- Maschine war übrigens deutlich älter als die von der Swiss: Es handelte sich um einen Airbus A340-600, der um die 15 Jahre alt sein sollte. Eine Sache ist mir in Hannover noch ganz beiläufig aufgefallen: Ich war einer der Letzten beim Boarding, weil der Aufenthalt in München nur sehr kurz war. Ich musste mich also ein bisschen beeilen. Allerdings war mein Koffer in Hannover einer der ersten, die auf dem Baggage- Claim herumfuhren. Er war sogar schneller als sein Besitzer. Beim Zoll war alles problemlos. Ich hatte einfach nichts neues eingekauft, weil der Koffer wegen der in höheren Lagen notwendigen Winterkleidung schon fast voll gewesen ist. Also ging ich durch den grünen Ausgang.

Bei der Immigration in USA war alles problemlos wie immer: Zum ESTA-Automatenkasino, Pass einlegen, ein paar Fragen nochmals bestätigen und ab zur manuellen Kontrolle. Dort wird abgestempelt und das war es dann auch schon. Wie auch in Europa: Schengen- Reisende können die Passkontrolle auch an einer automatischen Schleuse vornehmen, was deutlich schneller geht. Der persönliche Kontakt fehlt da zwar ein bisschen, aber auch das geht ohne Probleme.

Lenovo- Notebooks

Ich hatte dieses Mal einen Lenovo- Notebook mit separatem USB- Netzteil und einem proprietären Ladekabel dabei. Wie ich ausgerechnet unterwegs herausfand, sind diese Kabel bruchanfällig. Ich bin trotzdem zurechtgekommen; aber die Wahrscheinlichkeit eines Totalversagens steigt natürlich mit jedem Tag, an dem man das Kabel wieder ein bisschen hinfummeln muss. Wer so ein Gerät hat, sollte also darüber nachdenken, Ersatz mitzunehmen, weil solche Dinge irgendwo in der Wüste nur sehr schwer zu bekommen sind und, wenn doch, eine Menge Geld kosten können. Als Reservekabel kann man sich auch etwas zum Billigpreis aus China beschaffen. Es muss primär nur die Reise überstehen.

Bei einigen anderen kann das aber so auch passieren. Das ist halt der Preis für die kompakte Steckdose.

Der Plan.

Diese Tour war anders als meine anderen. Ich wollte zuerst so vorgehen:

  1. Death Valley. Der Grund liegt darin, dass viele Leute da durchfahren, aber keiner wirklich anhält.
  2. Eastern Sierra: Verschoben auf das nächste Mal. Die Zeit reichte schlicht nicht. Einige wengie Bilder von der Durchreise gibt es aber trotzdem noch.
  3. Yosemite: Das ist der Ort, an dem man seine ganzen Ferien verbringen kann, ohne an gute Bilder zu kommen. Manchmal aber doch. Ich wollte einfach mal über den Tioga Pass und habe es dieses Jahr endlich hinbekommen. Aber noch keine Top- Bilder.
  4. San Simeon: Günstige Hotel nahe der Pazifikküste. Zwischenstation.
  5. Highway One: Auch den habe ich nochmal von Monterey bis Lompoc abgefahren, musste dann aber zu meinen Leuten nach Hemet, die auch noch auf dem Programm standen. Ein paar witzige und interessante Bildchen sind dort auch entstanden.
  6. Point Lobos: Bin mal wieder dagewesen. Auch dieses Mal war es sehr interessant. Vor allem war ich dort, um ein paar nicht so tolle Bilder neu zu machen. Einiges davon ist auch gelungen.
  7. Joshua Tree: Im letzten Jahr habe ich vier Tage dort verbracht; dieses Jahr nur zwei und trotzdem einige interessante Bilder.
  8. Anderes in Utah und Arizona wird auf der nächsten Tour besichtigt. Ich habe immer noch den Zion National Park auf der Liste und das Monument Valley habe ich auch noch nicht gesehen. Und dann gibt es in Wyoming und Montana auch noch den Yellowstone- Nationalpark, der fast noch schöner als Yosemite oder Point Lobos sein sollte. Ich überlege gerade, wie ich das in die nächste Tour integrieren kann.

Die erste Station wurde auf dieser Tour das Death Valley.

Mehr ist in Arbeit…

 

 

 

 

Auch mal anders: Altglas an Nikon D800

Teil der „Beute“: Die D800 mit dem 4/25-50

Dem Forschungsdrange und meinem Interesse an maximaler Qualität bei möglichst geringem Gewicht ist mal wieder eine neue Idee entsprungen.

Ich plane für diesen Herbst wieder eine Tour in die USA, die mich sowohl nach Yosemite als auch in das immer noch nicht vertiefte Death Valley führen soll. Die Pentax 645D erwies sich 2017 als Hilfsmittel für meinen nach einem Unfall noch steifen linken Arm als sehr hilfreich. Die Qualität des Geräts ist nach wie vor toll, aber das Ganze ist auch ziemlich schwer. Ich hatte 9 Kg im Rucksack. 8 davon wog die Kamera mit drei Objektiven.

Das Fuji- Gerät ist ebenfalls toll; aber es erscheint mir bei meinen mittlerweile sehr abgehobenen Qualitätsvorstellungen doch schon als die Untergrenze(Dabei ist das Zeug  eigentlich exzellent!), weil es mir mittlerweile zu wenige Pixel sind. Mittelformat macht halt süchtig.

Die Suche nach einem Digitalrückteil mit vielen Pixeln und einer Großbildkamera fällt flach: Das ist einfach zu teuer. Schon, weil man nicht nur die Kamera braucht, sondern auch Objektive, die die ausgerufenen 60-80 Megapixel auch auflösen können.

Der beste Kompromiss schien mit daher eine Nikon D800 zu sein. So weit. So schön. So gesucht.

Bis ich dann mal Glück hatte und eine fand. Mit einem zusätzlichen Batteriepack, etwa 50.000 Auslösungen auf dem Buckel(also nicht zu alt!) und drei Akkus sowie einer 32GB-CF-Karte drin. Dazu noch zu einem guten Preis.

Das Problem ist bekanntlich nicht der Sensor; der ist ohne Zweifel gut. Auch mit den 36 MP und trotz des technologischen Alters der Kamera. Die Schwierigkeit liegt eher bei den Objektiven, wie sich schon mal bei meiner seligen Canon 5D2 gezeigt hat. Die Nikon ist da natürlich noch verschärfter unterwegs, weil die lineare Auflösung der Optiken noch einmal um den Faktor 1,41 größer sein muss, wenn sich die Anzahl der Pixel auf dem Sensor verdoppelt. Hier ist es zwar nicht ganz so viel, aber wenn man bedenkt, dass auch teures Glas gewisse Probleme hat, wird deutlich, worum es geht. Man kann es auch anders ausdrücken: Wer zu schlecht kauft, produziert in erster Linie mehr Datenmüll, aber nicht zwangsläufg auch mehr Auflösung.

Ich bin also den Weg gegangen, den man am besten geht, wenn man günstig an Qualität kommen will und der von der Pentax 645D schon bekannt ist: Man suche nach Altglas, das zudem hochwertig ist.

Alte Nikon-AI- Objektive ab Baujahr 1977 sind an der Kamera problemlos mit Zeitautomatik verwendbar; noch älteres kann man eventuell noch umrüsten lassen, wobei diese Phase aber vorbei sein dürfte. Was zu tun ist, ist Sucharbeit.

Meine gedachte Ausrüstung sollte etwa so aussehen:

  • Irgendwas im Normalbereich von 28 oder 35 bis etwa 105 mm.
  • Dazu ein Telezoom im Bereich von etwa 80-200 mm.
  • Und ein Weitwinkel ab etwa 24mm, das auch ein Zoom sein kann.
  • …und natürlich die Kamera.
  • Zu guter Letzt: Weil es Altglas ist, sollte das Glas nicht mehr als etwa 300 Euro kosten.

Das wurde die Jagdbeute von einem sattsam bekannten Versteigerer:

  • Ein AIS- Nikkor 1:3,5-4,5/35-105mm in Quasi- Neuzustand.
  • Ein etwas schrundig aussehendes AIS 1:4/80-200. Dafür war es sehr billig und mechanisch in Ordnung.
  • Und zu guter Letzt ein gut erhaltenes 1:4/25-50, an dem noch ein ebenfalls gut erhaltener Nikkormat FT-3 hing. Dem Nikkormaten nach sollte es ein AI aus den 1970ern sein, das zudem sehr selten ist und zudem für relativ hohe Preise angeboten wird. Auch hier konnte ich vergleichsweise günstig einkaufen.

Gruppenbild mit Deckeln. Man achte auf das Schraubmodell links, das zum 25-50 gehört.

Anderen Webseiten zur Folge sollte das zusammengekaufte Zeug die qualitative Königsklasse darstellen. Nikon- Objektive wurden demnach in früheren Zeiten sehr auf Schärfe gezüchtet, was dem Sensor der D800 entgegenkommen sollte.

Ein weiterer Vorteil liegt in den eher kleinen Filterdurchmessern, was die Anschaffung zusätzlich günstiger macht und zudem erlaubt, mit einem kleineren Filtersystem von Cokin auszukommen. Die Rede ist hier vom 85mm- System. Ich habe das mit meinen Großbildkisten im Gebrauch und muss das eigentlich nur mit einem Satz Verlaufsfilter ergänzen und mir passende Graufliter anschaffen. Zudem lagert hier ja schon einiges im Fuji- Koffer, das man auch dafür hernehmen kann. In diesem Fall ist auch das einfach: Man braucht 52-, 62- und 72mm- Filter oder passende Adapter zum Cokin- System.

Auf der Negativseite muss man auch vermerken, dass die Handhabung von Pol- und Verlaufsfiltern nicht ganz so einfach ist, weil die Filtergewinde sich bei alten Zooms in aller Regel beim Fokussieren mitdrehen. Aber bei dem Preis muss man eine Konzession machen.

Was die Kompatibilität angeht, sollte mit den AIS- Gläsern auch die Blenden- und Programmautomatik nutzbar sein und mit dem AI-Glas nur die Zeitautomatik. Mir genügt das.

Gehen wir mal ein bisschen ins Detail

Was den tatsächlichen Zustand der Objektive angeht, habe ich anscheinend ein bisschen Glück gehabt. Im Normalfall haben ältere Schiebezoom- Nikkore die Eigenschaft, dass sich die Brennweite verstellt, wenn man den Zoomring nach vorn schiebt und das Objektiv um mehr als etwa 45° neigt. Das konnte ich so nicht feststellen. Ein 4,5/80-200 aus den 1970ern, das sich vor Jahrzehnten mal in meinem Besitz befand und hervorragend war, hatte diese Eigenschaft noch. Ein gutes Exemplar dieses Objektivtyps aufzutreiben, erwies sich allerdings als so gut wie unmöglich. Eigentlich wäre das mein Favorit gewesen.

Also gilt hier: Die beiden Schiebezooms machen in der Beziehung keine Probleme und erzeugen bei Benutzung nur die normalen Geräusche.

Was die Blendenringe angeht: Beim 25-50 und dem 35-105 sind sie leichtgängig; beim 80-200 ist er ein bisschen hakelig.

Der Rest ist wie schon erwähnt: Das 35-105 ist in der Tat neuwertig; das 25-50 würde ich als „leicht gebraucht“ bezeichnen und das 80-200 wurde offensichtlich schon sehr stark genutzt.

Was man aber im Hinterkopf behalten sollte, ist der Umstand, dass das Telezoom damals eher eine Profilinse war und aus den frühen 1980er Jahren stammt. Mit anderen Worten: Das gute Stück ist auch schon 35 Jahre alt.

Das 25-50 wurde vergleichsweise kaum genutzt. Es dürfte aus der ersten AI-Generation sein, die 1977 eingeführt wurde und dementsprechend rund 41-42 Jahre alt sein und ist damit das älteste im Trio.

Ähnlich lagert sich das beim 35-105. Dieser Brennweitenbereich ist heute sehr verbreitet, war aber zur Bauzeit(frühe 1980er Jahre) dank einiger Billigproduzenten sehr verrufen. Die Zielgruppe waren typische Amateure, die nach etwas Universellem suchen. Das mit der guten Auflösung dieser Gläser von Nikon ist eher eine Entdeckung der heutigen Zeit. Der Zustand war entsprechend: Wahrscheinlich wurden nur wenige Filme damit belichtet und dann verschwand es aus irgendeinem Grund in irgendeinem Schrank. Im Klartext: Es ist praktisch neuwertig.

Mehr weiß ich allerdings erst nach dem ersten Einsatz der Objektive.

 

 

 

 

Valley of Fire 2017

Auch dieses Mal zog es mich auf dem Rückweg vom Bryce Canyon wieder zum Valley of Fire bei Las Vegas. In der Hoffnung, neue Bilder zu finden und vor allem Vergessenes und Übersehenes nachzuholen und andere Bilder ein bisschen besser zu machen.

Das Valley of Fire. Übersicht.

Dieses Mal ging es auch darum, ein bisschen Schwarzweiß zu machen und mal zu sehen, wie das mit der Pentax 645D so aussieht. Hier gleich mal der erste:

Felsen in SW.

Und zum Vergleich der Bildwirkung das selbe in Grün und natürlich farbig:

Der selbe Felsen in Farbe. Natürlich nicht in Grün, sondern in Rot/Blau.

Ob die gefühlte Wüstenhitze so oder so besser herauskommt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wenn man SW zu können glaubt, kann das auch so aussehen, wie dieser Kopf hier, der bei einem Erdbeben sicher nicht mehr an der alten Stelle zu finden sein wird:

Katzenschädel. Mit einem bisschen Phantasie zumindest.

Was mir immer wieder, auch schon bei den Altvorderen, aufgefallen ist, ist der eigentlich sehr geringe Kontrast zwischen Himmel und Motivteilen mittlerer Helligkeit. Vor allem in der Mittagszeit ist das so. Andererseits hat man an einigen Stellen dort auch nur um diese Zeit überhaupt Licht und damit Kontrast, was auch nicht zu unterschätzen ist.

Hauptstraße. Ohne Autos um die Mittagszeit ist das ein seltenes Motiv.

Das Stativ konnte dieses Mal meistens im Auto bleiben, weil es hell genug für kleine Blenden und kurze Verschlusszeiten bei ISO 200-400 gewesen ist.

Noch mehr Felsen.

Das obige Bild ist vor zwei Jahren schon mal in ähnlicher Form entstanden. Aber es gibt noch mehr, das ich ähnlich schon mal gemacht  habe. Nur sind es hier im Original wesentlich mehr Pixel und damit auch mehr Auflösung.

Der Fire Canyon.

Der Fire Canyon sieht übrigens tiefer aus, als er in der Realität ist. Ich würde den Höhenunterschied vom Aussichtspunkt bis auf den Grund vielleicht auf fünf Meter schätzen. Hier noch mal ein anderer Vergleich:

Ein anderer Felsen. Hier in Farbe.

…und das Gegenstück in Schwarzweiß.

Übrigens ist es auch sehr interessant, die Reaktionen der Amis auf Mitmenschen mit dicken Kameras zu beobachten. Ich hatte dieses Mal die Pentax 645D dabei, weil mein linker Ellenbogen nach einem Arbeitsunfall operiert wurde und das Ganze für die Fujis noch zu steif gewesen ist: Ich bin schlicht und einfach nicht mit der linken Hand bis ans Objektiv gekommen und konnte sie daher einfach nicht halten, vor allem nicht mit einem Teleobjektiv.

Auch in der Wüste wächst zuweilen etwas.

Das letzte Bild zeigt nur, dass es auch in den trockensten Gegenden Vegetation gibt. Es war Anfang Mai und die Temperatur dort lag bei 38°C im Schatten. Meiner Meinung nach war es viel zu zu heiß, um großartig herumzuwandern. Als Norddeutscher ist man solche Temperaturen einfach nicht gewohnt und man muss daher ein bisschen vorsichtig sein.

Zur Technik: Hier mit einer Pentax 645D und dem FS 4,5/45-85 und dem FA 4,5/80-160. Aufgenommen als DNG. Verkleinert und ein bisschen nachgearbeitet in Lightroom 6.

 

Worauf man bei einer Hotelbuchung so achten sollte

Eine Hotelbuchung kann auch mal verwirrend sein. Fujifilm X-T2 mit 2,8-4/18-55, Blende 2,8 bei 1/174stel Sek. ISO 400. Einfache Mehrfachbelichtung, gecroppt.

…wenn man Bilder machen will

Wenn man in einschlägigen Foren unterwegs ist, stellt man gelegentlich fest, dass viele Leute es nicht so mit der Stromversorgung haben und Dinge wie einen leeren Akku als Gesetzmäßigkeit abtun. Aus meiner Sicht ist das aber keine Gesetzmäßigkeit, sondern eher etwas, das manche Leute einfach nicht konsequent zu Ende denken. Auch hier gilt: Das ist allzu menschlich und es passiert einfach. Dabei ist das recht einfach, wenn man ein paar Dinge brücksichtigt. Mindestens einen Ersatzakku nicht nur zu haben, sondern auch voll geladen zu halten, ist die einfachste Übung. Wenn man aber auf Tour ist und das Hobby ausschweifend betreiben will, komme noch einige weitere Faktoren dazu. Man sollte immer im Hinterkopf haben, dass auch die größte Powerbank irgendwann mal leerfotografiert ist, falls man überhaupt daran gedacht hat, die Stromversorgung der Kamera zu sichern. Bekanntermaßen ist nichts peinlicher als eine wegen falscher Sparsamkeit unausgegorene Stromversorgung, die dazu führt, dass man keine Bilder machen kann. In frühreren Zeiten war das einfach: Wollte man zwei Filme verfotografieren, hat man vier eingepackt.

Dass der Computer ein Laptop sein muss, sollte klar sein. Aber mir fielen noch einige Dinge auf, vor allem in älteren und dadurch preisgünstigen Häusern. Hier mal eine USA-spezifische Liste:

  • Die Steckdosen sind in älteren Häusern manchmal nicht geerdet. Dann kann man den manchmal vorhandenen Mikrowellenofen abstecken und dessen Steckdose nutzen.
  • Der Workaround liegt darin, nur Geräte mitzunehmen, die nicht geerdet sein müssen. Also nur Geräte mit Euro- Flachstecker und zweipolige Adapter.
  • Beim Laptopkauf muss das dediziert beachtet werden. Ist ein Schukostecker am Netzteil, muss das tolle Gerät im Laden bleiben.
  • Wenn man die Adapter hat, kann man sich auch ein längeres Verlängerungskabel mit Mehrfachsteckdose besorgen. Aber: Nicht überlasten! Mit einem Laptop, zwei Ladegeräten für die Kameraakkus und einem für das Smartphone ist man meistens noch auf der sicheren Seite. Es wichtig zu wissen, dass man Euro-Flachstecker- Mehrfachsteckdosen mit Verlängerungskabel nur ohne VDE-Zeichen bekommen kann. Deren Betrieb ist in Deutschland nicht zulässig. Man sollte sich daran halten und sie, wie schon gesagt, auch im Ausland nicht überlasten.
  • Die Ladegeräte für die Kamera kann und sollte man durch USB- Ladeschalen ersetzen. Diese wiederum kann man auch im Auto nutzen, wenn man an einen entsprechenden Gerätestecker gedacht hat.
  • Wer mit ausreichend Weisheit beschlagen ist, beschafft sich zu den Ladeschalen einen USB-Lader mit drei bis fünf Anschlüssen und etwa 2 Ampere Leistung je Anschluss. Dann können alle anderen Ladegeräte zu Hause bleiben. Man hat so einfach weniger Gepäck.
  • Bei der Belastung der Kabel daran denken, dass man nur die halbe Wattleistung zur Verfügung hat: Man legt 110 V zugrunde, multipliziert das mit den maximal bei solchen Kabeln möglichen 2,5 Ampere und kommt auf 275 Watt, die das Konstrukt als Maximum vertragen kann. Wie oben erwähnt, das genannte Kit aus Laptop, zwei Batterieladern und einem für das Telefon endet bei etwa 90-200W, je nach Nutzungsart. Kommt der Fön dazu, gibt es Feuer!

Man sollte schon bei der Online- Buchung schon darauf achten, dass ausreichend Steckdosen vorhanden sind. Auf den Bildern der Hotelzimmer kann man meistens schon erkennen, wo welche zu finden sind. Will man sich die Haare unbedingt elektrisch trocknen, sollte man das nur an der Steckdose im Bad tun. Und an einen separaten und geerdeten Adapter mit Schuko- Anschluss denken. Gleiches gilt natürlich, wenn das Ladegerät für den Laptop entgegen meinen Empfehlungen einen Schukostecker hat. Dann sollte man „alles in Schuko machen“, weil es logistisch einfacher ist.

Eine weitere noch nicht erwähnte Möglichkeit ist auch, sich im nächsten Supermarkt mit einem US-Verlängerungskabel einzudecken. Die gibt es in der zweiadrigen Variante für Stromstärken bis 13 Ampere. Aber auch hier gilt, dass man, sobald irgendwas mit einem Eurostecker ins Spiel kommt, ab dem Eurostecker nicht über die oben genannten 275 Watt gehen sollte. Sinnvoll ist das allerdings nur, wenn man öfters in die USA fliegt. Diese Kabel haben meistens drei Ausgänge, so dass man sich mit billigen Eurostecker- Adaptern aus dem Versandhandel behelfen kann. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass meistens nur Längen bis 15′, also etwa 4,5 Meter, wirklich in den Supermärkten zu haben sind. Als sinnvoller haben sich allerdings mindestens 7,5 Meter erwiesen.

Man sollte auch das hier beachten: Wenn man die komplette Stromversorgung auf „USA“ umstellt, wie ich es vorhatte, kann das beim Zoll zu Problemen führen, wenn man am grünen Ausgang kontrolliert wird. Diese Probleme kann man mit den Adaptern vermeiden, weil dann offensichtlich ist, dass die Sachen in der EU gekauft wurden.

Woher das Ganze kommt, sollte klar sein: Ich war jetzt das dritte Mal mit Digitalzeug in den USA unterwegs und habe meine Erfahrungen gemacht und ausgewertet. In Europa ist das anders: Die Schukosteckdosen sind häufig anzutreffen; in Frankreich braucht man eigentlich keinen Adapter, wenn der Stecker der Mehrfachsteckdose eine Bohrung im Schutzkontakt hat; bis Norditalien und in Polen sind sie auch verbreitet; die Niederländer nutzen sie auch und die Flachstecker passen fast überall. Immer adaptieren muss man in Großbritannien, in Dänemark(Flachstecker passen aber) und der Schweiz.

 

 

Bryce Canyon

Das Amphitheater.

Wer A sagt, muss auch Bryce sagen. Wie in allen Orten, an denen ich gewesen bin, war die Hotelübernachtung am Bryce Cayon recht teuer. Also zog es mich dieses Mal zur Übernachtung nach Panguitch, einem netten kleinen Städtchen unweit vom Bryce Canyon. Fahrtdauer rund eine halbe Stunde. Das war während dieser Tour neben der Fahrt zum Point Lobos(20 Minuten ab Seaside) die schnellste Verbindung.

Amphitheater die Zweite.

Wer vom Grand Canyon dorthin will, dem sei entweder der Highway 89 nahegelegt oder eine Strecke durch den Grand Canyon, wenn man schon mal den Annual Pass hat. Die ginge von Williams über den Highway 64, dann durch den Canyon und dann erst auf die 89. Die Schwäche sollte auch klar sein: Die Strecke ist länger und man braucht ein bisschen Zeit dafür, weil man dann doch mal anhält, um die Aussicht zu genießen.

Amphitheater die Dritte.

Geschichtlich sieht es laut Wikipedia so aus, dass der Park um 1850 zum ersten Mal besiedelt wurde. Benannt wurde er nach Ebenezer Bryce, der sich um 1875 dort ansiedelte und dort am Bau einer Straße und eines Bewässerungssystems beteiligt war.

Arch.

Der Park selbst wurde 1923 zum National Monument erklärt und ist seit 1928 Nationalpark. Der dortige Scenic Drive ist ab 1931 entstanden.

Auch hier hatte ich nur einen Tag und daher den Fokus auf die Übersichten. Anderes ist so schnell halt nicht machbar.

Andere Ansicht.

Wie man auch sehr schön sehen kann, liegt dort oben an einigen Stellen noch Schnee. Die Schmelze lag in den letzten Zügen, was für Anfang Mai dort nicht ungewöhnlich ist.

Eine andere Übersicht.

Die deutlich erkennbaren Wolken sehen zu meiner Überraschung sehr photoshopmäßig aus. Ich hann aber versichern, dass sie so im Bild waren, wie man das hier sehen kann.

Noch was mit Wolken, in SW.

Fernsicht.

Mit dem Wetter hatte ich am Bryce Canyon ein bisschen mehr Glück. Die Sonne schien und es war klar, was eher selten vorzukommen scheint.

Hoodoos.

Hoodoos werden sie genannt, die Felstürme, die man überall dort sehen kann, vor allem die im Amphitheater am Inspiration Point, wo auch die ersten drei Bilder entstanden sind. Man sagt diesen Felstürmen nach, dass sie auch heute noch durch Regen und ablaufendes Schmelzwasser fleißig vor sich hin erodieren. Sie ändern also immer noch ihr Aussehen und ihre Form, auch wenn es vermutlich Hunderte von Jahren dauern dürfte, bis diese Veränderungen wirklich erkennbar werden.

Zur Technik: Wie alles auf diesem Trip Pentax 645D mit dem 45-85 oder dem 80-160. Aufgenommen als DNG und gewandelt entweder in Lightroom oder in Photoshop Elements 13(jaja, ich weiß, dass sich mal updaten sollte!). ISO eigentlich immer bei 200, damit auch wirklich viele Details erhalten bleiben. Es ist halt noch ein CCD-Sensor.

 

Drei Tage Point Lobos.

Mal wieder ein Baum.

Point Lobos war dieses Mal einer der wichtigsten Anlaufpunkte meiner diesjährigen Tour. Ich habe dieses Mal immerhin drei Tage darin investiert und dort weitere Bilder gemacht.

Also mal wieder, werden einige hier vielleicht schon sagen. Aber Point Lobos ist einfach einer der schönsten Plätze in Kalifornien, der hinsichtlich Schönheit und fotografischer Möglichketen andere Plätze einfach aussticht. Mit einer Schwäche allerdings, die im Internet immer wieder augenfällig wird, wenn man danach sucht: Man muss sich schon mal ein bisschen bewegen, wenn man Bilder will. Und zwar auch dort relativ weit vom Auto weg.

…und in Farbe geht es auch.

Wer Point Lobos sagt und sagt, dass er(Hier im Sinne von Mensch, die Damen mögen sich also nicht ausgeschlossen fühlen.) dort fotografieren will, sollte es mit dem guten alten Sankt Anselmus halten, der auf die Frage nach der besten Kamera eine ganz schlichte Antwort hatte: „Ich nehme die schwerste, die ich gerade tragen kann.“ Das bezog sich dereinst auf die Benutzung möglichst großer Negativformate, die bis vor etwa 10 Jahren durchaus relevant war. Heute ist es eher so, dass man das tendenziell auch noch tun sollte, aber insgesamt weniger Kraft braucht. Heute sollte es eher heißen: „die Schwerste, die ich noch bequem bezahlen kann, ohne mein Haus zu beleihen oder meine Lebensversicherung zu verpfänden…“

Wieder zurück zu SW.

Schleppen wird so eher zur Hintergrundbeschäftigung. Eine Mittelformatkamera ist schon deutlich leichter als eine 8×10″-Linhof, die es mit ein paar Objektiven, Filtern, Filmkassetten und einem guten Stativ in der leichtesten Version durchaus auf 25Kg und mehr bringen kann. Allein die Kamera macht in der Gestalt einer Optischen Bank schon mal 10 Kg aus, ohne Optik versteht sich. Für eine Holzkamera kann man davon etwa 5Kg abziehen. Die 645 summiert sich auf etwa 10Kg auf, wenn man mit einer gewissen Weisheit vorgeht und sie lässt sich schön bequem im Rucksack transportieren. Da weiß man dann, warum man in Yosemite auch heute noch ein Maultier mieten kann…

…noch was Klassiches.

Im 2015er Artikel zu Point Lobos habe ich bereits anklingen lassen, dass es mir damals darum ging, herauszufinden, was Weston wohl gefühlt haben mag, als er dort unterwegs war. Immerhin war das in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, der für die USA bekanntlich erst Ende 1941 begann. Damit bin ich eigentlich durch. Die ersten Bilder waren noch ein bisschen davon geprägt und sie sind es auch heute noch. Aber man gewinnt trozdem mit der Zeit einen gewissen inneren Abstand dazu und entwickelt sich in eine eigene Richtung.

Baumgruppe.

Zum Thema Point Lobos kann man auch noch ein bisschen mehr schreiben. Die Gegend war mal ein Walfängerhafen, in dem auch Walöl hergestellt wurde. Zwei Fragmente aus dieser Zeit kann man dort auch noch bewundern. Die Whaler’s Cabin; und eine Rutsche in der Nähe diente damals dazu, die toten Wale an Land zu ziehen.

Eine weitere wirtschaftliche Aktivität war damals die Verladung von Kohle, die in der Nähe abgebaut wurde. Mit einer hochinteressanten Seilbahnkonstruktion übrigens, von der noch ein paar Bilder in der Whaler’s Cabin zu besichtigen sind.

Noch mehr Bäume.

Während des Krieges diente das Gebiet als Trainingsfeld für Truppen, die später in Frankreich an Land gehen sollten. Big Sur und Point Lobos haben gewisse Ähnlichkeiten mit der Küste in der Normandie. Für das Wetter dürfte das genauso gelten, aber auch für die Bewegung in der See selbst, die dort ziemlich heftig ist. Zumindest die Ostsee ist im Vergleich damit ein besserer Fischteich.

Noch ein Baum…

Zurück zur Fotografie. Auch Weston hat zumindest testweise in Farbe gearbeitet. Wer es nicht glaubt, dem sei „Edward Weston: Color Photography“ zu empfehlen. Das ist ein kleines Buch aus den 1980ern, das wahrscheinlich nur noch antiquarisch zu haben sein dürfte, das aber doch recht eindeutig belegt. Das Material, das er damals verwendet hat, war meistens Ektachrome. Das wiederum hatte den Nachteil, dass diese Bilder nicht lange hielten, demnach also nur wenige dieser Arbeiten erhalten sein dürften. Kodachrome gab es damals auch schon. Das hielt sich länger. Einige dieser alten Bilder sollten heute noch im Neuzustand sein, was deren Aussehen betrifft. Für Weston war die schlechte Haltbarkeit ein wichtiger Grund, sich wieder von der Farbfotografie abzuwenden und mit der altbewährten Methode(Negativ in 8×10″ und Kontaktabzug) weiterzumachen. Was die ganze Historie angeht: Die Dunkelkammer Westons kann meines Wissen im Rahmen eines Workshops bei Kim Weston besichtigt werden. Das Wohnhaus steht übrigens auch noch so da, wie es zu Lebzeiten des Gurus ausgesehen hat; mit dem Unterschied, dass die Bilder an den Wänden keine Originale des Klassikers sind, sondern Reprints des Enkels. Man kann auf dem Westonschen Gelände auch übernachten. Für die Verhältnisse in Carmel sogar recht preiswert.

Damit man auch erkennt, dass ich an der Küste war. Hier ein paar Wellen.

Wie man sehr schön erkennen kann, lag der Fokus dieses Mal auf den Bäumen und weniger auf die Ansichten der Pazifikküste. Der Grund wurde eingangs schon erwähnt.

Jetzt mal etwas vom Weston Beach…

Weston Beach in Farbe.

Ein Quervergleich mit den Bildern aus 2015 sei hier auch erlaubt.

Little Grand Canyon.

…Und ein Farbsehtest:

Testbild für Augenärzte, die gerne fotografieren.

…Und noch etwas anderes:

Stein…

Die Technik: Wie alles auf dieser Reise mit der Pentax 645D genacht. Meistens mit dem AF 4,5/45-85. Blenden zwischen 14 und 22, Zeiten um 1/100stel Sekunde herum. Fast immer mit Stativ.

 

USA die Zweite – Anreise

Banning. Bereits auf dem Rückweg nach Los Angeles. Natürlich mit der 645D. Nachgearbeitet in Lightroom 6.

Diese Reise ist schon meine fünfte Tour dorthin. Der Plan war der, ein paar Tage bei Bekannten zu verbringen und dann von dort ausgehend ein bisschen durch einige Parks zu touren. Ein bisschen hing das aber auch noch vom Wetter ab:

  • Oro Grande, Barstow, Dagett und mehr Fotos aus der Gegend sind geplant.
  • Joshua Tree again.
  • Zudem: Grand Canyon als Preview.
  • Bryce Canyon, ebenfalls als Preview.
  • Las Vegas: Mehr Details vom Valley of Fire.
  • Yosemite, in Abhängikeit vom Wetter.
  • Point Lobos, dieses Mal intensiver.

Nicht geschafft habe ich den Antelope Canyon und den angedachten Zion National Park.

Das Equipment

Dieses Mal habe ich einiges geändert. Die Fuji blieb zu Hause und die Pentax 645D kam mit. Das wurde beschlossene Sache, als ich die ersten ernsthaften Bilder aus dem Gerät fertig bearbeitet hatte.

Das Ganze besteht aus:

  • Einer Pentax 645D.
  • Einem alten SMC-A 3,5/35.
  • Einem 4,5/45-85.
  • Einem 4,5/80-160.
  • Und einem Non-AF-Telekonverter.
  • Einem Togopod- Carbonstativ, das sich auf etwa 180cm ausfahren lässt, 1,6 Kg wiegt, sich auf 40cm zusammenschieben lässt und trotzdem halbwegs standfest ist.
  • Kabelauslöser
  • Zwei Polfilter

Die Datenverarbeitung

…erledigt dieses Mal ein gebraucht erworbener Dell 6220 mit einer 240GB-SSD und 8GB RAM(beides nachgerüstet). Zwei USB3-Anschlüsse habe ich mit einer Erweiterungskarte nachgerüstet.  Für die Datensicherung habe ich mich mit einer 1TB-HD zum Arbeiten eingedeckt. Und als Redundanzsystem zusätzlich mit vier 128GB-USB-Sticks.

Das Hemet Valley. Auch mit der 645D und auch nachgearbeitet in Lightroom 6.

Die Anreise

Ich konnte nicht widerstehen. Dieses Mal ging der Flug mit Swiss ab Düsseldorf über Zürich. Der Preis war dermaßen günstig, dass dieses Mal ein größeres Auto drin war. Ich habe also mal ein SUV gebucht und liege preislich immer noch 300 Euronen unter der Lösung von vor zwei Jahren.

Zum Flug lässt sich sagen, dass man Swiss ebenso empfehlen kann wie KLM. Swiss hat etwas modernere Entertainment- System und KLM ab Amsterdam geht schneller, vor allem, wenn man aus Norddeutschland kommt und nicht umsteigen muss.

Der Flughafen in Zürich ist sehr zweckmäßig angelegt und die Zeitplanung der Swiss ist gut durchdacht. Man kann noch ein bisschen bummeln, in den Raucherlounges wegen des Nikotinhaushaltes noch drei schmöken, wenn man raucht, und sich dann gemächlich auf den Weg zum Gate machen.

Die Unterkünfte

Gebucht wurde auch diese Mal wieder online. Man kann dabei auch mal richtig Glück haben und kommt für etwa 25 Euro an ein brauchbares Motel, wie ich es in Las Vegas hatte. Zwei Nieten hatte ich auch dabei: Eine stand in Hemet(zwei Nächte) und eine weitere war in Barstow(aber auch billig, etwa 33 Euros). Einige andere habe ich bereits zum zweiten Mal aufgesucht, weil sie besser waren, als ihre Bewertungen vermuten ließen. Glück gehört auch dazu und die Flexibilität kann man sich so erhalten: Was einem wichtig ist, sieht man sich eben genauer an.

 

Was einem mit der Dicken in USA so alles passieren kann

Die 645D im Joshua Tree Nationalpark. Handyfoto mit entsprechender Qualität. Eine Kamera kann sich nun mal nicht selbst fotografieren…

Wie bereits erwähnt, war ich jetzt mal mit der 645D in den USA unterwegs. Hier mal ein paar Reaktionen:

Grand Canyon

Einige Fragen nach den Kameraeinstellungen hinsichtlich Belichtung von einigen Anfängern, die mich wohl für einen möglicherweise bekannten Experten hielten. Der Grund liegt, wie überall, darin, dass sowas sehr auffällig ist. Dort liefen auch die meisten Leute herum, die versuchten, mein Herumgemache irgendwie mit einem Smartphone nachzuahmen. Was so natürlich nichts wird. Sehr amüsant war die Begegnung mit einigen Leuten aus den Niederlanden(ein Indian- Fanclub). Mit den Indians sind hier die Motorräder dieser Marke gemeint.

Point Lobos:

„Ist das die neue Fujifilm?“ Was ich natürlich verneinen musste. Der Mann, der danach fragte, zog selbst fotografierend durch die Gegend und war neugierig. Interessant sind auch Wanderer: Ich konnte meinen Dreibeiner auch an der engsten Wegstelle aufbauen. Es wurde immer gewartet. War ich aus genau dem Grund am „Platz machen“, wurde ich äußerst freundlich darauf hingewiesen, dass ich doch erst mein Bild machen solle. Vereinzelt gab es auch Hinweise im Bezug auf Fotomöglichkeiten, interessanterweise auch von Voluteers der Point Lobos Foundation. Nachahmer gab es nur vereinzelt.

Yosemite:

Auch dort wurde die Kamera Gesprächsstoff. Dort war es ein „Bruder im Material“, der mich auf das Gerät ansprach und mit dem ein bisschen Fachsimpelei angesagt war. Ein dezenter Hinweis auf meinern Luxus- Kabelauslöser für fünf Euro brach das Eis dann wirklich und ich hatte die Lacher auf meiner Seite. Yosemite ist ein sehr schöner Park, nur hatte ich dieses Mal Pech mit dem Wetter und etliche Straßensperrungen und Überflutungen störten mich. Deshalb und aus Zeitgründen fand Yosemite nur an einem Tag statt.

Valley of Fire

Dort sind mir zwei Herren auf Harley- Motorrädern begegnet, die sich meine Aktion auch erstmal eingehend betrachten mussten. Die fanden das ganz cool und kamen aus New York. Auf ihren Harleys übrigens.

Insgesamt kann man also sagen, dass die Amis dem Thema Fotografie gegenüber sehr offen sind und dass man so eine Kamera durchaus mitnehmen kann. Wirklich negative Reaktionen gibt es eigentlich nie.

 

 

Stanislaus National Forest

Wenn man von Vegas aus durch das Death Valley kommt, landet man zumindest im dortigen Spätwinter immer in Bishop, wenn man in den Yosemite weiter will. Das Problem ist, dass die Strecke zu lang ist, um sie in einem einzigen Tag zu bewältigen, aber kurz genug, um in Bishop zu übernachten. Von Bishop bin ich am nächsten Tag nach Jamestown weitergefahren. Das Ganze war also das, was ich einen „Fahrtag“ nenne. Übrigens der einzige in dieser Form, an dem ich nichts wirklich sehenswertes besuchen konnte. Das Wetter war schlicht zu grau für das Death Valley. Ergo hebe ich mir das für die nächste Tour auf…

Was den Trip aber trotzdem interessant macht, ist der Mono Lake, den man auf jeden Fall sehen sollte und der Ausblick auf die Sierra Nevada, mit dem wir mal starten. Der Standort war denkbar einfach zu finden: Man drehe sich am Mono Lake einmal nach links und halte drauf…

Blick auf die Sierra Nevada. Dieses Mal in Schwarzweiß. 1/250stel Sek. bei Blende 13. ISO 400. XF 18-55 bei Brennweite 55 mm. X-Pro 1. Polfilter.

Ein ähnlicher Schuss nochmal in Farbe, damit es eine Vergleichsmöglichkeit gibt.

Sierra Navada vom Mono Lake aus gesehen. Die selben Daten wie beim SW- Pendant. Mit dem 18-55er übrigens…

Was sicherlich auffällt ist, dass ich aus Platzgründen und wegen des Diebstahlsrisikos mit kleinen und eher schlechten JPEGs arbeite, deren Qualität auf einem Bildschirm mittlerer Qualität gerade so hinreicht, um sie betrachten zu können. Aber Platz ist knapp und man kann auch so einiges erkennen.

Ein Schicker Stinkefinger, das. X-Pro1; 1/250stel bei Blende 16; ISO 400; Polfilter.

Der Mono Lake ist ein Natronsee, der irgendwann in Urzeiten entstanden ist und dessen Umfeld der Stadt Los Angeles auch als Wasserreservior dient. Die sichtbaren Gesteinsformationen sind ein sehr poröser Tuffstein, der aus eben diesen Salzen, vor allem Kalk besteht. Sichtbar geworden sind diese Formationen mit dem sinkenden Grundwasserspiegel in der Gegend. Der See hat keinen natürlichen Abfluss, so dass sich sammelndes Wasser verdunsten muss, damit der Spiegel nicht weiter ansteigt. Das Ergebnis sind Ausfällungen der im Wasser vorhandenen Salze, die sich zu diesen Gebilden entwickeln.

Dieselben Belichtungsdaten wie im vorigen Bild.

Der See ist sehr lohnenswert und lohnt einen Stopp für eine oder zwei Stunden. Mein Problem ist das jedes Touristen: Die Zeit erlaubt nicht mehr. Ich musste das Beste daraus machen.

Nennen wir ihn einen Turmspringer…

Eine andere Formation…

Der ürsprünglich geplante nächste Fahrtag sollte mich über den Tioga Pass nach Yosemite und von dort aus weiter nach Jamestown führen. Warum Jamestown? Nun, eine Online- Preisübersicht verhalf mir dort zu einer preiswerten Unterkunft. Wie schon mal gesagt, halte ich 400 Euronen für eine Übernachtung im Yosemite- Park für sehr teuer.

Der Tioga- Pass war aber noch gesperrt und damit nicht passierbar. Schön wäre es gewesen. Aber der nächste Pass weiter nördlich erwies sich als auch nicht übel, wie sich während der Fahrt herausstellte. Allerdings: Ich war drei Tage wieder in Deutschland und der Tioga- Pass war geräumt. Pech gehabt…

Die reine Fahrzeit, die der Routenplaner ausspuckte, war rund fünf Stunden. Das bedeutete für mich, früh aufzustehen, meinen Kram einzupacken und durchzustarten. Gefrühstückt wurde allerdings noch in Bishop.

Der Pass war der Sonora Pass, der an Bodie vorbeiführt, das ich dieses Mal nicht besucht habe, das aber noch auf der Liste steht und der durch den Stanislaus National Forest geht.

Noch mehr Mono Lake.

Jetzt einmal ein harter Bruch. Wie gesagt, der Sonora Pass war schön. Etwas kalt war es auch und der höchste Teil des Passes lag bei 10000 Fuß, also rund 3000 Metern. Ohne Jacke sollte man die Ecke nicht besuchen. Aber es lohnt, wie gesagt.

Eine Typische Szene im Stanislaus Forest.

Beim ersten Betrachten hatte ich wirklich den Eindruck, dass Hoss Cartwright gleich um die Ecke geritten kommt. Immerhin ist nicht weit davon entfernt Fernsehgeschichte geschrieben worden: Bonanza spielte in der Nähe des Lake Tahoe. Beim Betrachten dieser Bilder fühlt man sich irgendwie wie in einem klassischen Western. Schön ist die Gegend trotzdem…

Noch einer aus dem Stanislaus…

…und noch eine Fernsicht:

Übersicht über das Gesehene. Hier mal wieder Daten: Fuji X-Pro1, 18-55, Brennweite bei 24mm, 1/60stel bei Blende 10; Polfilter.

Als Nächstes mal ein Detailfoto. Eine vorgefundene Baumwurzel. Bei allen atemberaubenden Ausblicken auf diese Landschaft, die hier ohnehin nicht so rüberkommen, weil diese Bilder nicht nur von der Gestaltung, sondern auch von ihrer Größe leben:

Baumwurzel. Wirkt übrigens nur in Farbe… Fuji X-Pro1, 18-55; 1/60stel bei Blende 9; Polfilter.

Jetzt mal eine Felsformation:

Felsen. Im Stanislaus National Forest. Fuji X-E2, 55-200, 1/250stel Sek bei Blende 9, Polfilter.

Als vorletztes Opus noch mal eine Rückblende auf die Sierra Nevada:

Nochmal Sierra Nevada. Sehr schöne Farben, wie ich finde. Fuji X-E2 mit 55-200. 86mm, Blende 8 bei 1/500stel Sekunde, Polfilter.

Als letzten Schuss gibt es noch ein Bildchen von der Strecke:

Die gefahrene Piste. Es war nicht immer so einsam dort, wie es gerade aussieht.

Zu guter Letzt bin ich irgendwann im Tagesverlauf am frühen Abend in Jamestown angekommen. Gewohnt habe ich in der Main Street in einem günstigen Hotel. Aus dem Haus gibt es keine Bilder, aber man kann sich bei richtiger Auswahl auch hier wie in einem alten Western fühlen, wenn man das so will. Das war zwar nicht mein Hauptmotiv, aber irgendwie kam Hoss auch da gefühlt um die Ecke geritten…

Jamestown. Main Street. Hier mal mit einem mittlerweile wohl seltenen Dodge- Fahrzeug aus dem 1970ern. Das ist das das allerletzte Bild in diesem Artikel.

Jamestown und Sonora liegen dicht beieinander. In Jamestown gibt es als Einkaufsmöglichkeit eine Tankstelle für die kleinen Sachen. Wer mehr braucht, fährt nach Sonora in die Shopping Mall, die nur etwa fünf Meilen von Jamestown entfernt liegt. Der Vorteil war der, dass man von dort aus auf kurzem Weg in den Yosemite-Park fahren kann und dass die Unterkunft günstig war. Für Leute, die vor allem Fotos machen oder wandern und dem Tourismus ein bisschen aus dem Weg gehen wollen, ist diese Kleinstadt eine gute Wahl. Es ist sehr ruhig dort. Wer Party sucht, hat hier allerdings nichts verloren. Das gibt es anderswo.

Wenn ich an meine persönliche Geschichte und das sonntägliche Fernsehritual in der meiner Kindheit denke, glaube ich manchmal, dass es nicht nur die Fotografie ist, die mich dahin gezogen hat…

Was die Technik angeht: Alle hier zu sehenden Bilder sind mit Fuji X-E2 und X-Pro1 entstanden. Im Einsatz hatte ich die Mittelklasse-Zooms, die bekanntlich erstklassig sind. Vor dem Objektiv saß immer ein Polfilter und die eingestelle Lichtempfindlichkeit bei diesen Bildern lag bei 400 ISO. Aufgenommen wurde alles im RAW-Format. Gewandelt und verkleinert in Adobe Lightroom 5 und Photoshop Elements 13, das etwas anders als das CS ist, aber für den Amateurbedarf völlig hinreicht.