Point Lobos in SW

Point Lobos in Mistwetter. Aufkommende Flut.

Wer auf den Spuren der alten f/64- Leute und deren Straight Photography wandeln will, kommt um den Besuch einiger Plätze dieser Welt nicht herum. Man muss eben fühlen, riechen, hören und den Boden unter den Füßen spüren, um nachvollziehen zu können, was die damaligen Leute wohl gedacht haben mögen, als sie das Ganze zum ersten Mal gesehen haben. Die Idee, Point Lobos auch zu besuchen, liegt auf der Hand. Einmal, weil dort Kunstgeschichte geschrieben worden ist; und zum anderen, um den Grund dafür herauszufinden.

Es geht nur sehr bedingt darum, Bilder wie der eine oder andere Fotograf zu machen, sondern gerade an solchen Plätzen Eigenes und eigene Gedanken und Ideen zu entwickeln. Wer mag, kann auch versuchen, wie die Westons, Ansel Adams, Paul Strand oder eine andere bekannte Größe zu fotografieren, aber er wird das nie können. Der Grund ist ganz einfach: Es gab nur einen Edward Weston und damit auch nur einen, der so fotografieren konnte wie er. Nämlich das Original, das von 1886 bis 1958 gelebt und gearbeitet hat.

Man kann einen Weston aufgreifen, aber man muss es nicht. Ich persönlich fotografiere gerne “Straight” und mache auch keinen Hehl daraus. Das hier ist definitiv kein Weston. Der hätte das anders gelöst.

Wer glaubt, es einem Weston gleichtun zu können, kann es ja versuchen. Es haben auch schon Leute versucht, zu fotografieren, wie ich das tue. Der Ergebnis ist immer das gleiche: Billiger Abklatsch. Einiges werde ich dazu noch zeigen. Nicht so sehr von Point Lobos, aber durchaus aus einem unter Kennern wohlbekannten Nationalpark, aus dem ich momentan auch nicht viel mehr liefern kann als genau das. Einfach, weil mit mir drei Mio. andere Mitmenschen jedes Jahr diesen Park besuchen und alle ihre Bilder von derselben Stelle machen. Man sollte das aber nicht allzusehr durch den Kakao ziehen. Als Sehübung ist das manchmal nicht schlecht und dem Finden eines eigenen Stils sogar dienlich.

Auch in Point Lobos war das Nachmachen bei vielen Leuten zu beobachten, wie auch an einigen anderen Plätzen. Die meisten Touristen tun unter ceteris-paribus-Annahmen aber genau das hier:

  1. Smartphone aus der Tasche ziehen
  2. “Schatzi stell dich mal da hin” sagen.
  3. Schatzi stellt sich hin, meistens direkt vor das eigentliche Motiv.
  4. Bildchen machen. Einmal klick.
  5. Bildchen vielleicht noch ohne Schatzi machen.
  6. Zweiter Klick.
  7. Handy zurück in die Hemdentasche.
  8. Nach spätestens zwei Minuten wieder abrücken.
  9. Ins Auto steigen. Abfahrt.
  10. Ein Häkchen in den Reiseplan machen. Auch am Handy. Man ist ja dagewesen.

Ergo: Schatzi kann gerne da posieren und ein Bild des Monumentes hat man. Aber die Wirklichkeit ist: Solche Leute haben am Ende keine guten Bilder. Der Grund liegt wieder in der Selektion. Man sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass viele Leute auch weder fotografieren wollen noch können. Das sieht man übrigens auch bei Benutzern wirklich teuren Equipments, wie mir in Point Lobos anhand des Users einer 25000-Euro-Hasselblad aufgefallen ist. Damit weiß man nun: Teures Zeug macht zuerst mal viele Kosten. Ob der Nutzen gegeben ist, steht auf einem anderen Blatt.

Ein typisches Motiv, wie man es am Point Lobos häufig vorfinden kann.

Davon muss man Abstand nehmen. Natürlich ist jeder ein bisschen vorgeprägt. Sei es durch eigenes Sehen, durch Bücher oder einfach durch Fernsehen. Man hat also schon mal Bilder im Kopf. Auch mir geht das so. Nur sollte man vor allem Fernsehen und Internet mal genau das sein lassen, was sie sind und das Ganze einfach ignorieren. Das Fernsehprogramm ist übrigens, was Dinge wie den Informationsaustausch angeht, mittlerweile vollkommen irrelevant. Man lese mal eine Programmzeitschrift, schalte einen oder zwei bestimmte Kanäle an und ekle sich bereits am Nachmittag über nicht gerade elegant gemachte aufdringliche Billig- Softpornos, -Gerichtsshows und -Talkshows bei den Schmuddelsendern. Der Begriff “Unterschichtenfernsehen” spielt genau darauf an und die Anbieter dieser Programm brauchen Dummköpfe als Publikum, weil genau diese Leute ihre Zielgruppe sind, auch wenn die offizielle Stellungnahme der Sender eine andere ist: “Auch Akademiker sehen sich das an!” Wer’s glaubt…

Welle an Felsen. Wer hätte das gedacht?

Am ersten Tag war ich in Monterey angekommen, gegen 14 Uhr, und das Wetter war zum Glück schlecht. Das hält einen richtigen Touristen zwar davon ab, Point Lobos zu besuchen, aber es ist eine kleine Chance, an außergewöhnliche Bilder zu kommen. Das Bild von der Welle ist eines, das übrigens auch schon viele Leute gemacht haben. Seine Schönheit besitzt es trotzdem, wie auch das folgende Bilchen.

Zurückgehende Welle.

Wasser besitzt eben seine eigene Schönheit. Wenn man es aber ausschließlich fotografiert, werden die Bilder ebenso schnell langweilig wie die Hundefotos, die manche Leute gerne anfertigen und die auch keiner mehr sehen kann.

Eine Welle habe ich noch, dann geht es mit Anderem weiter:

Mit dieser Welle ist es erstmal genug mit den Wasserbildern.

Jetzt sind erstmal ein paar Bäume in SW dran. Wie gesagt, ich mag es gerne mal in Schwarzweiß.

Bäume auf Felsen. Nett anzusehen. Muss aber nochmal bearbeitet werden. Es ist hier nur drin, damit man mal sieht, wie flau die Kontraste selbst in Kalifornien sein können.

Alles hat seine Schönheit. Morbides und Altes ebenso wie die modernen Designermöbel. An dem obigen Bild wird noch geschraubt. Es hat aus meiner Sicht noch nicht die Wandreife.

Ast. Das ließ sich sehr gut ausarbeiten.

So wie oben sieht der Idealfall aus. Man kann das Umfeld noch erkennen, aber das Hauptmotiv wird sehr deutlich herausgestellt. Das kann so ins Labor gegeben werden.

Baumstumpf. Man fotografiert das schon seit Jahrzehnten so. Trotzdem kann das abgewitterte Holz in seiner Wuchsform immer noch begeistern. Allerdings auch hier nicht wandreif.

Ein anderer Baum, der sich seines Lebens durchaus noch erfreut. Wandreif.

Der ordentliche Gärtner würde hier schon mal aufräumen wollen. Naturfreunde tun das nicht. Die fotografieren das einfach.

Nochmal etwas skurriler Wuchs. Wandreif.

Noch ein paar Verliebte, die sich aufeinander verlassen…

Das war dann mal Point Lobos die Erste in Schwarzweiß. Macht man die Bilder in Farbe, sehen die Bilder nicht nur bunter aus; der gesamte Stil ändert sich etwas, wobei man aber nicht unbedingt anders arbeitet. Man denkt nur anders.

 

 

USA die Erste — Joshua Tree National Park

Abgestorbene Yucca-Wurzel. X-Pro 1 m. 18-55, Blende 16, 1/250stel Sek.; ISO 400

Der Flug war vorbei, das Navigationssystem besorgt und der Mietwagen unter meinem Allerwertesten.

Also war er erstmal ein paar Freunde in Hemet besuchen, neue Leute kennenlernen und ein bisschen herumchillen. Was an Hemet empfehlenswert ist, ist nicht so sehr die Stadt selbst, aber ihre relativ günstige Lage zu einigen interessanten Plätzen, die alle in einer bis zwei Stunden erreichbar sind. Von dort aus habe ich besucht:

  • Oro Grande. Ein kleiner Ort an der alten Route 66. Sehr interessant ist dort die Bottletree-Farm. Das wird aber ein anderer Artikel. Zwei Stunden Fahrt.
  • Barstow: Eher nicht so interessant, allerdings auch noch nicht erforscht. Der Bahnhof ist auf jeden Fall attraktiv und eine Besichtigung wert. Für Shopper ist allerdings ein Factory-Outlet in der Nähe. Von dort aus kann man sich auch in Richtung Newberry Springs bewegen und dem Bagdad Cafe einen Besuch abstatten. Man sollte sich aber nicht wundern: Der Ort ist bekannter, als man meinen mag. Es kommen jeden Tag so zwei bis drei Reisebusse mit Touristen vorbei. Auch etwa zwei Stunden Fahrt.
  • Yoshua Tree ist in einer guten Stunde zu erreichen.
  • Big Bear Lake habe ich mir angesehen, aber auch das erschien nicht attraktiv. Kein Schnee mehr auf den Bergen und ansonsten eine typische amerikanische Touristenstadt im Wildwestfilm- Style. Wiederum etwa zwei Stunden Fahrt.

Ich war dort, um mich mit meinen Leuten abends dort zu treffen und ein bisschen Spaß zu haben. Deshalb habe ich die Fahrzeiten akzeptiert. Zudem kann man in Hemet sehr preiswert eine ordentliche Unterkunft bekommen, was die Benzinkosten mehr als wieder aufwiegt. Ich habe für 46 USD/Nacht gewohnt und die letzten drei Tage um 42 USD/Nacht. In sauberen Häusern. Im Haus für 42 gab es sogar Frühstück.

Ebenfalls interessant ist der fotografische Aspekt: Yoshua Tree ist ein sehr schöner Park und hat einiges an Motiven zu bieten. Der Nachteil ist aber, dass man sich das nicht in einem oder zwei Tagen erschlossen hat. Mit dem Ergebnis, dass man primär an Touristenbildchen kommt. Ich habe zwei Tage investiert. Einen am Anfang und einen am Ende meiner Reise.

Bereits die Anfahrt ist sehr interessant. Man nimmt den State Highway 79 Richtung Norden bis Beaumont, fährt dann auf der I-10 bis Desert Hot Springs und dort auf der CA62 (State Highway) weiter nach Twentynine Palms und folgt dort der Beschilderung.

Der Besuch ist kostenpflichtig. Kassiert werden 10 Dollar pro KFZ und Tag. Je nach Park bevorzugt per Kreditkarte(Nationalparks) oder ausschließlich in bar(State Parks). Als Alternative kann man sich auch einen “America The Beautiful”- Pass besorgen, der etwa 80 Dollar kostet, aber nur Sinn macht, wenn man ihn auch ausnutzen kann. Gültig ist er für ein Jahr, mit dem Nachteil, dass er nur in Bundeseinrichtungen gültig ist. State Parks kosten trotzdem Eintritt.

Das Wetter

Über das Wetter in diesem Park brauchen wir nicht diskutieren. Das war ohne Zweifel sehr sonnig und warm(Anfang April bereits). Trocken war es auch. Wer anderes erwartet hat, sollte in Deutschland bleiben und in den Harz fahren.

Josua-Palmlilie heißt er auf Deutsch, der namensgebede Joshua Tree. Hier mal ein charakteristisches Bild eines solchen Gewächses. X-Pro1 m. 18-55; Blende 9 bei 1/250stel.

Was ein Joshua Tree genau ist, kann man auch bei Wikipedia nachschlagen. Ich führe das hier nicht weiter aus, abgesehen von dem Fakt, dass er seinen Namen von einigen Mormonen bekommen hat. Das was dort in die Höhe wächst, gehört übrigens alles in die Kategorie der Palmlilien, wie man bei intensiverem Lesen herausfinden kann.

Abgestorbene Exemplare dieses und der Yucca- Gewächse stehen immer herum, weil irgendwas immer vertrocknet. Sei es durch das Alter oder das Wetter.

Ganze Wälder davon kann man auch finden.

Joshua Trees. Hier in einem Wäldchen. X-E2 m. 55-200, Blende 9 bei 1/250stel Sek. ISO 400.

Machen wir mal mit den Resten einer Yucca weiter:

Yucca. Auch hier eingetrocknet. X-Pro1 m. 18-55 b. 35mm. Blende 8; 1/250stel Sek.

Abgesehen von den Pflanzen, die natürlich nicht so spektakulär sind wie anderswo, kann man auch den Fluchtinstinkt der überall heumliegenden Felsen testen, die Kamera auf 7-9 Bilder/Sek. einstellen und wirklich spektakuläre Sportfotos von Felsen machen, zumindest, wenn ich da mal an einige Mittouristen denke, die das Geratter einer schnellen Kamera wohl brauchen…

Wie gesagt: Trotz ihrer eher geringen Fluchtgeschwindigkeit sind die Felsen durchaus attraktiv.

Der Schädel des E.T. Schon ein bisschen versteinert und eingedrückt. Aber es gibt ihn noch.

Dann einfach mal ein Steinhaufen:

Ein Steinhaufen. Festgehalten per Video, damit der mir nicht abhaut…

Wer sich dort ein bisschen sollte einige skurrile Formationen finden, denen man mit einiger Phantasie auch bestimmte Namen geben kann. Auch dieser hier ist etwas anonym.

Auch eine sehr interessante Konstellation. Wenn der man beim nächsten Erdbeben nicht den Kopf verliert… X-Pro1 m. 18-55; Blende 16 bei 1/125stel Sek. Ich würde mal sagen: Fliegenmann des Jahres 2Mio. vor unserer Zeitrechnung.

Wie gesagt, man muss das Ganze mögen. Sonst hat man nichts davon. Jetzt wieder mal ein anonymer Steinhaufen.

Einfach nur Steine.

…und noch ein Baumstammdetail:

Ast. Der hier sollte von einem Joshua Tree stammen. X-E2 m. 55-200 b. 200mm; 1/800stel Sek; Blende 6,4.

Noch ein Anonymer Steinhaufen…

Auch so ein Steinhaufen. Diese Schichtung ist übrigens Standard dort.

Der Nächste hat wiederum einen Namen. Man nennt ihn “Skull Rock”, also Schädelfelsen.

Skull Rock. X-E2 m. 55-200 b. 55mm. Blende 11 bei 1/125stel Sek.

Die Bilder zeigen nur einen groben Überblick meiner zwei Tage dort. Man kann und muss das eigentlich noch sehr deutlich vertiefen. Die große Anzahl der Camper, die man dort antreffen kann, zeigt auf, dass es viele Leute gibt, die genau das tun. Auch wenn man das manchmal schon mit einem Vergnügungspark verwechseln kann. Aber es gibt trotzdem noch genügend einsame Ecken dort, wo man in Ruhe gelassen wird.

Technisches: Wie die weitgehend angegebenen Verschlusszeiten und Blenden schon andeuten, kann man dort sehr gut ohne Dreibein arbeiten. Im Allgemeinen reicht auch bei “spätem” Licht der Bildstabilisator. Auch Schwarzweiß kann man sich überlegen. Zuerst hatte ich das sogar vor. Mit einer Großformatkamera. Die Sicherheitskontrollen und schlechte Erfahrungen mit den Röntgengeräten an Flughäfen schreckten mich aber eher ab. Und die Beschaffung von nichtbestrahlten Planfilmen in Los Angeles gestaltet sich mittlerweile, wie in Deutschland auch, schwierig.

Alle Aufnahmen wurden im Fuji- eigenen RAF-Format gemacht, also als RAW aufgenommen. ISO 400. Nachbearbeitet und gewandelt nach JPEG wurde in Lightroom 5.7. Verkleinert nach Bedarf im guten alten Photoshop CS2. Und mit der Feststellung, dass man auch bei überbelichteten Bildern durchaus noch feine Zeichnung in den Lichtern haben kann. Alles Andere wie gehabt: Meistens per Blendenautomatik. Bei einigen auch mit Belichtungskorrektur bis -2/3 Blenden. Das muss man eben antesten.

 

Pseudowissenschaftliche Objektivtests Teil 2

Im Teil zwei meiner Objektivtests will ich mich mal zu Thema Verzeichnungen ausbreiten.

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Verzeichnung, das ist einmal die tonnenförmige Verzeichnung und zum anderen haben wir die kissenförmige Verzeichnung.

Extrem dargestellt sieht die aus wie in der Grafik unten:

Das ist die Variante, die vor allem bei Teleobjektiven zu finden ist. Kissenförmig wird das genannt, weil Omas Sofakissen auch schon so ausgesehen haben und man noch bis in die 1980er Jahre den Knick durch einen “Karateschlag” in die Mitte des oberen Randes des Objektes betont hat.

Die Kreisbögen weisen nach innen.

Das gezeigte Beispiel dient hier nur didaktischen Zwecken und dient der visuellen Verdeutlichung.

Dann gibt es das andere Extrem, die tonnenförmige Verzeichnung. Der Grund für den Namen wird klar, wenn man mal in eine Tonne hineingeschaut hat: Die Kreisbögen weisen nach außen:

Zu guter Letzt gibt es auch noch Mischformen daraus. Die sind vor allem bei Objektiven mit asphärischen Linsen zu beobachten, vor allem, wenn sie preiswerter gewesen sind oder richtig billig waren. Dann kommen gleich mehrere Faktoren zusammen: Man kann eine Linse schleifen. Das wird vor allem bei aufwändig gefertigten Objektiven gemacht und erlaubt eine sehr hohe Präzision. Der Nachteil ist, dass der Arbeitsgang des Schleifens sehr teuer ist und automatische Maschinen, die so einen Schliff herstellen können, sehr teuer sind. Das schlägt sich am Ende auch im Endpreis des Objektivs nieder: Es wird auch im Laden teurer.

Dann kann man solche Linsen durchaus unter Hochdruck in eine Form pressen. Das geht schneller und führt nur bei sehr genauem Arbeiten und ausgiebiger Qualitätskontrolle durchaus zu guten Ergebnissen. Allerdings wird bei billigeren Optiken immer weniger genau gearbeitet und selektiert als bei teureren: Das hält die Kosten niedrig und sorgt leider auch für die schlechtere Qualität.

Als nächsten Faktor haben wir noch den Entwicklungsaufwand: Besonders bei Zoomobjektiven ist das Ganze sehr teuer: Wenn man ein billiges Objektiv baut, sind Kompromisse in der Qualität um so wahrscheinlicher, je billiger der Verkaufspreis ist.

Wirklich ohne qualitative Kompromisse kann man allerdings nach wie vor nur die Fesbrennweiten bauen, wobei sich die qualitativen Grenzen allerdings mehr und mehr zugunsten der Zooms verschieben und die Festbrennweiten immer mehr zu Goodies für Spezialisten werden. Die Preise, vor allem bei neuen Konstruktionen, entsprechen sowohl dem optischen Aufwand als auch den geringeren Stückzahlen. Eine Ausnahme bilden nur alte Rechnungen, die es auch noch auf dem Markt gibt. Man erkennt sie vor allem am Preis, aber auch an der äußeren Anmutung: Meisten sehen sie “älter” aus. Der Qualität an sich wird das allerdings keinen Abbruch tun: Sie entsprechen allerdings meistens nur den Standards des ersten Produktionsjahres und sind zuweilen für die digitale Fotografie nur bedingt geeignet, wenn die Kamera ein Pixelriese wie eine Canon EOD 5DMk2 oder MK3 ist. Bei den modernsten Kameras anderer Hersteller gilt das wohl analog: Wir hatten hier mal ein Pentax- Weitwinkel ohne Autofokus, das an einer analogen Kamera von herausragender Qualität war und das an einer Digitalen(es war eine günstige K-X, die eigentlich sehr gut ist) eher schwach gewesen ist. Die Konstruktion stammte aus den 1980er Jahren. Ähnliches gilt, wie gesagt, für alle Kamerahersteller: Man muss es ausprobieren und dann entscheiden, wenn eine Umstellung auf Digital stattfinden soll und man das analoge Equipment verkaufen will.

Auf der anderen Seite gilt die Regel “was da ist, ist da” und man hat bereits einen ausrüstungstechnischen Grundstock, von dem aus man schrittweise auf modernere Objektive umstellen kann, wenn man feststellt, dass das notwendig wird.

Rückschlüsse auf die Praxis sollte dieser Teil des pseudowissenschaftlichen Tests ebenfalls ermöglichen: Zumindest bei der Verzeichnung gilt: Ist sie entweder tonnen- oder kissenförmig, ist sie ohne größere Schwierigkeiten in einer leistungsfähigen Software korrigierbar. Für wellenförmige Verzeichnung gilt das nicht immer!

Damit sollte auch der denkbare Einsatz klar sein: Wellenförmig verzeichnende Objektive sind vor allem billiger und damit für den typischen Knipser gedacht, der vor allem Schnappschüsse macht und sich im Allgemeinen auf genau das und eher kleinere Abzüge beschränkt. Für alle gilt: Je größer der Abzug werden soll, desto sichtbarer wird das Problem und desto mehr Aufwand muss in die Korrektur gesteckt werden.

Nun aber Butter bei die Fische:

Als Testobjekt soll diesmal ein Zoomobjektiv dienen: In diesem Fall ist das ein Canon 1:2,8/24-70 L USM. Mam muss dazu sagen, dass genau dieses Objektiv zwei gravierende Vorteile hat: Einmal ist es nur rund 18 Monate alt, wie die Herstellercodes auf der Rückseite verraten und zu anderen ist es aufgrund eines Fallschadens zur Überholung in einer Canon- Vertragswerkstatt gewesen. Nach eingehenderPrüfung konnte man nach der Reparatur nicht nur eine erhebliche Verbesserung der Abbildungsqualität feststellen, sondern zudem noch eine bessere Zentrierung des Linsenkits darin ausmachen. Ob schwache Leistung am Fallschaden gelegen hat, stelle ich hier mal der Spekulation anheim, aber ich denke, dass das wohl der Fall gewesen sein dürfte. Die meisten Neukäufer dieser Linse äußern sich positiv über das Objektiv.

Weil wir hier immer noch pseudowissenschaftlich sind, ist auch das Messobjekt pseudowissenschaftlich. Heute muss mal eine alte Holzverkleidung in meiner Dachkammer herhalten, deren Pendants in den anderen Räumen längst im Orkus der Geschichte gelandet sind. Ich mag sowas halt nicht.

Bild eins zeigt das Motiv, wie es aufgenommen wurde, die Kamera stand auf Programmautomatik und ich hatte einen Metz- Blitz darauf:

“Schicke” Holzverkleidung aus den 1970ern

Hier kann man schon sehen, wo das Problem der Verzeichnung vor allem anzutreffen ist: an den Bildrändern nämlich. Je weiter man zur Bildmitte hin geht, desto geringer ist sie. zudem ist das Bild hier ein Beispiel für einen leicht zu korrigierende Abbildungsfehler, weil es halt nur eine Verzeichnungsart ist.

Der nächste Schritt besteht aus Suchen: Man sucht ein gerade Linie ab Bildrand, die am besten in den Ecken endet und natürlich eine Krümmung aufweist. Hier ist das sehr schön am unteren Rand zu sehen. Anwählen und freistellen ergibt das hier:

Der erste Ausschnitt verdeutlicht das Problem bereits.

Wichtig dabei ist, dass man nicht den gesamte Bildteil braucht, sonden nur den, der bis zur maximalen Höhe des erkennbaren Bogens reicht. Das ist das oben Gezeigte.

Um zu unserem gesuchten Wert zu kommen, müssen wir aber nochmal freistellen:

jetzt müssen wir die Bildhöhe ermitteln. Dieser Ausschnitt stammt von obigen Bild. Meine Standardgröße für Webseiten ist 1000×667 Pixel:

Die ermittelte Bildhöhe ist 16 Pixel. Jetzt kann man das auch nachrechnen:

16/667 = 0,023988

…Oder in Prozenten ausgedrückt 2,4%.

Die eingestellte Brennweite war 63mm am Objektiv, wir befanden uns also schon im Telebereich. Ich halte diesen Wert für sehr gut, zumal es sich um ein kompromissbehaftetes Zoomobjektiv handelt. Selbst wirklich gute Festbrennweiten erreichen meistens nur Werte um 1% herum, was schon als nicht mehr sichtbar gilt.

Worauf man im Einsatz achten sollte:

Wenn das Objektiv derartige Verzeichnungen in stärkerem Umfang aufweist, lässt sich das manchmal durch die Wahl des Bildausschnitts verstecken: Einfach den Horizont nach weiter nach oben verlegen.

Architekturaufnahmen sollten in den meisten Fällen korrigiert werden.

Portraits brauchen meistens keine Korrektur, Gruppenfotos manchmal.

Je billiger das Objektiv ist, desto größer sind die Kompromisse in der Qualität. Andererseits reichen preiswerte Objektive fürs Fotoalbum in den meisten Fällen aus.

Und vor allem immer daran denken: Solche Testreihen sind zwar interessant, aber wirklich zu fotografieren ist weitaus interessanter und macht eigentlich mehr Spaß als Objektive zu testen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pseudowissenschaftliche Objektivtests Teil 1

Grundsätzlich gilt in der Fotografie eine Regel: Das beste Gerät zum Fotografieren ist das, das man gerade dabei hat. Das bedeutet, dass man beim Ertönen der eigenen Motivklingel auf jeden Fall sein Foto machen sollte, auch wenn die gerade mitgeführte Kamera nicht die beste ist, die man zur Verfügung hat.

Dann sollte man bedenken, dass absolute Bildschärfe ein Ding ist, das mit normalen Mitteln ohnehin nur begrenzt zu realisieren ist. Wer Bildschärfe darstellen will, der sollte nicht digital arbeiten. Man sollte das auch nicht mit einer Leica, Canon oder sonstwas machen, sondern sich eine 8×10 inch- Großbildkamera anschaffen und dann die Handlingnachteile in Kauf nehmen. Zu dieser Kamera braucht man zudem noch weitere Gerätschaften wie ein geeignetes Vergrößerungsgerät und vor allem einen Platz, an dem das ganze Zeug stationär stehen kann. In einer Ecke des Schlafzimmers wird das nicht gehen.

Wichtiger als der Aspekt der absoluten Bildschärfe ist daher die Aufnahmesituation: Sportfotos als Extrembeispiel lassen sich mit der oben genannten Ausrüstung kaum erstellen; bei Landschaften wird das vor allem bei windigem Wetter ebenfalls sehr schnell grenzwertig: Die kleinste Bewegung eines Astes an einem Baum sorgt bereits für Unschärfe.

Das soll Interessierte aber nicht davon abhalten, die Qualität der gekauften Objektive auf Fehler zu überprüfen. Vor allem bei hochwertigen und damit teuren Linsen will man ja schon wissen, ob das Ding sein Geld wirklich wert ist. Man kann auf dem gezeigten Weg durchaus feststellen, ob das Objektiv dezentriert ist, ob die Auflösung für Monsterabzüge reicht und ab wann das getestete Objektiv seine maximale Qualität erreicht.

Dafür sollte das aufgezeigte Verfahren ausreichen. Für Objektivität im Hinblick auf theoretische Qualitätsaspekte genügt es allerdings nicht.

Das nötige Equipment:

  • Die Kamera
  • Das Objektiv
  • Entweder ein Studioblitz mit ausreichendem Regelbereich oder ein wie auch immer gearteter TTL- tauglicher Blitz, der mit der Kamera kompatibel ist. Ein alter “Computerblitz” mit eingebautem Lichtsensor geht auch dafür.
  • Blitzbelichtungsmesser, wenn man mit einem Studioblitz arbeitet
  • einen Siemensstern, eine heruntergeladene Version aus dem Netz reicht; der Ausdruck davon sollte allerdings sehr hochwertig sein.
  • Kamerastativ und…
  • ein Whiteboard, eine Zimmertür oder ähnliches, woran man den Stern befestigen kann
  • Eine Bildbearbeitungssoftware hochwertiger Qualität

Die Reihenfolge:

  • Zuerst einmal den Siemensstern aus dem Netz herunterladen, ausdrucken und an der erwählten Fläche befestigen.
  • Die niedrigstmögliche Empfindlichkeit der Kamera einstellen(meistens ist das ISO 100-200)
  • Die Kamera mit dem erwählten Objektiv schussbereit machen und auf das Stativ setzen
  • Abstand von ein bis 1,5 m einstellen
  • Die Bildmitte auf das Zentrum des Sterns ausrichten.
  • Belichtungsreihe anfertigen: Offen, zwei Blenden geschlossen, drei Blenden geschlossen und bei kleinster Blende

Als Kamera muss hier die Fujifilm X-Pro1 herhalten, als Objektiv dient das Fujinon XF 1,4/35mm.

Die Auflösung des Kamerasensors ist 3264×4298 Pixel. Und nicht vergessen: Ein Objektiv ist aus physikalischen Gründen eigentlich immer rund, ud die Linsen sind es auch. Das bedeutet, dass das Bild, das das Objektiv zeigt, ein rechteckiger Kreisausschnitt ist.

Diese beiden Zahlen sind wichtig, höher als der Sensor kann auch das Objektiv nicht auflösen.

Die Gründe für dieses Vorgehen liegen darin, dass man Objektive grundsätzlich mit einer Entfernung testet, bei der die Leistung tendenziell am schlechtesten ist. Bei normalen Objektiven ist das der Nahbereich, bei Makroobjektiven sind das eher weiter entfernte Objekte. Zudem sollte man beachten, dass die Auflösung eines Objektives bis zu einer bestimmten Blende zunimmt und danach mit kleiner werdender Blende wieder sinkt. Das Optimum im Hinblick auf die reine Bildqualität sollte sich etwa zwei bis drei Blenden unterhalb der maximalen Lichtstärke befinden.

Dann können wir schon mal starten. Zuerst einmal öffnen wir das erste Bild, an dieser Stelle stammt das aus einer Fuji X-Pro1 mit dem 1,4/35mm. Ich nehme den Photoshop dazu her.

Das sieht dann sinngemäß so aus:

Angetaped und abgelichtet. Wir sind pseudowissenschaftlich…

Dann sucht man sich den Ausschnitt aus dem Zentrum des Sterns, der gerade noch unscharf ist und stellt diesen frei, etwa so:

Hier der Ausschnitt. Vergrößert etwa zehnfach, daher durch Interpolation unscharf. Erkennen kann man den Verlauf aber trotzdem

Das gefunde gerade unscharfe Bild hatte an dieser Stelle eine Größe von 35×73 Pixeln. Damit kann man schon mal rechnen.

Wir kennen jetzt die Größe des unscharfen Bereiches, das sind in der Vertikalen 73 Pixel. Der Siemensstern verfügt über 90 Schwarz- Weiss- Wechsel. Damnit haben wir die erste Berechnung:

73/90=0,811…

Dann den Kehrwert ermitteln:

1/0,811…= 1,233

Wir habe eine maximale Sensorauflösung von 3264 Pixeln, die die Kamera zu bringen vermag.

1,233*3264=4024,661

Das ist die maximal Anzahl der Schwarzweisswechsel, die das Objektiv bei offener Blende(1,4) darstellen kann. In Prozenten ausgedrückt sind das 81% horizontal im Nahbereich.

Versuch zwei, Blende 4: Ermittelt habe ich 60(Horizontal) Pixel, hier in zehnfacher Vergrößerung:

30×60 Pixel in zehnfacher Vergrößerung…

Die selbe Berechnung, hier mit den neuen Zahlen:

60/90=0,666…

1/0,666= 1,5

1,5*3264=4896

Das bedeutet, dass hier ein Qualitätsmaximum erreicht ist, die 4896 Pixel entsprechen exakt der Horizontalauflösung der Kamera!

Geht es nur darum, die Maximalauflösung des im Bildzentrum des Objektivs zu ermitteln, ist der Test hier eigentlich zu Ende. Man kann aber noch mal mit Blende 8 weitermachen, um sich abzusichern.

Auch hier wieder in zehnfacher Vergrößerung:

Dieses Bild hier ist übrigens sehr interessant: Die Horizontalauflösung ist hier nicht gleich der Vertikalauflösung, rechnen wir mal nach.

Ermittelt habe ich hier 33(horizontal ab Bildmitte, also 66)* 70 Pixel(vertikal).

Vertikale Auflösung:

70/90=0,777…

1/0,777= 1,2857

1,2857*3264=4196

Horizontal kommt das zusammen:

66/90=0,733…

1/0,733= 1,3636…

1,3636*3264=4450

4450/4896=0,91 oder 91 %

Das ist immer noch ein sehr guter Wert, aber man kann sehr gut erkennen, dass die Auflösung bei diesem Exemplar ab Blende 8 mit Sicherheit abnimmt. Mit 5,6 sollte das Ganze dann noch sehr scharf sein. Die Werte der Messungen bei offeneren Blenden erlauben zumindest begrenzt den Rückschluss, dass die Blende des Objektives nicht 100%ig rund ist. Das tut der Leistung dieser Optik allerdings keinen Abbruch. Denn die ist wirklich gut.

Wie geschrieben, sind die Aufnahmebedingungen für ein Objektiv dieser Klasse eher ungünstig gewählt. Ihre optimale Abbildungsqualität erreichen die allermeisten Objektive erst bei kleineren Abbildungsmasstäben ab etwa 1:100, wenn es keine Makros sind.

Wenn man jetzt noch die Qualität am Bildrand und in den Ecken ermitteln will, muss man nur den Bildausschnitt entsprechend anwählen.

Vor allem immer daran denken: Diese Art Test ist nicht als wissenschaftlich anzusehen und durch die manuelle Vorgehensweise auch nicht objektiv. Es auf diesem Weg ist nur möglich die “qualitative Marschrichtung” eines Objektives zu bestimmen. Man kann damit  eventuell absoluten Schrott und grobe Fertigungsfehler entdecken, aber keine kleineren Fehler.

Zudem gibt es als Grenze immer das Auflösungsvermögen des Sensors in der Kamera und die Beschränkungen durch eventuell eingebaute AA- Filter vor den Sensoren einer Kamera. Bei der X-Pro 1 ist das nicht der Fall, bei einer Leica auch nicht. Auch aus dieser Richtung kann es passieren, dass ein Objektiv seine maximale Auflösung nicht erreichen kann. Kamera und Objektiv müssen also auch zusammenpassen. Und damit sind diese Arten von Tests nur für genau ein Kameramodell aussagekräftig.

 

Leica- Daten an der Konsole kopieren

Viele Leute wissen es nicht, aber auch Windows 7 hat noch eine DOS- Konsole. Weil sie schon mal da ist und weil das Ganze monströse Klickorgien vermeiden kann, vor allem, wenn man die SW- JPEGs aus dem vorigen Tipp behalten will, gibt es einen Weg, die Arbeit zu beschleunigen. Vor allem, wenn es sich um viele Bilder handelt, ist die Arbeitsersparnis enorm!

  • Bilderordner öffnen.
  • Neuen Unterordner anlegen und mit Titel versehen.
  • in diesem neuen Ordner einen weiteren Ordner anlegen und mit einem Namen versehen(ich nenne ihn jpeg).
  • Konsole starten im Startmenü unter “Ausführen” cmd eingeben.
  • Laufwerk wechseln, Syntax: f: (wenn es sich bei der Speicherkarte um Laufwerk F handelt).
  • Auf dem Laufwerk in den Bilderordner wechseln, in meinem Fall: cd dcim\101Leica
  • Nehmen wir an, der Ordner, in dem die Bilder abgelgt werden sollen, heißt Fotos\Brocken 12.10.2012 und liegt auf Laufwerk D:
  • Dann gibt man folgenden Befehl für die DNGs ein: copy *.dng d:\Fotos\Brocken*12*10*2012\*
  • Die DNGS werden kopiert.
  • Für die JPEG gilt dann dieser Befehl:copy *.jpeg d:\Fotos\Brocken*12*10*2012\jpeg\*
  • Zu beachten ist: Ordnernamen werden in der Konsole werden nur bis zum ersten Leerzeichen verarbeitet. Punkte gar nicht, es kommt eine Fehlermeldung. Das * dient hier als Wildcard, die einfach den Leerraum ausfüllt oder als Signal für einen beliebiges Zeichen verstanden wird. Setzt man die Wildcard zwischen den Ziffern ein, wird das als ein beliebiges Zeichen verstanden, setzt man zwei oder mehrere davon zwischen Zeichen, stellt das die Anzahl beliebiger Zeichen ein. Setzt man wie oben die Wildcard alleine ein, gilt, dass es beliebig viele Zeichen, gleich welcher Art sein können. Wenn eine kopierte Datei bereits einen Namen hat(wie die Daten auf der Speicherkarte),  wird dieser für die Kopie weiterverwendet.
  • Dann überprüfen, ob alles geklappt hat und wenn ja:
  • Inhalt der Speicherkarte löschen mit: del *.*

Dan Ganze hat noch weitere Vorteile: So läuft die Bildauswahl von einer leistungsfähigen Festplatte schneller ab als von jeder SD- Karte(Ich nutze hier die Sandisk Extreme HD Video, die immerhin eine Transferrate von 30MB/Sek. bieten) und eine gewisse Datensicherheit ist so ebenfalls gegeben, weil die Bilder vorerst noch redundant vorhanden sind. Zudem laufen Bildbetrachter wie IrfanView mit Daten von der Festplatte etwas schneller, wie sich gezeigt hat.

SW- Vorschau mit der M9

Mit der M9 ist auch eine ausschließliche Bildvorschau mit dem Kameramonitor möglich:

  • “Set”-Taste drücken
  • Auf “Kompression” gehen
  • Option “DNG & JPG” anwählen. Auflösung nach Wunsch entweder Fein oder normal
  • Im eigentlichen Menü die Option “Farbsättigung” auf “Schwarzweiss” stellen
  • fertig
  • fotografieren und…
  • anschauen

Das Ganze hat noch einen weiteren kleinen Vorteil: Die JPEGs in Farbe sehen zwar nicht so toll aus, aber die Schwarzweissen erinnern mich in ihrer Anmutung an Bilder eines gewissen Edward Weston. Und: Die durch das nicht gefilterte Rauschen entstehende  “Körnigkeit”, vor allem bei eher hohen ISO- Zahlen und die in Farbe nicht toll ist, hat hier eine sehr interesante Kornwirkung, die vor allem für Kreative interessant ist. Der Nachtel: Man sieht das erst richtig beim Pixelpeepen.