Gray Drama: ND- Filter

Gruppenbild. Links ein Cokin ND2- Verlaufsfilter und rechts ein Zomei ND1000

Wer Landschaften fotografiert, kommt irgendwann auf den Gedanken, dass es Sinn machen könnte, sich mit einigen ND- Filtern einzudecken. Man braucht in diesem Gebiet die längeren Verschlusszeiten öfter, als man sich das im Allgemeinen vorzustellen vermag. Ein Absenken der ISO ist nur begrenzt möglich; gleiches gilt für das Schließen der Blende. Ein Grund kann das Vermeiden des Einfrierens einer Bewegung sein (z.B. Wasser jeglicher Art). Ein weiterer die Betonung des Himmels und wiederum ein anderer Grund kann das Reduzieren von Kontrasten sein. Bei den letztgenannten Gründen sind wir aber schon bei den partiellen Graufiltern, die man ganz allgemein (Grau-) Verlaufsfilter nennt.

Im Studio verhält sich das ähnlich. Wer in erster Linie Produktfotos macht, hat andere Anforderungen an das Blitzsystem als jemand, der vor allem Portraits macht. Vor allem für die Leistung der Blitzanlage gilt das. Ein 500 WS- Kompaktblitz kann für Sachfotos unter Umständen gut ausreichen, wenn man das Ganze, wie mittlerweile üblich, mit einer Kleinbild- oder Mittelformatkamera macht. Wenn man mit dem selben Gerät ein Portrait aufnehmen will, kann das schon viel zu kräftig sein, wenn man noch ein bisschen mit der Schärfentiefe spielen will oder muss. Auch hier kommen solche Filter zum Einsatz.

Für meine Großbildkamera habe ich seit einigen Jahren ein Cokin- System in Gebrauch, das aus genau vier Filtern besteht: Je einen Rot- Gelb- Grün- und Orangefilter. Die Filter sind quadratisch mit 85 mm Kantenlänge und aus Kunststoff. Diese Filter passen gerade noch auf mein dickstes Objektiv für dieses Format, ein Symmar 5,6/300 mit einem 82mm- Filtergewinde. Wenn man die Bilder auf 70/100 vergrößert, fällt der Auflösungsverlust noch nicht ins Gewicht. Wir haben bis hierher, von einem Negativfomat von 9×12 cm ausgehend, immerhin auch nur etwa um den Faktor 8,33 vergrößert. Wenn man so einen Filter an eine Kleinbildkamera setzt, liegt der Faktor schon bei etwa 28 und bei einem APS-Sensor ergibt das schon eine knappe 42.

Die 85er Filter sind allerdings im Normalfall nur bis etwa 72mm Filterdurchmesser wirklich verwendbar, wenn man nicht mit wirklich extremen Weitwinkeln arbeitet. Deshalb funktioniert z.B. das 85er System auch noch am Symmar, das im 4×5″/9×12- Format als leichtes Telobjektiv dient. Bei den kürzeren Brennweiten dort sind die Filterdurchmesser deutlich kleiner: Das 150er Symmar für meine Zigarrenkiste hat z.B. nur einen Filterdurchmesser von 49 mm. An einer größeren Kamera ist das so vermutlich kaum noch nutzbar.

Gehe ich weiter und sehe, dass z.B. mein Fujinon XF 1:4/10-24 schon einen Filterdurchmesser von 72mm und eine kürzeste Brennweite von 15mm (in Kleinbild gerechnet) hat, muss der Filter deutlich größer werden. Sinnig erscheint als Minimum nur noch ein 100mm- System.

Das Fazit daraus ist, dass man eher konservativ denken und ein deutlich höherwertiges System anschaffen sollte oder, wie man das als Amateur eigentlich immer tut, Kompromisse eingehen muss. Kunststofffilter sind systembedingt kratzempfindlicher. Und wenn der Abbildungsmaßstab und daraus resultierend die Brennweiten kleiner werden und die daraus erwachsende Schärfentiefe zunimmt, können sich diese Kratzer negativ auf das Ergebnis auswirken. Zuerst im Kontrast durch Reflexionen, und wenn es mehr oder tiefere Kratzer werden, auch in der Auflösung des Bildes. Man sieht das erst nach einiger Zeit der Nutzung und, wenn der erste Kratzer drauf ist, auch nur im direkten Vergleich. Zudem halten diese Filter nicht so lange wie Glasfilter: Unter UV- Licht können sie mit der Zeit trüb werden. Trotzdem kann es sinnig sein, sich solche Filter anzuschaffen, wenn man sie als etwas sieht, das man „opfern“ will oder in Situationen arbeitet, in denen Glasfilter zu bruchanfällig oder zu teuer sind. Flugreisen können so ein Grund sein. Wobei man dieses Problem allerdings mit Hilfe der Transportverpackung lösen kann.

Glasfilter sind im Allgemeinen deutlich teurer als ihre Gegenstücke aus Kunststoff, wenn man sich die Mühe macht und ein bisschen nach Preisen sucht. Das gilt bei hochwertigen Filtern aber nicht immer. Lee- Filter, um ein Beispiel zu nennen, sind teurer als die günstigsten Glasfilter. Das System an sich erfreut sich aber eines sehr guten Rufs und richtet sich in erster Linie professionelle Fotografen. Andere wiederum, die auch Glasfilter im Programm haben, verkaufen sie deutlich teurer als ihre Gegenstücke aus Kunststoff. Bei Cokin z.B. kann man ein Kunststoffkit aus drei ND- Filtern mit 100mm Kantenlänge ab etwa 80 Euro plus Halter haben. Aus Glas kostet ein einziges Exemplar im Handel aber 150-180 Euros in der gleichen Größe. Die Zielgruppe ist eine andere: Kunststoff ist für Amateure gedacht und Glas für Pros. Ich habe also mit den günstigen Cokins angefangen, um an einem Punkt zu stehen, von dem man weitergehen kann.

Graufilter sind zudem häufig nicht farbneutral. Bei reinen Grauflitern kann man das meistens über den Weißablgleich korrigieren. In der Regel wird mit steigender Dichte ein mehr oder weniger deutlicher Magentastich sichtbar, der zumindest bei den „vollen“ Filtern sehr gut in der Nachbearbeitung korrigiert werden kann. Bei den graduellen Filtern gestaltet sich das mit zumehmender Dichte der Filter schwieriger, ist aber meistens bis 0,9(Drei Stufen Verlängerungsfaktor) noch vertretbar.

Die Qualität

…fängt schon bei den Haltern an. Ich habe zwei Modelle besorgt. Ein Exemplar von Cokin und eines von Zomei. Besser ist der Cokin. Beim Zomei neigen zumindest die Cokin- Filter dazu, sich zu verklemmen. Man kann die Filter in den Cokin- Halter definierter einsetzen, weil eigens dazu ein paar bewegliche Stifte am Halter vorhanden sind. Zudem ist der Cokin- Halter deutlich besser verarbeitet. Wer Geld sparen will, kann das bei den Gewindeadaptern tun. Deren Maße sind identisch. Man kann da auch zur Billigversion greifen. Wer mehr Geld ausgeben will, kann das tun. Die Filter passen auch zu Systemen von Formatt, Lee, NiSi und anderen Anbietern und sind damit untereinander austauschbar.

Über die Fertigungsqualität der Filter selbst kann ich bei beiden Herstellen nichts schlechtes sagen: Der ND 0.9 ist aus Kunststoff und von Cokin und die beiden anderen ND- Filter (1,8 und 3,0) sind aus Glas und kommen von Zomei. Relevant werden die Farbverschiebungen erst bei wirklich großen Dichten. Zumindest bei der Maßhaltigkeit ist das einfach: Es passt oder eben nicht.

Die Probleme liegen in erster Linie bei den Kameras: Wenn man den ND 3(also Verlängerungsfaktor 1000) benutzt, kann man sehr schnell an Belichtungszeiten im Minutenbereich kommen. Das führt nicht nur zu Farbverschiebungen, sondern bei Belichtungszeiten über etwa einer Minute auch zu Rauschen auf dem Kamerasensor in einem Ausmaß, das zumindest bei CCD- Sensoren wie dem der Pentax 645D, mit der ich die ersten Testbilder gemacht habe, kaum noch unter Kontrolle zu bekommen ist. Im Klartext: Man muss sich zumindest bei dieser Kamera ein bisschen einschränken, was das angeht.

Zudem funktioniert bei so langen Belichtungen der eingebaute Belichtungsmesser und damit die Belichtungsautomatik der Kamera nicht mehr. Man muss also selbst rechnen und zudem zumindest beim ND3 noch einen Zuschlag von etwa einer halben bis einer Blende geben, um an halbwegs korrekt belichtete Bilder zu kommen.

Genug geredet

…und Butter bei die Fische. Die ersten Experimente bestätigen das oben Gesagte: Wenn die Dichte des Filters zunimmt, entsteht ein Magenta- Farbstich. Auf der anderen Seite scheint zumindest die Nikon D800, für die das Kit primär gedacht ist(An den Fujis habe ich das noch nicht testen können) den Farbstich über den (automatischen) Weißabgleich sauber auszukorrigieren.

Probiert habe ich es mal mit ein paar HDRs und mal wieder mit einigen Bildern von der Oker bei Goslar, unterhalb der Okertalsperre. Die derzeitige Dürre führt allerdings nicht zu großem Wasserfluss, so dass ich hier nur etwas mit weniger Wasser zeigen kann.

Mit den HDRs geht es los.

Das Originalmotiv. Nikon D800.

Man kann sehr schön sehen, dass das Bild eigentlich sterbenslangweilig ist und ungleichmäßg belichtet erscheint. Hier ist das so gewollt. Was also tun?

Man nehme also den 1000er und den graduellen 8er Filter und belichte das erste Bild äußerst knapp, so dass die Sonne gerade keine Zeichnung mehr hat; sprich, dass die Lampe gerade „ausgefressen“ erscheint. Dann startet man mit einer ganzen Belichtungsreihe, bis die hier grauen Wolken erst schwarz und am „langen Ende“ weiß erscheinen.

Das erste Ergebnis ist das hier:

Das erste HDR. Zusammengesetzt aus fünf Aufnahmen.

Das zweite sieht so aus:

Das zweite HDR: Das ganz dunkle Bild wurde weggelassen und ein fast weißes hinzugefügt.

Was man nun zeigt, ist Geschmackssache. Klar ist aber, dass die Belichtungszeit mit dem 1000er Filter schon bei über einer Minute lag und dass damit auch das Gras und damit eigentlich das gesamte Bild unscharf werden. Die Bilder sind auch nicht dazu gedacht, irgendeinen künstlerischen Wert zu erzeugen, sondern dienen hier nur der Sichtbarmachung dessen, was hier besprochen wird.

Die Oker unterhalb der Talsperre. 15 Sek. bei Blende 16 und ISO 200. Mit einem alten Nikkor 4/80-200.

Das Bild oben ist mit dem ND64 von Zomei entstanden. Aus meiner Sicht sind die Farben sehr neutral und Auflösungsverluste lassen sich hier auch in der 100%- Ansicht nicht identifizieren.

Auch die Oker. 15 Sek. bei Blende 16. ISO 200. Mit einem alten Nikkor 3,5-4,5/35-105. Auch mit dem ND64- Filter.

Zur Technik: Die Kamera war eine Nikon D800. Die Objektivdaten stehen jeweils unter den Bildern. Alles von einem kompakten Reisestativ aus Carbon, wie es bei so langen Zeiten eben üblich ist. Bearbeitet wurden die Bilder in Photoshop Elements 13.

 

 

Auch mal anders: Altglas an Nikon D800

Teil der „Beute“: Die D800 mit dem 4/25-50

Dem Forschungsdrange und meinem Interesse an maximaler Qualität bei möglichst geringem Gewicht ist mal wieder eine neue Idee entsprungen.

Ich plane für diesen Herbst wieder eine Tour in die USA, die mich sowohl nach Yosemite als auch in das immer noch nicht vertiefte Death Valley führen soll. Die Pentax 645D erwies sich 2017 als Hilfsmittel für meinen nach einem Unfall noch steifen linken Arm als sehr hilfreich. Die Qualität des Geräts ist nach wie vor toll, aber das Ganze ist auch ziemlich schwer. Ich hatte 9 Kg im Rucksack. 8 davon wog die Kamera mit drei Objektiven.

Das Fuji- Gerät ist ebenfalls toll; aber es erscheint mir bei meinen mittlerweile sehr abgehobenen Qualitätsvorstellungen doch schon als die Untergrenze(Dabei ist das Zeug  eigentlich exzellent!), weil es mir mittlerweile zu wenige Pixel sind. Mittelformat macht halt süchtig.

Die Suche nach einem Digitalrückteil mit vielen Pixeln und einer Großbildkamera fällt flach: Das ist einfach zu teuer. Schon, weil man nicht nur die Kamera braucht, sondern auch Objektive, die die ausgerufenen 60-80 Megapixel auch auflösen können.

Der beste Kompromiss schien mit daher eine Nikon D800 zu sein. So weit. So schön. So gesucht.

Bis ich dann mal Glück hatte und eine fand. Mit einem zusätzlichen Batteriepack, etwa 50.000 Auslösungen auf dem Buckel(also nicht zu alt!) und drei Akkus sowie einer 32GB-CF-Karte drin. Dazu noch zu einem guten Preis.

Das Problem ist bekanntlich nicht der Sensor; der ist ohne Zweifel gut. Auch mit den 36 MP und trotz des technologischen Alters der Kamera. Die Schwierigkeit liegt eher bei den Objektiven, wie sich schon mal bei meiner seligen Canon 5D2 gezeigt hat. Die Nikon ist da natürlich noch verschärfter unterwegs, weil die lineare Auflösung der Optiken noch einmal um den Faktor 1,41 größer sein muss, wenn sich die Anzahl der Pixel auf dem Sensor verdoppelt. Hier ist es zwar nicht ganz so viel, aber wenn man bedenkt, dass auch teures Glas gewisse Probleme hat, wird deutlich, worum es geht. Man kann es auch anders ausdrücken: Wer zu schlecht kauft, produziert in erster Linie mehr Datenmüll, aber nicht zwangsläufg auch mehr Auflösung.

Ich bin also den Weg gegangen, den man am besten geht, wenn man günstig an Qualität kommen will und der von der Pentax 645D schon bekannt ist: Man suche nach Altglas, das zudem hochwertig ist.

Alte Nikon-AI- Objektive ab Baujahr 1977 sind an der Kamera problemlos mit Zeitautomatik verwendbar; noch älteres kann man eventuell noch umrüsten lassen, wobei diese Phase aber vorbei sein dürfte. Was zu tun ist, ist Sucharbeit.

Meine gedachte Ausrüstung sollte etwa so aussehen:

  • Irgendwas im Normalbereich von 28 oder 35 bis etwa 105 mm.
  • Dazu ein Telezoom im Bereich von etwa 80-200 mm.
  • Und ein Weitwinkel ab etwa 24mm, das auch ein Zoom sein kann.
  • …und natürlich die Kamera.
  • Zu guter Letzt: Weil es Altglas ist, sollte das Glas nicht mehr als etwa 300 Euro kosten.

Das wurde die Jagdbeute von einem sattsam bekannten Versteigerer:

  • Ein AIS- Nikkor 1:3,5-4,5/35-105mm in Quasi- Neuzustand.
  • Ein etwas schrundig aussehendes AIS 1:4/80-200. Dafür war es sehr billig und mechanisch in Ordnung.
  • Und zu guter Letzt ein gut erhaltenes 1:4/25-50, an dem noch ein ebenfalls gut erhaltener Nikkormat FT-3 hing. Dem Nikkormaten nach sollte es ein AI aus den 1970ern sein, das zudem sehr selten ist und zudem für relativ hohe Preise angeboten wird. Auch hier konnte ich vergleichsweise günstig einkaufen.

Gruppenbild mit Deckeln. Man achte auf das Schraubmodell links, das zum 25-50 gehört.

Anderen Webseiten zur Folge sollte das zusammengekaufte Zeug die qualitative Königsklasse darstellen. Nikon- Objektive wurden demnach in früheren Zeiten sehr auf Schärfe gezüchtet, was dem Sensor der D800 entgegenkommen sollte.

Ein weiterer Vorteil liegt in den eher kleinen Filterdurchmessern, was die Anschaffung zusätzlich günstiger macht und zudem erlaubt, mit einem kleineren Filtersystem von Cokin auszukommen. Die Rede ist hier vom 85mm- System. Ich habe das mit meinen Großbildkisten im Gebrauch und muss das eigentlich nur mit einem Satz Verlaufsfilter ergänzen und mir passende Graufliter anschaffen. Zudem lagert hier ja schon einiges im Fuji- Koffer, das man auch dafür hernehmen kann. In diesem Fall ist auch das einfach: Man braucht 52-, 62- und 72mm- Filter oder passende Adapter zum Cokin- System.

Auf der Negativseite muss man auch vermerken, dass die Handhabung von Pol- und Verlaufsfiltern nicht ganz so einfach ist, weil die Filtergewinde sich bei alten Zooms in aller Regel beim Fokussieren mitdrehen. Aber bei dem Preis muss man eine Konzession machen.

Was die Kompatibilität angeht, sollte mit den AIS- Gläsern auch die Blenden- und Programmautomatik nutzbar sein und mit dem AI-Glas nur die Zeitautomatik. Mir genügt das.

Gehen wir mal ein bisschen ins Detail

Was den tatsächlichen Zustand der Objektive angeht, habe ich anscheinend ein bisschen Glück gehabt. Im Normalfall haben ältere Schiebezoom- Nikkore die Eigenschaft, dass sich die Brennweite verstellt, wenn man den Zoomring nach vorn schiebt und das Objektiv um mehr als etwa 45° neigt. Das konnte ich so nicht feststellen. Ein 4,5/80-200 aus den 1970ern, das sich vor Jahrzehnten mal in meinem Besitz befand und hervorragend war, hatte diese Eigenschaft noch. Ein gutes Exemplar dieses Objektivtyps aufzutreiben, erwies sich allerdings als so gut wie unmöglich. Eigentlich wäre das mein Favorit gewesen.

Also gilt hier: Die beiden Schiebezooms machen in der Beziehung keine Probleme und erzeugen bei Benutzung nur die normalen Geräusche.

Was die Blendenringe angeht: Beim 25-50 und dem 35-105 sind sie leichtgängig; beim 80-200 ist er ein bisschen hakelig.

Der Rest ist wie schon erwähnt: Das 35-105 ist in der Tat neuwertig; das 25-50 würde ich als „leicht gebraucht“ bezeichnen und das 80-200 wurde offensichtlich schon sehr stark genutzt.

Was man aber im Hinterkopf behalten sollte, ist der Umstand, dass das Telezoom damals eher eine Profilinse war und aus den frühen 1980er Jahren stammt. Mit anderen Worten: Das gute Stück ist auch schon 35 Jahre alt.

Das 25-50 wurde vergleichsweise kaum genutzt. Es dürfte aus der ersten AI-Generation sein, die 1977 eingeführt wurde und dementsprechend rund 41-42 Jahre alt sein und ist damit das älteste im Trio.

Ähnlich lagert sich das beim 35-105. Dieser Brennweitenbereich ist heute sehr verbreitet, war aber zur Bauzeit(frühe 1980er Jahre) dank einiger Billigproduzenten sehr verrufen. Die Zielgruppe waren typische Amateure, die nach etwas Universellem suchen. Das mit der guten Auflösung dieser Gläser von Nikon ist eher eine Entdeckung der heutigen Zeit. Der Zustand war entsprechend: Wahrscheinlich wurden nur wenige Filme damit belichtet und dann verschwand es aus irgendeinem Grund in irgendeinem Schrank. Im Klartext: Es ist praktisch neuwertig.

Mehr weiß ich allerdings erst nach dem ersten Einsatz der Objektive.