Valley of Fire 2017

Auch dieses Mal zog es mich auf dem Rückweg vom Bryce Canyon wieder zum Valley of Fire bei Las Vegas. In der Hoffnung, neue Bilder zu finden uind vor allem Vergessenes und Übersehenes nachzuholen und andere Bilder ein bisschen besser zu machen.

Das Valley of Fire. Übersicht.

Dieses Mal ging es auch darum, ein bisschen Schwarzweiß zu machen und mal zu sehen, wie das mit der Pentax 645D so aussieht. Hier gleich mal der erste:

Felsen in SW.

Und zum Vergleich der Bildwirkung das selbe in Grün und natürlich farbig:

Der selbe Felsen in Farbe. Natürlich nicht in Grün, sondern in Rot/Blau.

Ob die gefühlte Wüstenhitze so oder so besser herauskommt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wenn man SW zu können glaubt, kann das auch so aussehen, wie dieser Kopf hier, der bei einem Erdbeben sicher nicht mehr an der alten Stelle zu finden sein wird:

Katzenschädel. Mit einem bisschen Phantasie zumindest.

Was mir immer wieder, auch schon bei den Altvorderen, aufgefallen ist, ist der eigentlich sehr geringe Kontrast zwischen Himmel und Motivteilen mittlerer Helligkeit. Vor allem in der Mittagszeit ist das so. Andererseits hat man an einigen Stellen dort auch nur um diese Zeit überhaupt Licht und damit Kontrast, was auch nicht zu unterschätzen ist.

Hauptstraße. Ohne Autos um die Mittagszeit ist das ein seltenes Motiv.

Das Stativ konnte dieses Mal meistens im Auto bleiben, weil es hell genug für kleine Blenden und kurze Verschlusszeiten bei ISO 200-400 gewesen ist.

Noch mehr Felsen.

Das obige Bild ist vor zwei Jahren schon mal in ähnlicher Form entstanden. Aber es gibt noch mehr, das ich ähnlich schon mal gemacht  habe. Nur sind es hier im Original wesentlich mehr Pixel und damit auch mehr Auflösung.

Der Fire Canyon.

Der Fire Canyon sieht übrigens tiefer aus, als er in der Realität ist. Ich würde den Höhenunterschied vom Aussichtspunkt bis auf den Grund vielleicht auf fünf Meter schätzen. Hier noch mal ein anderer Vergleich:

Ein anderer Felsen. Hier in Farbe.

…und das Gegenstück in Schwarzweiß.

Übrigens ist es auch sehr interessant, die Reaktionen der Amis auf Mitmenschen mit dicken Kameras zu beobachten. Ich hatte dieses Mal die Pentax 645D dabei, weil mein linker Ellenbogen nach einem Arbeitsunfall operiert wurde und das Ganze für die Fujis schlicht noch zu steif gewesen ist: Ich bin schlicht und einfach nicht mit der linken Hand bis ans Objektiv gekommen und konnte sie daher einfach nicht halten, vor allem nicht mit einem Teleobjektiv.

Auch in der Wüste wächst zuweilen etwas.

Das letzte Bild zeigt nur, dass es auch in den trockensten Gegenden Vegetation gibt. Es war Anfang Mai und die Temperatur dort lag bei 38°C im Schatten. Meiner Meinung nach war es viel zu zu heiß, um großartig herumzuwandern. Als Norddeutscher ist man solche Temperaturen einfach nicht gewohnt und man muss daher ein bisschen vorsichtig sein.

Zur Technik: Hier mit einer Pentax 645D und dem FS 4,5/45-85 und dem FA 4,5/80-160. Aufgenommen als DNG. Verkleinert und ein bisschen nachgearbeitet in Lightroom 6.

 

Worauf man bei einer Hotelbuchung so achten sollte

Eine Hotelbuchung kann auch mal verwirrend sein. Fujifilm X-T2 mit 2,8-4/18-55, Blende 2,8 bei 1/174stel Sek. ISO 400. Einfache Mehrfachbelichtung, gecroppt.

…wenn man Bilder machen will

Wenn man in einschlägigen Foren unterwegs ist, stellt man gelegentlich fest, dass viele Leute es nicht so mit der Stromversorgung haben und Dinge wie einen leeren Akku als Gesetzmäßigkeit abtun. Aus meiner Sicht ist das aber keine Gesetzmäßigkeit, sondern eher etwas, das manche Leute einfach nicht konsequent zu Ende denken. Auch hier gilt: Das ist allzu menschlich und es passiert einfach. Dabei ist das recht einfach, wenn man ein paar Dinge brücksichtigt. Mindestens einen Ersatzakku nicht nur zu haben, sondern auch voll geladen zu halten, ist die einfachste Übung. Wenn man aber auf Tour ist und das Hobby ausschweifend betreiben will, komme noch einige weitere Faktoren dazu. Man sollte immer im Hinterkopf haben, dass auch die größte Powerbank irgendwann mal leerfotografiert ist, falls man überhaupt daran gedacht hat, die Stromversorgung der Kamera zu sichern. Bekanntermaßen ist nichts peinlicher als eine wegen falscher Sparsamkeit unausgegorene Stromversorgung, die dazu führt, dass man keine Bilder machen kann. In frühreren Zeiten war das einfach: Wollte man zwei Filme verfotografieren, hat man vier eingepackt.

Dass der Computer ein Laptop sein muss, sollte klar sein. Aber mir fielen noch einige Dinge auf, vor allem in älteren und dadurch preisgünstigen Häusern. Hier mal eine USA-spezifische Liste:

  • Die Steckdosen sind in älteren Häusern manchmal nicht geerdet. Dann kann man den manchmal vorhandenen Mikrowellenofen abstecken und dessen Steckdose nutzen.
  • Der Workaround liegt darin, nur Geräte mitzunehmen, die nicht geerdet sein müssen. Also nur Geräte mit Euro- Flachstecker und zweipolige Adapter.
  • Beim Laptopkauf muss das dediziert beachtet werden. Ist ein Schukostecker am Netzteil, muss das tolle Gerät im Laden bleiben.
  • Wenn man die Adapter hat, kann man sich auch ein längeres Verlängerungskabel mit Mehrfachsteckdose besorgen. Aber: Nicht überlasten! Mit einem Laptop, zwei Ladegeräten für die Kameraakkus und einem für das Smartphone ist man meistens noch auf der sicheren Seite. Es wichtig zu wissen, dass man Euro-Flachstecker- Mehrfachsteckdosen mit Verlängerungskabel nur ohne VDE-Zeichen bekommen kann. Deren Betrieb ist in Deutschland nicht zulässig. Man sollte sich daran halten und sie, wie schon gesagt, auch im Ausland nicht überlasten.
  • Die Ladegeräte für die Kamera kann und sollte man durch USB- Ladeschalen ersetzen. Diese wiederum kann man auch im Auto nutzen, wenn man an einen entsprechenden Gerätestecker gedacht hat.
  • Wer mit ausreichend Weisheit beschlagen ist, beschafft sich zu den Ladeschalen einen USB-Lader mit drei bis fünf Anschlüssen und etwa 2 Ampere Leistung je Anschluss. Dann können alle anderen Ladegeräte zu Hause bleiben. Man hat so einfach weniger Gepäck.
  • Bei der Belastung der Kabel daran denken, dass man nur die halbe Wattleistung zur Verfügung hat: Man legt 110 V zugrunde, multipliziert das mit den maximal bei solchen Kabeln möglichen 2,5 Ampere und kommt auf 275 Watt, die das Konstrukt als Maximum vertragen kann. Wie oben erwähnt, das genannte Kit aus Laptop, zwei Batterieladern und einem für das Telefon endet bei etwa 90-200W, je nach Nutzungsart. Kommt der Fön dazu, gibt es Feuer!

Man sollte schon bei der Online- Buchung schon darauf achten, dass ausreichend Steckdosen vorhanden sind. Auf den Bildern der Hotelzimmer kann man meistens schon erkennen, wo welche zu finden sind. Will man sich die Haare unbedingt elektrisch trocknen, sollte man das nur an der Steckdose im Bad tun. Und an einen separaten und geerdeten Adapter mit Schuko- Anschluss denken. Gleiches gilt natürlich, wenn das Ladegerät für den Laptop entgegen meinen Empfehlungen einen Schukostecker hat. Dann sollte man „alles in Schuko machen“, weil es logistisch einfacher ist.

Eine weitere noch nicht erwähnte Möglichkeit ist auch, sich im nächsten Supermarkt mit einem US-Verlängerungskabel einzudecken. Die gibt es in der zweiadrigen Variante für Stromstärken bis 13 Ampere. Aber auch hier gilt, dass man, sobald irgendwas mit einem Eurostecker ins Spiel kommt, ab dem Eurostecker nicht über die oben genannten 275 Watt gehen sollte. Sinnvoll ist das allerdings nur, wenn man öfters in die USA fliegt. Diese Kabel haben meistens drei Ausgänge, so dass man sich mit billigen Eurostecker- Adaptern aus dem Versandhandel behelfen kann. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass meistens nur Längen bis 15′, also etwa 4,5 Meter, wirklich in den Supermärkten zu haben sind. Als sinnvoller haben sich allerdings mindestens 7,5 Meter erwiesen.

Man sollte auch das hier beachten: Wenn man die komplette Stromversorgung auf „USA“ umstellt, wie ich es vorhatte, kann das beim Zoll zu Problemen führen, wenn man am grünen Ausgang kontrolliert wird. Diese Probleme kann man mit den Adaptern vermeiden, weil dann offensichtlich ist, dass die Sachen in der EU gekauft wurden.

Woher das Ganze kommt, sollte klar sein: Ich war jetzt das zweite Mal mit Digitalzeug in den USA unterwegs und habe meine Erfahrungen gemacht und ausgewertet. In Europa ist das einfacher: Die Schukosteckdosen sind häufig anzutreffen; in Frankreich braucht man eigentlich keinen Adapter, wenn der Stecker der Mehrfachsteckdoe eine Bohrung im Schutzkontakt hat; bis Norditalien und in Polen sind sie auch verbreitet; die Niederländer nutzen sie auch und die Flachstecker passen fast überall. Immer adaptieren muss man in Großbritannien, in Dänemark(Flachstecker passen aber) und der Schweiz.

 

 

Die Fujifilm X-T2

Eine altbekannte Perspektive: Die Fujifilm X-T2 mit dem XF 2,8/14

Nun habe ich auch eine, eine Fujifilm X-T2. Gebraucht erworben, weil eine Neue als Zweitgerät eigentlich nicht lohnend ist und weil man sie aus zweiter Hand relativ günstig haben kann. Ein bisschen teurer als eine T20 war sie zwar, aber dafür bietet sie eben auch ein paar Gehäusedichtungen und einen zweiten Speicherplatz für die SD- Karten.

Mein Exemplar hatte bei Kauf rund 4800 Auslösungen hinter sich, ist also noch recht neu und ansonsten eine stinknormale T2 und nichts anderes. Immerhin kam mit der Kamera noch ein For-Free-Fremd- Ersatzuakku als kostenloses Gratisgeschenk für umsonst(Man muss das wirklich betonen). Aber schön, was da ist, ist da…

Die Kaufgründe

Wie alle, habe auch ich meine kleinen Ausreden, um mir eine solche Kamera anzuschaffen.

  • Mit dem Handgriff kann man bis zu 11 Bildern/Sek. aufnehmen.
  • Beide Speicherkartenschächte sind UHSII-fähig.
  • Schnellerer AF.
  • Der Schwenkmonitor hat sich bei einer anderen Kamera mal als hilfreich erwiesen und ist bei der X-T2 robust genug.
  • Preis: Etwas billiger als eine Pro2
  • Die Gehäusedichtungen machen sie spritzwasserfest.
  • Gebraucht ist der Preisabstand zu einer T20 eher gering. Man greift dann eher zu der robusteren Lösung.
  • Der Bildzähler der Kamera kann ausgelesen werden, wenn man sich die richtige Software beschafft. Und die ausgelesenen Zahlen sind korrekt.

Der Bildzähler kann mit dem aktuellen Exiftool ausgelesen werden. Auch das sollte man wissen. Für mich ist das ein kleineres Extra, weil ich mit dieser Kamera etwa weitere 7000 Bilder machen werde. Für potenzielle Käufer ist das ein guter Schutz vor einem zu teuren Kauf. Der Verkäufer meiner Kamera erwies sich in dieser Hinsicht als ehrlich.

Mein erster Eindruck

Nun, der war, wegen eines Bedienfehlers meinerseits, denkbar schlecht. Der Vorbesitzer hat sie mit einigen Effekten benutzt und ich hatte das beim ersten Testlauf in Berlin nicht bemerkt, weil ich im Hinterkopf davon ausgehe, dass man Effekte erst auf dem Computer hinzufügt. Entsprechend genügten die allerersten Bilder natürlich nicht meinen Vorstellungen. Zudem war diese Kamera noch mit der ursprünglichen Firmware versehen, Version 1.0. Momentan sind wir bei 2.1, die ich dann eben auch mal draufgespielt habe. Das scheint aber auch kein neues Phänomen zu sein. Die Pentax 645D, die ich als Sonderangebot neu erwarb, war auch mit der ersten Firmware- Version ausgestattet und bekam erst einmal ein Update. Und die war zum Zeitpunkt meines Kaufs schon über vier Jahre im Markt. Das alles ist aber normal. Manche Leute brauchen die Updates schlicht nicht oder sie haben einfach Angst um ihre Garantie.

Der kosmetische Zustand der Kamera ist als neu zu bezeichnen(das wird er wohl trotz pfleglichen Umgangs durch mich nicht mehr allzu lange sein…). Insofern kann man hier auch ein paar Rückschlüsse über die Verarbeitungsqualität der Kamera ziehen. Die ist gut, besser sogar als bei der X-Pro2, wie ich finde.

Auch hier sieht man den guten Zustand der Kamera. Neuer als neuwertig…

Der Autofokus ist aus meiner Sicht nicht schneller als der der X-Pro2; allerdings kann man die Kamera mit dem Batteriegriff noch ein bisschen boosten. Ich traue dem AF nach einem Testlauf bei Funzellicht in meiner Dachkammer je nach Anwendung und Objektiv konservativ geschätzte etwa vier scharfe Bilder pro Sekunde zu. Zumindest mit dem 2,8-4/18-55 sollte das so sein. Das habe ich dafür benutzt. In einem Entfernungsbereich von etwa 2,5 bis drei Metern, damit das nicht zu leicht für die Kamera wird. Im Kameramenü kann man das einstellen, indem man die langsamere Einstellung für Reihenaufnahmen auf diese Bildfrequenz einstellt.

In der Bedienung gibt es einige Unterschiede, die ich erst herausfinden musste. So habe ich, Knöpfe in der Mitte anderer Knöpfe nur als Entriegelung beim Draufdrücken kennend, zuerst einmal nicht realisiert, dass man auch bei der ISO- Einstellung zuerst entriegelt, dann verstellt und dann wieder verriegelt. Gleiches gilt auch für die Verschlusszeiteneinstellung. Das sind Kleinigkeiten, aber man muss bei den ersten zwei bis drei Verstellungen daran denken. Ansonsten ist es fast wie bei der X-Pro2. Man findet alles wieder und einiges ist dank Wahlschaltern auch leichter zu erreichen als bei der X-Pro2.

Das Bedienfeld. Schön klassisch.

Wer genau hinsieht, kann die kleinen Wahlschalter unter dem Zeiten- und dem ISO-Rad deutlich erkennen:

Die Kehrseite mit benutzem und unvermeidbar nasenfetthaltigem Monitor.

So lassen sich die Aufnahmegeschwindigkeiten nicht mehr nur per Funktionstaste einstellen, sondern mit einem richtigen Schalter. Gleiches gilt auch für die Belichtungsmessung, die immerhin vier verschiedene Modi anzubieten hat, inkl. der mittlerweile obligatorischen Spotmessung. Manchmal gilt halt: Konservativ rulez…

Der erste Ausflug

Wie öfters, bin ich mit der Kamera mal wieder im Harz gewesen, um sie anzutesten. Dieses Mal waren es Rübeland und mal wieder das Okertal.

Oker. Mit dem 55-200, Blende 9 bei 1/15tel Sek. mit Stabilisator. ISO 400.

Das von mir schon mit mehreren Kameras aufgenommene Bild oben wurde nur in SW gewandelt und ein bisschen nachgeschärft. Ich habe die meisten Bilder in SW konvertiert, weil so schneller augenfällig wird, wie tolerant das ganze System gegenüber Fehlbelichtungen ist. Das kann man in diesem Fall sehr schön an den Lichtern, hier in Gestalt des fließenden Wassers, erkennen. Im Original ist noch Zeichnung. Und die Schatten sind auch nicht zu dunkel.

Wald im Okertal. Mit dem XF 2,8-4/18-55, Blende 10 bei 1/105tel Sek., ISO 400

Auch bei diesem Bild wird das eben gesagte deutlich. Hier sind die Spitzlichter in den Wolken zu finden und man könnte noch ein bisschen mehr Zeichnung oder Dramatik hineinbringen, wenn man das entsprechend nacharbeitet.

Auch aus dem Okertal. Auch das XF 2,8-4/18-55. Blende 10 bei 1/55stel Sek., ISO 400.

Dieses Bild wurde in Lightroom nachgearbeitet, um nicht zu vergessen, wie man gute SW- Qualität erzeugen kann. Auch hier ist übrigens genügend Zeichnung in den Lichtern.

Rübeland. Blende 13 bei 1/220stel Sek., ISO 400. Mit dem XF 3,5-4,8/55-200.

Auch diese Bild wurde ein bisschen nachgeschärft. Aber wie bei allen anderen auch, durfte der Dreibeiner dieses Mal im Auto bleiben.

Rübeland in Grün. Mit dem XF 3,5-4,8/55-200. Blende 11 bei 1/60stel Sek. ISO 400

Besonders wichtig und oft heikel sind Haut- und Grüntöne. Grün konnte Fuji eigentlich schon immer, wenn man mal an die Filmschachteln von denen denkt. Auch hier ist das schön fruchtig und saftig, wie es sein soll.

Noch ein Waldstück bei Rübeland. mit dem XF 3,5-4,8/55-200. Blende 11 bei 1/75stel Sek. ISO 400.

Die Bildqualität

…ist zumindest bei den ersten Versuchen wie bei der X-Pro2. Man hat weder bei den RAWs noch bei den JPEGs Grund zur Klage. Allerdings zeigt sich, dass das 18-55 und das 55-200 allmählich an ihre qualitativen Grenzen zu kommen scheinen. Das ist aber bei Zoomobjektiven normal und bei einigen anderen Anbietern immer noch wesentlich schlechter. Bisher stimmt sie allerdings noch. Gut wird das bis zu geschätzten 800 ISO. Danach fällt die Qualität deutlich sichtbar ab, bleibt aber bis 6400 ISO durchaus auch bei höheren Ansprüchen noch verwendbar. Für eine APS-C-Kamera ist das eigentlich sehr gut. Das sollte man auch sehen. Und die allermeisten Konkurrenten sind eher schlechter.

Die Geschwindigkeit

Vor allem die Datenspeicherung sollte mit den richtigen SD-Karten in den Schächten deutlich schneller vonstatten gehen als bisher mit den UHS1- Modellen wie der X-E2 und der X-Pro1. UHS-II ist deulich schneller und man merkt das. Vor allem bei der Speicherung der RAW-Daten ist man damit sehr im Vorteil, wenn es um Speed geht.

Deshalb hier mal wieder meine Empfehlung: Eine neue Kamera braucht neue Speicherkarten. Die in der X-E2 und der X-Pro1 von mit verwendeten Karten sind nur halb so schnell und damit für ausdauernde Serienaufnahmen nicht so gut geeignet wie neuere Modelle. Ich verschenke meine gebrauchten Karten grundsätzlich an den nächsten Nutzer, wenn ich die Kamera verkaufe.

Das wesentliche Upgrade zur X-Pro2 ist die Möglichkeit, in beiden Schächten auch UHS2-Karten wirklich nutzen zu können. Bei der X-Pro2 geht das nur im ersten Kartenschacht. Für das Ablegen der RAWs auf der ersten Karte und der JPEGs auf der zweiten ist das ausreichend. Aber man hat auch nur diese Möglichkeit, wenn es mit dieser Kamera mal schneller gehen soll und man die JPEGs sofort haben will. Nimmt man ausschließlich in RAW auf, wird die X-Pro2 bei Serienaufnahmen langsamer, wenn die erste Karte voll ist. Auf der anderen Seite finden rund 1200 Bilder im komprimierten RAW-Format Platz auf einer 32GB- Karte. Und diese 1200 Bilder wollen erst einmal gemacht sein.

Video

Video geht mit der X-T2 auch in 4K. Das allerdings nur bis 29,97 Frames im Vollbildmodus. Normales Full HD geht auch mit höheren Frequenzen. Ich habe das aber nicht in aller Tiefe überprüft, weil das bei mir nicht der gedachte Verwendungszweck der Kamera ist und mir geeignete Software für die Videobearbeitung fehlt. Wenn ich Filme drehen würde, hätte ich wahrscheinlich geeigneteres, z.B. eine Blackmagic Cinema oder einfach einen besseren Camcorder. Schon der robusteren Mikrofonanschlüsse und des besseren Tones willen. Ich gehe für jetzt nach einem kurzen Testlauf davon aus, dass zumindest die reine Aufnahmequalität soweit stimmt. Den AF habe ich nicht in diese Richtung angetestet. Nur der Vollständigkeit halber: Das Aufnahmeformat ist anscheinend Quicktime. Man kann es zumindest mit dem Media Player 12 abspielen.

Ein erstes Fazit

Auf meinem ersten Ausflug damit habe ich schon mal festgestellt, dass man sehr gut damit arbeiten kann. Wenn man sich die etwas speziellen Ein- und Ausschalter auf dem ISO- und dem Zeitenrad einmal verinnerlicht hat, kommt man sehr gut damit klar.

Geändert hat sich auch hier die Größe der Bedienknöpfe. Man hat endlich mal an Leute gedacht, die im Winter Handschuhe tragen und diese Rädchen schön griffig ausgeführt. Zudem sieht die Kamera so noch ein bisschen robuster aus. Sehr begrüßenswert.

 

Bryce Canyon

Das Amphitheater.

Wer A sagt, muss auch Bryce sagen. Wie in allen Orten, an denen ich gewesen bin, war die Hotelübernachtung am Bryce Cayon recht teuer. Also zog es mich dieses Mal zur Übernachtung nach Panguitch, einem netten kleinen Städtchen unweit vom Bryce Canyon. Fahrtdauer rund eine halbe Stunde. Das war während dieser Tour neben der Fahrt zum Point Lobos(20 Minuten ab Seaside) die schnellste Verbindung.

Amphitheater die Zweite.

Wer vom Grand Canyon dorthin will, dem sei entweder der Highway 89 nahegelegt oder eine Strecke durch den Grand Canyon, wenn man schon mal den Annual Pass hat. Die ginge von Williams über den Highway 64, dann durch den Canyon und dann erst auf die 89. Die Schwäche sollte auch klar sein: Die Strecke ist länger und man braucht ein bisschen Zeit dafür, weil man dann doch mal anhält, um die Aussicht zu genießen.

Amphitheater die Dritte.

Geschichtlich sieht es laut Wikipedia so aus, dass der Park um 1850 zum ersten Mal besiedelt wurde. Benannt wurde er nach Ebenezer Bryce, der sich um 1875 dort ansiedelte und dort am Bau einer Straße und eines Bewässerungssystems beteiligt war.

Arch.

Der Park selbst wurde 1923 zum National Monument erklärt und ist seit 1928 Nationalpark. Der dortige Scenic Drive ist ab 1931 entstanden.

Auch hier hatte ich nur einen Tag und daher den Fokus auf die Übersichten. Anderes ist so schnell halt nicht machbar.

Andere Ansicht.

Wie man auch sehr schön sehen kann, liegt dort oben an einigen Stellen noch Schnee. Die Schmelze lag in den letzten Zügen, was für Anfang Mai dort nicht ungewöhnlich ist.

Eine andere Übersicht.

Die deutlich erkennbaren Wolken sehen zu meiner Überraschung sehr photoshopmäßig aus. Ich hann aber versichern, dass sie so im Bild waren, wie man das hier sehen kann.

Noch was mit Wolken, in SW.

Fernsicht.

Mit dem Wetter hatte ich am Bryce Canyon ein bisschen mehr Glück. Die Sonne schien und es war klar, was eher selten vorzukommen scheint.

Hoodoos.

Hoodoos werden sie genannt, die Felstürme, die man überall dort sehen kann, vor allem die im Amphitheater am Inspiration Point, wo auch die ersten drei Bilder entstanden sind. Man sagt diesen Felstürmen nach, dass sie auch heute noch durch Regen und ablaufendes Schmelzwasser fleißig vor sich hin erodieren. Sie ändern also immer noch ihr Aussehen und ihre Form, auch wenn es vermutlich Hunderte von Jahren dauern dürfte, bis diese Veränderungen wirklich erkennbar werden.

Zur Technik: Wie alles auf diesem Trip Pentax 645D mit dem 45-85 oder dem 80-160. Aufgenommen als DNG und gewandelt entweder in Lightroom oder in Photoshop Elements 13(jaja, ich weiß, dass sich mal updaten sollte!). ISO eigentlich immer bei 200, damit auch wirklich viele Details erhalten bleiben. Es ist halt noch ein CCD-Sensor.

 

Was einem mit der Dicken in USA so alles passieren kann

Die 645D im Joshua Tree Nationalpark. Handyfoto mit entsprechender Qualität. Eine Kamera kann sich nun mal nicht selbst fotografieren…

Wie bereits erwähnt, war ich jetzt mal mit der 645D in den USA unterwegs. Hier mal ein paar Reaktionen:

Grand Canyon

Einige Fragen nach den Kameraeinstellungen hinsichtlich Belichtung von einigen Anfängern, die mich wohl für einen möglicherweise bekannten Experten hielten. Der Grund liegt, wie überall, darin, dass sowas sehr auffällig ist. Dort liefen auch die meisten Leute herum, die versuchten, mein Herumgemache irgendwie mit einem Smartphone nachzuahmen. Was so natürlich nichts wird. Sehr amüsant war die Begegnung mit einige Leuten aus den Niederlanden(ein Indian- Fanclub). Mit den Indians sind hier die Motorräder dieser Marke gemeint.

Point Lobos:

„Ist das die neue Fujifilm?“ Was ich natürlich verneinen musste. Der Mann, der danach fragte, zog selbst fotografierend durch die Gegend und war neugierig. Interessant sind auch Wanderer: Ich konnte meinen Dreibeiner auch an der engsten Wegstelle aufbauen. Es wurde immer gewartet. War ich aus genau dem Grund am „Platz machen“, wurde ich äußerst freundlich darauf hingewiesen, dass ich doch erst mein Bild machen solle. Vereinzelt gab es auch Hinweise im Bezug auf Fotomöglichkeiten, interessanterweise auch von Voluteers der Point Lobos Foundation. Nachahmer gab es nur vereinzelt.

Yosemite:

Auch dort wurde die Kamera Gesprächsstoff. Dort war es ein „Bruder im Material“, der mich auf das Gerät ansprach und mit dem ein bisschen Fachsimpelei angesagt war. Ein dezenter Hinweis auf meinern Luxus- Kabelauslöser für fünf Euro brach das Eis dann wirklich und ich hatte die Lacher auf meiner Seite. Yosemite ist ein sehr schöner Park, nur hatte ich dieses Mal Pech mit dem Wetter und etliche Straßensperrungen und Überflutungen störten mich. Daher fand Yosemite nur an einem Tag statt.

Valley of Fire

Dort sind mir zwei Herren auf Harley- Motorrädern begegnet, die sich meine Aktion auch erstmal eingehend betrachten mussten. Die fanden das ganz cool und kamen aus New York. Auf ihren Harleys übrigens.

Insgesamt kann man also sagen, dass die Amis dem Thema Fotografie gegenüber sehr offen sind und dass man so eine Kamera durchaus mitnehmen kann. Wirklich negative Reaktionen gibt es eigentlich nie.

 

 

Wipshausen. Mal wieder 645D. Mal wieder Kopfweiden…

Endlich mal gutes Wetter und jemand, der frei und ein bisschen Zeit hatte. Entstanden sind die Bilder bei Wipshausen in der Nähe von Peine.

Kopfweidenstamm.

Kopfweiden sind sehr alte Kulturpflanzen, die schon seit Jahrhunderten angebaut werden, um Material für Körbe und den Hausbau zu gewinnen. Man kann einfach einen Ast in den Boden eingraben und dann wächst sie schon mal, die Weide. Dann muss nach einiger Zeit den neu entstandene Stamm von seinen Ästen befreit werden. Der Stamm bildet so einen Kopf aus, aus dem neue Zweige zur Weiterverarbeitung nachwachsen. Die Altvorderen haben die Weidenstämme als Zaunpfähle verwendet und so einen mehrfachen Nutzen aus diesen Bäumen gezogen. Die Zaunpfähle schlugen einfach Wurzeln.

In modernen Zeiten braucht man das in dieser Form nicht mehr. Die Bäume sind halt da und sie bilden einen wichtigen Lebensraum für Hunderte Insekten- und einige Vogelarten. Die Stämme dieser Bäume verfaulen von innen, so dass die Äste nur auf der Außenhülle wachsen können. Werden sie zu schwer, bricht der Stamm nach einiger Zeit auseinander. Das Ergebnis ist dann eine neue Weide, wenn einer der Äste Bodenkontakt bekommt.

Detail. Hier ist ein Ast ausgebrochen.

Auch hier zeigte sich, dass das 45-85 eine ziemlich gute Linse ist. Wo es scharf sein sollte, war es scharf. Sehr scharf.

Ein anderes Detail.

Hier sind Äste zu sehen, die eigentlich schon zu dick sind.

Entstanden sind die Bilder bei Wipshausen. Als Kamera diente die Pentax 645D, als Objektiv nur das 45-85. ISO bei allen Aufnahmen bei 400. Programmautomatik und meistens Blende 9. Verschlusszeiten zwischen 1/250stel und 1/640stel Sekunde.

 

Gorges du Verdon

Auch lohnend: Die Gegend um die Verdonschlucht.

Wer nicht genug von Fotos aus bergigen Regionen kriegen kann, sollte auch mal eine Woche rings um die Verdonschlucht verbringen und ein bisschen in der Gegend um Castellane Ferien machen.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Die Gegend ist gut mit dem Auto zu erreichen; etwa 12-13 Stunden Fahrt mit dem Auto ab Peine.
  • Man kann mit einem bisschen Suche auch heute noch sehr preiswert unterkommen, wenn man sich die Mühe macht, ein bisschen früher und außerhalb der Saison zu buchen.
  • Die Region ist relativ übersichtlich.
  • Die Küche ist in der Gegend gut und nicht billig, aber preiswert.

Felsen. In SW…

Diese Überlegungen sollte man anstellen:

  • Im Sommer ist es in der Provence oft sehr heiß. Im Juli können das schnell mal 40°C werden.
  • Wenn man campt, kann es sinnvoll sein, sich Dosenfutter mitzubringen. Lebensmittel sind in Gegenden mit vielen Campingplätzen recht teuer.
  • Im Sommer dampft die Gegend zuerst regelrecht und dann reicht ein Funke für einen kapitalen Waldbrand. Auch das sollte man bedenken.
  • Zumindest auf den Hinweg ist es sinnvoll, unterwegs eine Zwischenübernachtung einzulegen. Das Fahren durch die Alpen und ihre Serpentinen verlangt Konzentration. Auf dem Rückweg kommen zuerst die Serpentinen und dann die Autobahnen. Man kann so mit ausreichend Pausen durchfahren.

Am billigsten ist es übrigens, auf einem dem Campingplätze im Umfeld der Schlucht ein Mobilheim zu mieten. Wenn man mit mehreren Leuten reist, kostet das richtig wenig, verglichen mit einem Hotel. Komfortabler als ein Hotel ist es nicht, aber man kann sich sowohl selbst versorgen als auch Essen gehen. Einige Plätze haben auch Restaurants und einen Frühstücksservice im Angebot.

Die Anreise

Am besten ist es eigentlich, wenn man die Route A2/7/5 bis Freiburg fährt und dann den Weg durch die Schweiz nimmt. Bei den Autobahngebühren macht das allerdings nur einen kleinen Unterschied aus. Tanken sollte man in Deutschland in Freiburg. Mit einem nicht zu großen Diesel reicht das dann in der Regel sicher bis Castellane. Es ist in Frankreich auch nicht mehr so, dass gerast wird, wie noch vor etwa 20 Jahren, wie ich beobachten konnte.

Was man dabei haben sollte

  • Obligatorisch ist natürlich die Kamera.
  • Ich hatte das 18-55, das 55-200, das 14, 23, 35 und das 56 in der Tasche. Im Grunde ist das dieselbe Kombi, die auch mit in die USA geflogen ist. Die Kameras waren die X-Pro1 und die E2.
  • Auch bei der Stromversorgung gilt immer noch die Regel, dass ein Akku mehr besser ist als zwei zuwenig.
  • Steckdosenadapter braucht man nicht. Unsere Schukostecker sind so gemacht, dass sie auch in französische Steckdosen passen. Die EU macht’s möglich.
  • Sinnig ist es, sich für das Smartphone eine Europaflat zu beschaffen. Das kann separat sein oder im eigenen Handyvertrag inbegriffen.
  • Hier hatte ich bereits auf den schnelleren Rechner umgestellt. Der Laptop war hier schon ein i5-2540, der sich als ausreichend schnell erwiesen hatte.
  • Stativ nicht vergessen und
  • …an Polfilter denken.

Durch die hohen Temperaturen ist es schwierig, sich durch den Dunst zu filtern. Man kommt im Hochsommer, als ich dort war, nur morgens und sehr spät abends an halbwegs klare Landschaftsbilder. Auch das sollte man bedenken.

Baumwurzel.

Bei Aufnahmen solcher Details wie der obigen Baumwurzel ist das natürlich nicht relevant, aber beim nächsten Bild schon.

Schlucht.

Im Hintergrund sieht man, wovon die Rede ist. Das Bild ist sehr stark nachgearbeitet, um einerseits etwas Dunst drinzulassen und andererseits ein klares Bild zu haben.

Eine klare Fernsicht.

Die Wolken allein können schon sehr interessant sein. Man muss das eben auch sehen und bis zu Abend warten.

Fernsicht.

Das Licht ist in Frankreich sehr schön. Was Van Gogh dereinst in Arles gesehen hat, mag man sich nicht vorstellen. Für mich geht es diesen Sommer noch auf einen Kurzausflug dort hin.

Auch hier gilt das mal über Point Lobos Gesagte, auf das man manche Stadtmenschen immer wieder hinweisen muss:

  • Niemals im Freien rauchen! Besonders Stadtmenschen müssen immer wieder darauf hingewiesen werden, weil die oft noch nie einen Waldbrand erlebt haben; ich aber seit meiner Kindheit schon des öfteren. In Gegenden wie dieser ist die Waldbrandgefahr nochmals deutlich höher als in Deutschland in der Lüneburger Heide oder anderen trockenen Gegenden!
  • Wie in Deutschland: Wanderer bleiben auf den Wegen. Für Detailaufnahmen gibt es Teleobjektive. Auch das ist eine Binsenweisheit, die aber in bergigen Gegenden  lebenserhaltend sein kann.
  • Keinen Abfall liegen lassen. Wenn man eine Glasflasche zerstört hat, was vorkommen kann, auch den letzen Splitter wieder einsammeln und das Ganze im Hotel entsorgen, wie allen anderen Abfall auch. Mit Plastik passiert das z.B. nicht.
  • Immer umsichtig handeln und freundlich zu denen anderen sein.
  • Vorsichtig fahren. Einen Motorradunfall durfte ich „bewundern“. Das war kein schönes Bild.
  • Wie immer: Genug Wasser im Rucksack mitnehmen.

Wurzel.

Castellane

Castellane ist eine der kleinen Städte dort, in der es eine Anzahl guter und preiwerter Campingplätze mit Mobilheimen gibt. Übernachten kann man aber auch im Umfeld. Seranon ist z.B. relativ preiswert und die dortige Feier am Nationalfeiertag eine Art regionale Großveranstaltung. Der Ort selbst ist mit rund 1600 Einwohnern eher klein. Zum Einkaufen kann man entweder nach Grasse fahren oder sich in Dingne-Les-Bains eindecken. Wenn man dann schon in Grasse ist, ist auch ein kleiner Ausflug nach Cannes drin, das nur etwa 20 km davon entfernt ist.

Noch ein Felsen in der Verdonschlucht.

Grasse wiederum ist für Parfumfans interessant. In der Gegegend wird bekanntermaßen Lavendel im großen Stil angebaut, der von der dortigen Industrie verarbeitet wird. Cannes dagegen bietet Dinge wie Jachten im Hafen gucken und ein bisschen beachen. Wer darauf steht, für den lohnt das. Ich habe mir Cannes angesehen und werde nicht wieder hinfahren…

Andere Sicht auf die Schlucht

Wer nicht denken will, nimmt ein Bild:

Der Fluss, der hier nicht zu sehen ist.

…und macht mit dem nächsten weiter:

Noch eine andere Ansicht.

Wenn man schon mal dabei ist:

Sensation of weitere Ansicht.

Noch eine Ansicht. Immer noch pralle Farben…

Noch ein Felsen.

Struktur einer Baumwurzel.

Gemacht wurde alle Bilder in der Gegend um die Verdonschlucht und Castellane. Genutzt wurde das oben genannte Equipment. Ansonsten das Übliche: Polfilter auf den Gläsern und Nachbearbeitung in Lightroom und Photoshop. Entstanden sind die Bilder in 2015. Es war halt keine Zeit und ein bisschen was braucht man auch als Reserve.

Mein nächster Frankreichausflug wird mich zu den Rencontres in Arles führen, die ich mir nach langer Zeit mal wieder anzusehen gedenke. Die Ausstellungen dort sind für Interessierte bekanntlich sehr lohnend.

 

Mal draußen mit der 645D

Baum, was sonst. ISO 800, 1/160stel bei Blende 6,3; Brennweite 75mm

Nach einem Arbeitsunfall mit einer hässlichen Verletzung des linken Ellenbogens und einer gewissen Rekonvaleszenzzeit hat sich bei der Pentax noch ein anderer Aspekt für mich als wichtig herauskristallisiert. Ich habe zu meiner Überraschung festgestellt, dass sie sich zusammen mit dem 45-85 ganz hervorragend als Trainingsgerät eignet, sobald man von der eigentlichen Physiotherapie in die Ergotherapie übergeht. Das findet normalerweise statt, wenn die (in meinem Fall operierte) Bruchstelle soweit wieder verheilt ist, dass man sie belasten kann. In solchen Fällen kommt es trotzdem vor, dass es Schmerzen gibt, wenn man beginnt, den noch steifen Ellenbogen wieder zu belasten. Dank ihres Handgriffes kann man diese Belastung sehr gut verteilen: Die intakte rechte Hand hält die Kamera und die Linke zoomt und dient bis in den Schmerzbereich hinein als Stütze. Als ich meinen durchaus besorgten Arzt über dieses eigenartige Hanteltraining informierte stand dem guten Mann im Anbetracht des erwähnten Gewichts dieser Kombination die Angst im Gesicht. Wie sich bei der Röntgenkontrolle herausgestellt hat, waren die Ängste unbegründet und mein durchaus vorsichtiger Ansatz richtig. Das ist aber nur zu empfehlen, wenn man wirklich planvoll vorgeht und zufällig so eine Kamera im Besitz hat.

Abgesehen davon: Ich konnte einige Bilder machen und danach auch noch schmerzfrei mit dem Auto nach Hannover reiten und meinem Stammhändler einen Besuch abstatten, um zu sehen, was es Neues und eventuell Interessantes im Sortiment gibt. Shoppen bedeutet ja nicht, dass man gleich noch mal einen Tausender im Laden lässt…

Wie immer, wenn ich etwas neu starte, suche ich zuerst mal einen Park in der Nähe meines Wohnortes auf und suche dort nach Motiven. Dieses Mal musste ein Baum herhalten, der gerade im richtigen Licht stand.

Der selbe Baum. 1/125stel bei Blende 8. ISO 800. 85mm Brennweite.

Das Wetter war schön; die typische und seltene Wintersonne schien auch mal und daher konnte man das Wetter auch ein bisschen genießen. Kalt war’s aber trotzdem noch.

Immer noch derselbe… Auch hier ISO 800 und 1/125stel bei Blende 8.

Man sieht hier Bereits: „Sone lacht, Blende Acht.“ Zumindest, wenn man an der Lichtempfindlichkeit noch ein bisschen schrauben kann. Wer mag, kann ja rechnen und stellt fest, dass man bei ISO 100 schon bei der Fünfzehntel liegen und ein Stativ brauchen würde. In Großformat wäre das schon eine ganze Sekunde, weil man noch weiter abblenden müsste.

Natürlich ist das immer noch derselbe Baum… 1/12stel bei Blende 6,3. ISO 800.

Was die technische Seite angeht: Wie in den Bildunterschriften zu sehen ist, stand die Kamera auf ISO 800. Die Bilder rauschen trotzdem nicht. Aufgenommen wurde im DNG-Format, gewandelt in Lightroom. Ein bisschen Schrauben an den Schwärzen ist für mich Pflicht, weil das Ganze sonst zu grau erscheint; die Mikrokontraste sind ein bisschen nachgearbeitet, um mehr Leuchtkraft zu bekommen. Benutzt habe ich die Programmautomatik und die dazu gehörige Shiftfunktion.

Übrigens liegt die Kamera trotz ihrer Größe und ihres nicht unerheblichen Gewichts sehr ruhig in der Hand. Einige Aufnahmen habe ich auch noch mit längeren Zeiten gemacht und auch die waren meistens scharf: Eine von 25 Aufnahmen war aber trotzdem verwackelt. Allerdings hatten sie gewisse gestalterische Mängel, was auch der Grund ist, warum sie hier nicht zu sehen sind. Es war allerdings auch die erste Freiluftübung damit.

 

Pentax 645D- Der Diesel unter den Mittelformatern

Pentax 645D mit 2,8/55. Hier schon mit rund 300 Aufnahmen auf dem Tacho.

Ich konnte nicht anders. Geflirtet habe ich schon länger damit, aber irgendwann schneite ein Sonderangebot herein, dem ich nicht widerstehen konnte. Eine 645D stand bei einem Händler zu einem sehr guten Preis im Fenster.

Wie unter Interessierten durchaus bekannt ist, sind digitale Mittelformatkameras im Normalfall sehr teuer und die Objektive sind es noch mehr. Was auch allgemein bekannt ist, ist das Faktum, dass die manuellen Objektive der Film-645 bis hin zur Blendensteuerung kompatibel damit sind. Zudem sind diese Objektive hochwertig in der Abbildungsleistung und sehr preiswert zu haben. Wenn man einen Vergleich anstellt, führt der zu dem Schluss, dass so ein Unterfangen nicht teurer sein muss als eine Canon 5DS mit zwar ein paar Pixeln mehr, aber mit weniger guten Optiken. Zumindest die Canon- Objektive halte ich nach meinen Erfahrungen erst ab der neuesten Generation für wirklich so weit konkurrenzfähig, dass die Pixel der Kamera auch nur annähernd ausgebeutet werden können. Auch wenn andere Leute da anderer Meinung sind. Nur ficht mich das nicht an: Bei den Konkurrenten wie Nikon oder Sony ist das auch so.

Danach kann man mal ein paar Überlegungen anstellen:

  1. Welche Motive sollen fotografiert werden?
  2. Welche Brennweiten werden wirklich gebraucht?
  3. Muss eine schnelle Kamera wirklich sein?
  4. Braucht oder will man große Abzüge?
  5. Wie sind die Gesamtkosten?
  6. Wie finanziert man das Ganze?

Am Anfang steht Frage 1:

Bei mir meistens Landschaften. Mit Brennweiten zwischen in der Regel 28 und 300 mm, verglichen mit Kleinbild als Antwort auf Frage 2. Die Antwort auf Frage drei ergibt sich daraus: Eine superschnelle Kamera ist nicht notwendig; es reicht, wenn die Datenspeicherung der RAWs in angemessenen Zeiträumen abläuft. Frage 4 ist bei mir ein „ja“: Ich will durchaus große Abzüge Die Gesamtkosten und die Finanzierung kann man sich so beantworten:

  • Kamera mit Standardlinse 55/2,8. Die muss erst gekauft und bezahlt sein.
  • Sieben Objektive insgesamt. Zum 55er noch ein 120er Makro, ein 150er, ein 35er, ein 45er und ein 200er Tele. Ein 300 ist in Planung; letzteres sollte in der 6×7-Version sehr preiswert zu haben sein und nach dem anderen muss man etwas suchen und Geduld haben. Das kann man meistens mit etwa 20% des Neupreises der FA-Linsen kalkulieren.
  • Finanzieren kann man das durch den Verkauf von Gebrauchtgerät. Ich habe meine Sammlung aus Leica- Kameras aufgelöst. Meine Bronica wird mich auch verlassen; eine meiner kaum noch genutzten Großbildkameras ebenso und diverse Adapter von anderen Systemen liegen hier auch noch herum und sind überflüssig.
  • Über die Finanzierung schweige ich mich hier mal aus. Wer rechnen kann und gutes Gebrauchtmaterial abzugeben hat, kann sie unter Umständen quasi-umsonst haben, wenn er oder sie die eigene Wohnung von einigem Ballast befreit und Überflüssiges in Geld verwandelt. Das muss sich jeder selbst kalkulieren.
  • Klar ist aber das hier: Ein Rollfilm inklusive Entwicklung liegt in den Kosten bei etwa fünf Euro, wenn man zu Foma greift, nur in SW arbeitet und die Filme selbst durch den Entwickler nudelt. Man braucht aber nicht nur Material zum Entwickeln, sondern auch Gerät, um Abzüge machen zu können und einen Raum, in dem das alles seinen Platz findet. Anders herum: Wenn man auch in Farbe arbeitet, liegt das Gleiche mittlerweile bei etwa sieben bis zehn pro Film. Man muss also je nach Nutzerprofil etwa 800-1200 Filme verschießen, um die Kamera nebst Objektiven auf „Null“ zu amortisieren. Das sind etwa 12-18000 Aufnahmen in 4,5×6. Will man das digital verarbeiten, kommen die Kosten für einen geeigneten Scanner dazu. Der macht auch 1500 Euronen aus, wenn man günstig einkauft. Bei einem nicht vorhandenen Scanner muss man einen Service bemühen. Der kostet in ordentlicher Qualität (4000 dpi) auch noch mal rund 2,60 in JPEG pro Bild, wenn man günstig liegt und die Bilder nicht nacharbeiten lässt. Der Preis ist von einem Dienstleister aus Hannover. Allerdings wird niemand alle Negative einscannen, sondern wahrscheinlich nur die Guten, also wohl etwa 10% aller Aufnahmen. Dann kommt man bei Kosten von 3900 an , wenn man von 1500 Bildern ausgeht.
  • Was man dabei aber immer im Auge behalten sollte, ist, dass so eine Kostenaufstellung zwar mathematisch korrekt ist, am Ende aber der Hedonismus den Sieg davonträgt. Mit anderen Worten: Der Ansatz oben ist reine Theorie. Der Durchschnitt drückt in Digital etwa fünf- bis zehnmal häufiger aufs Knöpfchen als er das bei Film tut. Andererseits ist die Ausbeute bei Film höher. Die liegt meistens bei 10% gegenüber einem Prozentchen in Digital. Für einen Amateur ist es einfach so: Amateure sind meistens Gearheads und solche Leute sind immer an Werkzeug interessiert, wenn es gut ist. Es soll immerhin auch Leute geben, die alle sechs bis zwölf Monate neues Gerät erwerben; und zwar nicht, um die Ausrüstung auszubauen, sondern ausschließlich, um ein anderes System anzutesten. Mit anderen Worten: Würde man nicht fotografieren, hätte man auf dem Sektor gar keine Kosten. Bilder kann man prinzipiell auch mit dem Smartphone machen. Aber wie war das noch mit dem Werkzeug, das ordentlich sein muss?

Frage 5 muss man sich individuell beantworten. Ein gutes Objektivkit aus ein paar Objektiven ist bei einer Kleinbildkamera, zu deren Spezies die meisten Modelle mit vielen Pixeln gehören, ebenso teuer wie bei einer preiswerten Mittelformatkamera wie der Pentax. Im Klartext: Wenn man die Milchmädchenrechnung mal aufmacht, sieht das so aus:

  • Ein neues Telezoom für das Kleinbildformat liegt bei 1800-2000. Nicht ganz Vergleichbares, z.B. ein 150-300 liegt auch in der Gegend.
  • Betrachtet man das in Gebraucht, zahlt man für ein halbwegs aktuelles Telezoom für den Kleinbildbereich etwa 75-80% des Neupreises; im Mittelformat nur etwa 50%. Nimmt man Älteres in Manuell sind das bei Pentax durchschnittlich etwa 20% davon, ohne dass die Bildqualität merklich nachlässt.
  • Vergleicht man die Lichtstärken, kommt Kleinbild besser weg. Aber Mittelformat ist auch nicht für schnelle Bilder gemacht und gedacht.
  • Legt man Dinge wie Lowlight- Tauglichkeit zugrunde, gewinnt ebenfalls das Kleinbildformat. Das liegt allerdings an den relativ kurzen Innovationszyklen bei den kleineren Kameras.
  • Braucht man mehr Detailauflösung und kann auf den Luxus von Lichtstärke und High-ISO verzichten, gewinnt das Mittelformat haushoch. Ist die Mittelformatkamera ein wirklich neues Modell, ist sie übrigens auch bei den Lowlight-Eigenschaften besser.
  • Anders herum gewinnt Kleinbild, wenn man an schnellen Bildern interessiert ist.

Am Ende sehen die Kosten so aus:

  • Kamera 4000(Pentax mit Normalobjektiv) versus 3500 Canon 5Ds ohne Glas.
  • Objektive: Eine L- Linse in Neu durchschniittlich bei 1500, in Gebraucht 1000
  • Fünf Objektive sind die Mindestausstattung: 35er Weitwinkel, Makro, ein paar Teles. Oder Vergleichbares als Zoomobjektive. Bei Gebrauchtkauf also 5000 bei Canon, bei Festbrennweiten liegt unter Verzicht auf den AF bei der Pentax bei 1000-1200.
  • Anders herum: Ein Canon- System würde etwa 8500 kosten, die Pentax habe ich am Ende für etwa 5-6000 als Bruttokosten. Netto ist das allerdings sehr viel weniger.
  • Wie gesagt, der Vergleich hinkt deutlich. Wer anders kalkuliert, kommt auf andere Ergebnisse. Auch dieser Vergleich ist eine Milchmächenrechnung. .

Dann hat das Ganze auch noch ein paar Nebeneffekte, die auch nicht zu verachten sind und eine weitere Rolle spielen. Da ist der Drang, die Bude optisch noch ein bisschen cleaner zu bekommen. Platz zu gewinnen und sich von Ballast zu trennen, der nicht mehr gebraucht wird.

Am Ende ist es einfach so, dass der Spieltrieb befriedigt wird. Ein Amateur wie ich kauft sowas vor allem deshalb. Auch wenn man eher nach dem perfekten Bild sucht, was immer die wesentliche Motivation sein sollte.

Gut gemachte Mechanik ist für die meisten Menschen faszinierend. Es gibt sogar Mitmenschen, die genau aus diesem Grund einfach nur Kameras sammeln und nie damit fotografiert haben, ja nicht einmal wissen, wie sie bedient werden.

Die Frage nach der Notwendigkeit sollte man sich als Amateur nicht stellen. Eigentlich braucht auch niemand einen großen Fernseher. Nur: In einen Fernseher kann man nur hineinglotzen und genaugenommen regt das Programm nicht einmal zum Denken an. Heraus kommt da nichts. In eine Kamera kann man auch hineinglotzen, aber man muss dabei denken. Dann erst kommen die Bilder aus dem Ding heraus, die man haben will. Darin liegt der feine Unterschied.

Waum denn nun ausgerechnet Pentax?

Nun, die Antwort ist für mich einfach. Ich konnte sie günstig haben. Man kann damit auch im DNG-Format fotografieren und damit mit ziemlich jeder Bildbearbeitungssoftware arbeiten und vor allem: Mit etwas Glück kommt man günstig an gutes Glas, wie ich ja schon erwähnte. Wer sich schon mal bei Hasselblad umgesehen hat, weiß, dass das eine Menge Geld kosten kann.

Neuer und moderner ist natürlich die 645Z, die einen moderneren Sensor mit mehr Pixeln bietet und schneller ist. Aber wenn man Landschaften fotografiert, braucht man das eigentlich nicht wirklich.

Die größten Schwächen der Kamera

Mir ist aufgefallen, dass sie recht langsam ist. Das war für mich zu erwarten. Sehr langsam läuft allerdings die Datenspeicherung. Zehn Sekunden pro DNG-Bild können da schon mal ins Land gehen. Zudem erreicht auch der Autofokus keine Höchstgeschwindigkeit. Der Sucher der Kamera ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Das kann bei anderen Nutzern anders sein.

Die größten Stärken

  • Es kommt darauf an, was man sehen will. Aber der gelieferte Detailreichtum sticht die Fujis, Canons, Nikons, Sony usw. ohne große Mühe aus, denke ich. Eine Hasselblad ist vielleicht ein bisschen besser, aber auch teurer.
  • Man kann die Stromversorgung auch mit billigen Chinaakkus sicherstellen. Die Kamera verbraucht eher wenig Strom, besonders verglichen mit der Fuji X-Pro2.
  • Gleiches gilt für Zubehör wie den mittlerweile obligatorischen Kabelauslöser.
  • Filter sind ebenfalls billiger, weil sie kleiner sind.
  • Alle 645er A-Linsen sind kompatibel und bis auf den AF ohne Einschränkungen nutzbar.
  • Objektive der 67 kann man daran adaptieren. Damit geht noch die Zeitautomatik. Vor allem einige längere Teleobjektive von der 67 sind sehr interessant. Auch die Nicht-ED-Modelle.
  • Man kann das Gewicht der Ausrüstung auf reisetaugliche 6 Kg zusammmenstauchen, wenn man das will und ein bisschen nachdenkt.
  • Zwei Stativgewinde sind auch erwähnenswert: Man kann die Kamera so immer zentral auf dem Stativkopf montieren, was die Konstruktion schwingungsärmer macht.
  • In meinem Fall waren allerdings die günstigen Objektive ausschlaggebend. Ich habe einige Gläser gekauft, bei denen noch nicht einmal der JCII-Aufkleber abgerubbelt war. An der Qualität der Gläser lag das aber nicht…
  • Wer mit Film arbeiten will: Gebrauchte intakte 645er werden manchmal mit den Objektiven verschenkt. Meine Analoge hing an einem 150er dran und kam als Werbegeschenk mit, weil der Vorbesitzer nichts damit anfangen konnte.

Was man beachten sollte:

  • Das Stativ sollte stabil sein. Sehr stabil. Mein 780er Slik ist das Existenzminimum. Carbon habe ich noch nicht getestet. Wichtig ist auf jeden Fall, dass das Teil sehr stabil ist und weit ausgefahren werden kann(mindestens 180cm) und dass man die Höhe nicht voll ausnutzt.
  • Speicherkarten sollten schnell sein und es sollten keine Micro-SD-Karten mit Adaptern sein. Die sind meistens ziemlich langsam.
  • Das Ladegrät sollte mit einem weiteren, reisetauglicheren Modell ergänzt werden. Je vielseitiger die Stromversorgung, desto besser. Meine neuen Ladegeräte kann man sogar per USB nutzen.
  • Die Kamera und die AF-Objektive sind oft wassergeschützt; die alten A-Gläser aber nicht.
  • Wenn man unterwegs Bilder bearbeiten will, braucht man einen schnellen Laptop. Bei CPUBenchmark.net kann man die Leistungsdaten abfragen. Ab etwa 3500 nach deren Leistungsindex kann man schon recht flott arbeiten. Das geht sogar mit einem gebrauchten Dell- Gerät, das man auf mindestens 8GB RAM aufrüsten und mit einer SSD ausstatten sollte. Den Laptop selbst sollte man mit dem größten Akku nachrüsten, den man kriegen kann. Das kann übrigens auch einer von der Chinarampe sein.
  • Die Datensicherung sollte redundant sein. Man nimmt also mindestens zwei ausreichend große USB-Sticks oder zwei SSDs mit. Will man nur speichern, reichen die Sticks, ansonsten ist die SSD besser.
  • Ersatzakkus sollte man auch haben.

Klar ist damit, dass solche Unternehmungen immer wieder zu denselben Rückschlüssen führen:

  • Man sollte immer das größtmögliche Gerät verwenden. Damals wie heute.
  • Die Grenze des maximalen Formats liegt entweder in der Geldbörse oder im Gewicht. Wer weniger ausgeben will oder kann, kommt meistens auch gut zurecht, weil die Zugeständnisse in der Bildqualität in der Realität erst bei sehr großen Formaten ab über einem Meter an der langen Kante anfangen.
  • Qualität verlangt Geduld!
  • Kameras sind wie Autos: Strenggenommen sind Dinge, die Geld kosten, nur mehr oder weniger unwirtschaftlich. Wirtschaftlich kann so etwas nur sein, wenn es dem Broterwerb dient.

Allerdings wird eines immer vergessen: Entweder man träumt von etwas oder man beginnt einfach mal, etwas zu tun und es konsequent durchzuziehen. Oder man macht es nur halbherzig, springt wieder ab und hat am Ende nur eine Menge Zeit und Geld vergeudet und sich geärgert. Genau das trennt echte Freaks jeglicher Art von „normalen“ und meistens langweiligen Leuten. Langfristig sind übrigens die Freaks erfolgreicher, weil das die Leute sind, die sich intensiv mit etwas befassen können und in der Lage sind, sich selbst einen gewissen Grad an Expertise aufzubauen. Das Thema, mit dem man sich dabei beschäftigt, ist dabei egal: Dabei kann es sich z.B. auch um die Geschichte des Kochtopfes handeln…

 

 

 

 

USA: Möglicherweise wichtige Überlegungen zu einer Rundreise

Man ist ja auch mal in den Ferien und man macht dort auch Bilder. Mich zog es, wie in früheren Zeiten auch schon, in die USA, genauer nach Kalifornien und Nevada. Besucht habe in der Hoffung auf ein paar gute Bilder Yosemite und Point Lobos und einige andere, die mir sogar noch wichtiger erscheinen mögen und über die ich mich in der nächsten Zeit äußern werde. Einige andere Parks wiederum, die hier in Deutschland ebenfalls sehr bekannt sind, habe ich wiederum ausgespart. Mir war nicht das schnelle Durchfahren wichtig, sondern eher das langsamere und gründlichere Vorgehen, soweit man das als Tourist überhaupt tun kann. Einige Stellen habe ich nur einmal besucht und einige zweimal.

Zu Reise selbst: Ich bin nach einiger Suche und einigem Überlegen von Amsterdam per Nonstop- Flug nach Los Angeles geflogen. Das Auto wurde bei einem Hotel geparkt und dort auch eine Nacht vor dem morgendlichen Abflug geschlafen. Ansonsten wäre eine Anreise per Auto über Nacht fällig gewesen. Mit allen Unwägbarkeiten und Risiken wie Staus und Unfällen oder einer eventuellen Panne, die man auch mit einem verlässlichen Gefährt haben kann. Die Unterstellkosten waren ziemlich gleich mit denen in einem Flughafenparkhaus. Mit dem Unterschied, dass die Übernachtung und ein Frühstück gratis dazukamen. Schön das. Über „die Holländer“ konnte ich mich ohnehin noch nie beschweren, auch in Amsterdam nicht. Insoweit war alles in Ordnung und ich konnte mein Fahrzeug nach der Rückreise unbeschadet wieder in Empfang nehmen.

Hier mal ein paar Details zu meinen Überlegungen:

  • Flüge in Richtung Westküste dauern lange. Man muss ab Europa etwa 11-12 Stunden für die Hauptstrecke einplanen.
  • Wenn man den Flieger wechselt, ist es besser, eine Zeitreserve von mindestens zwei Stunden am Umsteigeflughafen einzuplanen. Das Gepäck braucht seine Zerit zum Anschlussflieger und der Fluggast selbst auch. Dann sollte man nicht vergessen, dass auch ein ankommender Flieger zu spät sein kann.
  • Mit jedem Flugzeugwechsel steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Gepäck im falschen Flieger landet und man damit seine Habseligkeiten erst einen oder zwei Tage später in Empfang nehmen kann.
  • Langes Sitzen ist immer ungesund. Man sollte während des Fluges ab und zu im Flugzeug herumlaufen und eine Weile herumstehen. Platz dafür ist immer irgendwo.
  • Auf Flughäfen herumzulungern und zu warten ist langweilig.
  • Nonstopflüge mit Liniengesellschaften sind meistens teurer als welche mit Zwischenstopps. Der Grund liegt in der Auslastung der Regionalflugzeuge.
  • Der Mehrpreis ist aber nicht mehr so hoch, wenn man zur rechten Zeit bucht.
  • Der Sitzabstand sollte ausreichend sein. Die angegebenen 78cm in den KLM-Fliegern, die ich genutzt habe, reichen nach meiner Einschätzung bis etwas unter 190 cm Körpergroße, wenn moderne Sitze eingebaut sind.
  • Wer fotografieren will, sollte eine Kamera schussbereit haben und am Fenster sitzen, um seine Nachbarn nicht allzusehr zu belästigen.

Der Flug war gut; und vor allem: Wir hatten sehr klares Wetter. Die Gelegenheit, England und Südschottland aus der Luft zu betrachten, ist auch eher selten. Genossen haben das fast alle im Flieger. Der Service im Flugzeug war gut und die Sitze für einen Menschen meiner Dimensionen durchaus komfortabel. Das Flugzeug war eine Boeing 747C; der hintere Teil der Kabine diente als Frachtraum.

Zum Thema Fotografie.

Ich hatte das hier als Ausrüstung mit:

  • Zwei Fujis; die X-Pro1 und die X-E2.
  • Das 2,8-4/18-55.
  • Das 3,5-4,8/55-200.
  • Das 2,8/14.
  • Das 1,4/35.
  • Das 1,4/23
  • Das 1,2/56
  • Je Kamera Zwei Ersatzakkus.
  • Zwei Billigladegeräte, die man auch im Auto einsetzen kann.
  • Bei den Ladegeräten wird es eine Änderung geben. Man bekommt mittlerweile auch Geräte für den USB-Anschluss. Diese sind kompakter und leichter. Als Netzteile werde ich einfach einen Satz USB-Netzteile für Smartphones mitnehmen. Wer das gerne zentral hat, kann auch ein 50W- Netzteil erwerben. Es geht aber um die Ausfallwahrscheinlichkeit des Systems, die mit mehreren kleinen Netzteilen geringer ist.
  • Ein kleines Stativ(Togopod, ca. 900g bei max. 160cm Auszug).
  • Polfilter für die Objekitve.
  • Kabel- und Drahtauslöser.
  • Extrem wichtig ist ein Pinsel zum Entstauben der Objektive oder ein Lenspen! Ich habe meinen nicht vergessen, aber manche Leute denken nicht daran und Fotogeschäfte sind in der Wüste Mangelware.
  • Notizblock und Schreiber.
  • Einen kleinen Notebook als Datenschaufel und zum Buchen der nächsten Zimmer, um flexibel zu bleiben.
  • Ein bis zwei USB-Sticks mit ausreichender Speicherkapazität zur Datensicherung sind sinnvoll.
  • Nicht vergessen: Einen oder zwei Schuko-Adapter für die amerikanischen Steckdosen und eine Mehrfachsteckdose mit drei bis fünf Ausgängen. Ein 5m- Verlängerungskabel für das Notebook ist sinnvoll, weil man manchmal nur im Bad auf freie Steckdosen stößt.
  • Ebenfalls sinnvoll: Eine Mehrfachsteckdose für den 12-V-Anschluss im Auto. Ich habe meine nicht gebraucht, aber man sollte das trotzdem parat haben, falls einem unterwegs die Kameraakkus ausgehen.
  • Die hier genannte Mehrfachsteckdose kann man auch weglassen, wenn man sich einen passenden USB-Adapter mit mindestens drei Ausgängen besorgt. Dieser sollte eher leistungsstark sein(also mindestens 2A pro Anschluss liefern). Im Klartext: Man stelle alles, was mit Akkus läuft, auf USB-Lader um.
  • Verpackt habe ich das Ganze bis auf das Stativ in einem Bilora-Rucksack, der gerade noch ins gängige IATA- Handgepäckmaß passt. Das Stativ reiste im Koffer.
  • Zusätzlich im Kofferraum meines Mietwagens: Eine Palette mit Halbliterflaschen Mineralwasser. Die gibt es günstig in den Supermärkten.

Das klingt nach viel Zeug und das ist es auch. Aber ich kann auch das hier sagen: Ich habe praktisch alles Genannte mindestens einmal gebraucht und benutzt und kann damit die Behauptung, dass man in den USA vor allem Weitwinkelobjektive braucht, deutlich und vehement widerlegen. Auf die 1,4er Linsen kann man eventuell verzichten und das 14er kann man auch durch das neue Weitwinkelzoom ersetzen, wenn man keine Lowlight-Bilder machen will. Über ein längeres Teleobjektiv kann man auch noch nachdenken. Aber insgesamt hat sich diese Zusammenstellung bewährt.

Damit ergeben sich diese Ergänzungsmöglichkeiten:

  • Man kann auf die meisten 1,4er Linsen auch verzichten, wenn man keine Lowlightbilder machen will. Eine sollte aber dabeisein.
  • Ergänzen werde ich meine Ausrüstung noch durch etwas Längeres im Bereich von etwa 400mm. Wahrscheinlich durch das neue Fuji-Zoom, das Anfang nächsten Jahres erscheinen soll(2016).
  • Graufilter haben sich als ein „Nice-To-.Have“ erwiesen. Ich habe welche in den wichtigsten Größen (58 und 62mm) nachgekauft.
  • Polfilter sind unverzichtbar.
  • UV-Sperrfilter sollte man auch haben, braucht sie aber nicht unbedingt.
  • Auf das Stativ kann verzichtet werden, wenn man eine ruhige Hand hat. Ich würde es trotzdem mitnehmen.
  • Das zweite Gehäuse erspart einem nicht nur den Objektivwechsel, sondern schützt die Kameras auch vor eindrigendem Schmutz, weil man nicht laufend die Objektive wechseln muss.
  • Der Laptop wird bei mir einem schnelleren Modell weichen, trotz des höheren Stromverbrauchs.

Wichtiges Zeug, das man mitnehmen sollte: Navi, Adapterstecker, mindestens zwei Ladegeräte. Nicht auf dem Bild: Mehrfachsteckdose.

Die technische Seite:

Ich habe die Kameras grundsätzlich mit fast nur einer ISO-Einstellung genutzt. Das war 400. Eingestellt habe ich als Simulation „Velvia“ und aufgenommen wurde alles im RAW-Format. Nachgearbeitet und gewandelt in Lightroom 5.7. Der Notebook war ein AMD C-60 mit einem größeren Akku, um ihn auch am Flughafen oder unterwegs nutzen zu können, ohne dass der Strom zu schnell ausgeht. Die Akkulaufzeit des Gerätes liegt bei etwa 11 Stunden mit einem 6,6AH-Akku. Das Gerät ist aber zu langsam für die Bildbearbeitung

Der Computer zur Datensicherung:

Es kommt auch ein bisschen darauf an, was man damit tun will. Wenn man wie ich nur die Hotels damit bucht und Daten sichert, reicht prinzipiell auch ein Tablet mit ein paar USB-Anschlüssen. Allerdings ist ein Laptop komfortabler und meistens nicht teurer in der Anschaffung, wenn man auf einen superschnellen Prozessor verzichten kann und sicher ist, dass keine Vor-Ort-Nachbearbeitung der Bilder geplant ist. Hier mal eine Checkliste:

  • Prioritäten setzen: Entweder energiesparend oder schnell.
  • Einen kleinen AMD C60 kann man z.B. mit einem 6,6 AH-Akku betreiben, der locker mal elf Stunden durchhält.
  • Ein I5-2540 läuft dagegen mit einer ähnlichen Energiemenge nur etwa 3-4 Stunden.
  • Der genannte I5 ist dafür aber auch für die Bildbearbeitung einsetzbar, ein C60 definitiv nicht.
  • Sinnig ist es, ein kleines und leichtes Gerät zu haben. Der Rücken, der Kamerarucksack und die anderen Passagiere im Flieger werden das dankbar zu Kenntnis nehmen.
  • Kleine Bildschirme in schnellen Rechnern sind teurer als große.
  • Man kann bei einem schnellen Laptop auch einen Gebrauchtkauf in Erwägung ziehen. Es kursieren ausreichend Leasingrückläufer im Netz, die zudem auch sehr günstig zu haben sind.
  • Gebrauchte Apple-Laptops sind meistens langsamer, älter und teurer. Man muss schrauben können, um die Akkus zu wechseln, die man aber auch durch Nachbauten ersetzen kann, die aber immer noch teurer als die für die Windows-Laptops sind. Deswegen nutze ich sie nicht. Man kann sie natürlich trotzdem auch dafür nehmen, wenn man schon einen hat, weil das den Lernaufwand reduziert.
  • Der Laptop sollte mit einer SSD und mindestens 8 GB Speicher ausgestattet sein. Das kann man aber auch nachrüsten.
  • Das Betriebssystem sollte die 64Bit-Version sein. Ob Windows 7 oder 8 ist für die Funktion nicht relevant. Ich würde aber wegen der Updates mindestens zu Version 8 oder 8.1 greifen. 32Bit-Betriebssysteme können zudem nur etwa 3GB Arbeitsspeicher ansprechen, was bei einigen Bildbearbeitungsprogrammen schon zu Hängern und Fehlermeldungen führt. Wenn der gekaufte Rechner nur ein 32Bit-System hat, sollte man auf jeden Fall auf eine 64Bit-Version umsteigen. Das gibt es auch gebraucht.
  • Die Leistung der CPU kann man bei Benchmark- Testseiten abfragen. Ab etwa Leistungsklasse AMD 960 ist bereits einigermaßen flüssiges Arbeiten und Rendern in vernünftigen Zeiträumen möglich.

Ich habe mich für die Version mit dem Energiesparer entschieden, werde das aber in den nächsten Ferien dort ändern, weil sich eine Bildbearbeitungsmöglichkeit unterwegs doch als wichtig herausgestellt hat.

Meine Vorgehensweise in Richtung schnellerem Kompaktlaptop ist diese hier: Einen gebrauchten Leasingrückläufer mit ausreichend Leistung habe ich mit 4 GB Arbeitsspeicher gekauft. Diesen auf 8 GB und eine SSD umrüsten lassen. Das OS war eine 32Bit-Version, die einer 64bittigen weichen musste. In meinem Fall ist das ein Dell-Rechner; eine DVD nebst legalem Lizenzaufkleber von denen lag noch bei mir im Regal, weil ich für meinen heimischen Rechner lieber zu einer Vollversion gegriffen hatte. Ein Vermögen kostet das aber nicht. Dann sollte man den Akku ersetzen, auch wenn der Alte noch in Ordnung zu sein scheint. Am besten nimmt man auch hier das dickste Modell, das aufzutreiben ist. Bisher haben sich die chinesischen Nachbauten bei mir durchaus bewährt.

Wenn das alles da ist, kann man den Rechner einrichten, die Software installieren und damit u.U. auch eine der Blechkisten unter dem heimischen Schreibtisch ersetzen.

Wer Lust hat, kann auch die Banking-Software darauf installieren. Das ermöglicht eine bessere Kontrolle der Ausgaben und Abbuchungen. Und man sollte nicht vergessen, ein Office-Paket darauf zu installieren, um in Excel zumindest eine Liste mit den Ausgaben und dem Zahlungsmittel zu haben. Im Fall eines Diebstahls der Kreditkarte kann das sehr hilfreich sein. Nich nur für einen selbst, sondern auch noch für andere Leute bis hin zur Polizei, die den Täter so eventuell schneller fassen kann.

Telefonieren

Man sollte ein Smartphone besitzen, das folgende Eigenschaften besitzt:

  • Android- oder Apple- Betriebssystem. Damit kann man auch tethern(das Gerät also als Router nutzen), wenn die Netzwerkkarte im Laptop das WLAN im Motel aus unerfindlichen Gründen nicht mag. Das ist mir einmal untergekommen. Man muss dann zwei Interfaces nutzen: Das Internet kommt per WLAN auf das Telefon und das wiederum kann man über einen USB-Anschluss mit dem Laptop verwenden. Empfangen und Weiterleiten über dasselbe Interface funktioniert nicht. Das liegt aber an der Netzwerktechnik an sich, nicht an den Telefonen.
  • Quadband- UMTS. LTE kann man nehmen, braucht es im Allgemeinen aber nicht.
  • Zwei SIM-Kartenslots; in einem bleibt die Heimat- Simkarte für Notfälle; in dem anderen findet eine Prepaid-Karte aus den USA Platz
  • Das beste Netz bietet AT&T. T-Mobile kann in der Realität man nur in Großstädten und nur mit speziellen Telefonen nutzen, wenn man nicht unbedingt 600 Euronen in den Ackerschnacker investieren will.
  • Die Karte sollte bereits vor Abflug aktiviert sein.
  • Mindestens zwei GB Internetvolumen dazukaufen. Ich habe zwar nur gut 600 MB verbraucht, aber das WLAN im Hotel kann auch mal nicht funktionieren. Das hatte ich in einem Motel. Dann kann man wiederum tethern und trotzdem buchen. Wichtig ist das vor allem, wenn man die Unterkünfte vor Ort buchen will, um Last-Minute-Angebote auszunutzen oder spontan handeln zu können.
  • Ausreichend Speicher oder einen SD-Kartenslot. Ich habe ein 8GB-Motorola Moto G2 und eine 32GB-Karte darin benutzt, was ausreichend ist.

Die SIM- Karten, die man in Deutschland erwerben kann, bieten meistens genau diese Eigenschaften und werden vom Anbieter aktiviert. In den USA hat man damit eine Telefonie- Flatrate und man bekommt zudem man einige Minuten(Bei mir waren es 200) für Telefonate nach Deutschland dazu, was sich in Notfällen als sehr nützlich erweisen kann.

Die Geldversorgung

Eine Kreditkarte. Master oder Visa sind die gängigsten und eigentlich überall akzeptiert.

Wenn man die Maestro-Karte nutzen will, um direkt vom Konto Geld abzuheben, ist Folgendes wichtig:

  • Das Limit dieser Karten ist außerhalb Europas begrenzt. Meistens sind das 200 Euro pro Woche. Das dient sowohl der Sicherheit der Kunden bei Diebstahl als auch der der Bank, um deren Schaden einzugrenzen.
  • Maestro-Karten können für diesen Zweck nach Wunschbeträgen freigeschaltet werden. Das macht die Hausbank. Ich wusste das nicht, mein Banker auch nicht und ich habe das dann von den USA aus organisiert. Jetzt wissen wir beide das.
  • Buchungen vom Girokonto in Richtung USA laufen manchmal zeitverzögert. So kann es passieren, dass man kein Geld mehr bekommt, auch wenn man das Wochenlimit der Karte eigentlich nicht ausgenutzt hat. Man sollte also den doppelten Betrag dessen freischalten lassen, was man in bar zu bezahlen gedenkt. Gerechnet wird das übrigens nicht von Montag bis Sonntag, sondern von Mittwoch bis Mittwoch!
  • Die Freischaltung ist zeitlich limitierbar, was für Touristen empfehlenswert ist.
  • Maestro-Karten mit Chipkarte funktionieren meistens nur an Automaten mit Chipkartenleser. Das sind meistens Filialen von Wells Fargo oder JP Morgan Chase, kurz „Chase“, die man aber in jeder Stadt finden kann. Wells Fargo funktioniert sicher. Chase habe ich nicht getestet.
  •  Andererseits ist das Geldabheben damit billiger als mit der Kreditkarte.

Das soweit zur Materialliste.

Einkaufen

Jeans sind in den Staaten sehr billig zu haben. Dort sind sie keine Mode, sondern in erster Linie Alltagskleidung, die man auch auf der Arbeit trägt. Sie werden also nach wie vor zu ihrem eigentlichen Zweck eingesetzt.

Das bedeutet, dass man die Standardmodelle in der Grundfarbe Blau sehr preiswert haben kann. Ob es sich allerdings lohnt, deswegen in die USA zu reisen, ist fraglich. Man kann sich auch mit Ware von Sears eindecken, die von dort nach Europa verschifft wird. Eine Ersparnis ist immer noch vorhanden und man hat das Kontingent, das man abgabenfrei per Flugzeug einführen darf, für andere Zwecke frei. Der Nachteil sind die Versandkosten.

Alllerdings kann man das auch nutzen und sich im nächsten Supermarkt einer wohlbekannten Kette eindecken und so den Koffer mit wenig Zeitaufwand packen. Man sollte aber mindestens einen Satz Unterwäsche, ein Hemd zum Wechseln und ein Paar Socken zur Reserve dabei haben, um nicht allzu lustig zu riechen…

Andere Dinge wie z.B. Kabel sollte man in Europa kaufen. Ich habe versehentlich eines meiner USB-Kabel zerstört und musste feststellen, dass die in den USA im Allgemeinen sehr teuer sind. 6 Fuß Länge (ca. 1,8m) kann man auch in den Billigmärkten mit etwa 20 Dollar veranschlagen, wenn es gerade keine Sonderangebote gibt. Besser ist also ein Ersatzkabel aus Deutschland. Das kann man für etwa 2-3 Euro aus dem Versandhandel haben. Allerdings hatte ich Glück dabei. Einen Ersatz konnte ich für fünf Dollar auftreiben.

Tanken

Die Tankstellen dort sind mittlerweile durch die Bank Kartentankstellen, an denen man auch in bar zahlen kann. Man kann das also auch als Zapfsäule mit Laden dran sehen. In den Staaten muss eben alles etwas schneller gehen und so kann man den zeitraubenden Stopp eben um den Weg zum Kassierer abkürzen.  Als Kunden sind sie eben anders, die US-Amerikaner.

Tanken funktioniert in den USA für Europäer nur noch gegen Vorkasse oder per Karte. Es sind wohl zu viele Leute abgehauen, ohne zu zahlen. Man muss als Nicht-Ami grundsätzlich zum Kassierer gehen, den Betrag ansagen, für den man tanken will, zahlen und kann dann nachfüllen. Wenn der Tank vorher voll ist, wird der Restbetrag erstattet. Die Kartenleser autorisieren keine deutschen Kreditkarten, weil dort aus Sicherheitsgründen die ZipCodes(Postleitzahlen) der Wohnorte der Karteninhaber hinterlegt sind. Das gilt aber nur für Orte in den USA. Deutsche Postleitzahlen werden manchmal genommen, in der Regel aber nicht. Man kann aber auch die Kreditkarte beim Kassierer lassen, einfach volllaufen lassen und dann damit zahlen. Wichtig ist auch: Die Karte wird bei Nichtautorisierung nicht gesperrt oder einbehalten. Sie wird einfach als „hier nicht gültig“ gesehen.

Die Einreise in die Staaten

Dass man eine ESTA-Genehmigung braucht, um dort einzureisen, sollte mittlerweile jedem Besucher klar sein. Einen Ausdruck der Genehmigung braucht man nicht. Es ist aber besser, den in der Hand zu haben, falls an der Immigration doch danach verlangt wird.

Einen Kugelschreiber sollte man ebenfalls dabei haben, um das Einreiseformular auszufüllen. Falls vergessen: Das Kabinenpersonal im Flugzeug hat solche Heiligtümer immer in irgendeiner Tasche.

Alles Andere geht problemlos und schnell. Ich habe für die Prozedur 10 Minuten gebraucht und konnte dann zum Baggage Claim weiterziehen, um meinen Koffer aufzunehmen.

Im Normalfall geht also alles ohne Probleme.

Unterkünfte

Die kann man, wie ich das getan habe, online buchen. Der Preis ist meistens keine direkte Aussage über die Qualität der Häuser. Wer mit einer alten Einrichtung leben kann, kommt übrigens billiger unter. Wer keinen LCD-Fernseher oder HDTV braucht, spart meistens zusätzlich.

In einigen Häusern wird das Frühstück gleich mitverkauft. Wenn der Preis in Ordnung ist, kann man das nehmen, sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass das Frühstück in den meisten Unterkünften nur „Continental“ ist. Es besteht vor allem aus Waffeln zum Selbstbacken, Ahornsirup, manchmal Konfitüre und einer Auswahl an Cornflakes- Abkömmlingen. Meistens wird noch Orangensaft angeboten und den Kaffee bekommt man immer dazu.

Wird es nicht angeboten, muss man je nach Hunger pro Magen bis etwa 13 Euro inkl. Trinkgeld kalkulieren, wenn man morgens viele Kalorien braucht. Allerdings wird man auch pappsatt davon.

Orientierung und Navigation

Man hat mehrere Möglichkeiten, sich in den USA zu orientieren. Da gibt es den Papierklassiker namens Karte oder Atlas, den Stadtplan, Wegebeschreibungen aus dem Internet und natürlich die GPS-Navigation. Ein Navigationssystem kann man mit dem Auto mieten. Das kostet je nach Vermieter einen kleinen Aufpreis in Höhe von sechs bis zehn Euro pro Tag. Wenn man also nur einmal einreist und dort ein bisschen herumfährt, ist das eigentlich die richtige Wahl. Will man länger als etwa zwei Wochen bleiben, ist die Beschaffung eines Billiggerätes aus den Internet meistens schon günstiger. Auch Gebrauchtgeräte werden hierzulande öfters angeboten.

Wer sich etwas auskennt, kann auch nach einer Mall mit einem Elektronikladen oder einem Warenhaus wie K-Mart suchen und dort versuchen, ein Gerät zu bekommen. Solche Läden findet man in irgendwelchen Einkaufszentren, die meistens an irgendeinem Highway liegen. Zu finden sind sie meistens nach einem ganz einfachen Muster: Nach Werbeschildern Ausschau halten, dann die nächste Abfahrt nehmen, rechts abbiegen und meistens die zweite Straße rechts abbiegen(Die Erste ist meistens die Highway-Auffahrt in Gegenrichtung) oder geradeaus bis zur Mall weiterfahren.

Dann hat man noch das Handy und einige Software, auch gratis, die man dazu hernehmen kann. Das ist allerdings heikel, wie ich erfahren musste. Google Maps funktioniert ohne Internetverbindung nicht und die freien Versionen wie Here gehören auf dem Gebiet zu den Totalversagern, weil das Programm zwar die Karten auf dem Telefon hat, aber nicht die Datenbank mit den Adressen. Insofern ist ein separates Gerät immer noch Erste Wahl.  Zumindest, bis man das Internet am Laufen hat, das mir auch noch Probleme bereitet hatte, weil die Angaben der APN-Server in der Konfiguration falsch waren und manuell umgestellt werden mussten, ich das aber nicht wusste. Also ein schlechter Start, der aber zu einem guten Ausgang der Sache führte. Man war halt schon 20 Jahre nicht mehr dort und die Dinge haben sich eben geändert.

Wenn man das Internet am Laufen hat, wird sich herauskristallisieren, dass ein Navi manchmal bestimmte Adressen nicht hat oder dass man sich diese ergoogeln muss. Navgationssysteme sind eher für die Stadt gemacht und weniger für die Suche nach Nationalparks. Dafür wiederum gibt es Maps, das sich dort als hilfreich erwiesen hat: Man kann sich eine bestimmte Einfahrt einfach dort heraussuchen und sich dann mittels Maps dahin navigieren lassen. Das kann wichtig werden, wenn man eine bestimmte Einfahrt sucht, die keine typische Hausadresse hat, an denen sich die normalen Systeme orientieren.

Hier gilt: Auf der einen Seite muss man konservativ denken und sich nicht auf die Apps aus den Shops verlassen. Auf der anderen Seite hat sich die Navigation per Internet vor allem in Sonderfällen bewährt. Für das erste Hotel reicht allerdings das normale Navigationssystem.

Sinnig ist es auch immer noch, sich einen Straßenatlas zu besorgen. Das kann man auch in der Heimat tun. Das wiederum, um die Tourenplanung grob vorzubereiten und um sich einen Überblick über das Fernstraßensysem in den USA zu verschaffen. Zudem kann das die Vorfreude steigern. Wenn man den vergessen hat: Auch sowas gibt es bei einigen Supermarktketten. Nach einem RandMcNally suchen und die größere Ausführung nehmen. Die Dinger liegen meistens in der Zeitschriftenecke herum. Wie man dahin kommt, habe ich ja schon beschrieben. Atlanten sind an Tankstellen interessanterweise eher selten zu bekommen, wie mir in Los Angeles aufgefallen ist.

Mittlerweile hat sich der Markt für Naviagtionssysteme ein bisschen geändert. Firmen wie Tomtom bieten mittlerweile auch Geräte an, die überall auf der Welt genutzt werden können. Wenn man ohnehin etwas Neues braucht und sowas nicht im Auto eingebaut hat, kann man auch zu so einem Gerät greifen, das nicht wesentlich teurer ist als eines, das nur Europakarten hat. Mein nächstes Gerät wird so eines werden. Zumal der Hersteller kostenfreie Kartenupdates für die gesamte Lebenszeit des Geräts anbietet.

Bilder kommen demnächst.